131
Sey's Emseria's Quell, wohin dein Roß dich getragen,Sey's die bergige Flur der gepriesenen Spadakrene,
Oder das Felsenthal der eisbehang'nen Sudeten,
Stets mit sorgsamer Wahl betrachte die Lage der Wohnung»Laß dich warnen, ein Haus zu bezieh'» am sumpfenden Moor-teich,
Wo nur Schilfe gedeih'», Irrlichter in nächtlicher StilleKäuzen im feuchten Busch mit stygischen Dünsten umwölket;Auch nicht im niedrigen Khal, von überhangende» FelsenRings »mragt; in dem Schattendom des tieferen Forsts nicht,Wo der belebende Nord die faulenden Blätter am BodenNimmer zerstreut, und der Zweige Gewölb kein Regen durch-
neHet;
Nicht, wo von keinem Winde bewegt, der faule Morast
ruht.
Keiner berede dich je, dem Heerd hier deine PenatenAnzuvertrau'n, und thürmte sich auch von penthelischem
Marmor
Hier ein Palast mit hundert Gemächern empor in die Wolken.Kiese die Villa dort an des Hügels bekräutertem Abhang,Wo der blühende Quendel umher Gerüche verbreitet;
Wo den knospenden Kannen balsamischer Duft, und der
reinste
Aether im Sonnenlicht entströmt; wo jeglichen MorgenDurch dein Fenster, von Reben umrankt, das goldene Früh-roth
Aus dem Schlummer dich weckt; an jeglichem Abend ein Bäch-
lein,
Dessen Krystall durch rauhes Geklipp hinab in das Khal
rollt,
Dich in den Schlaf einwiegt mit leisem, melodischen Rie-feln.