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Anthologie aus den Gedichten von Ramler, v. Schenkendorf und Neubeck
Seite
171
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Maß und Verhalt den Tönen der goldenen Leier, und ord-nest

Zum anmnihigen Reigen den Tanz der Chariten. Lernen»Winke gehorchend, erwirbt der Vollendung Palme der KünsteHerrlicher Chor, und ewiger Ruhm krönt ihre Gebilde.

Selig die Könige, welche die heilige Regel der Mitte

Nicht mißachten, dir selbst an Gerechtigkeit ähnlich und

Milde.

Weithin sehn sie die Städte von ordnungliebenden Bür-gern

Woll aufblühn, und nimmer empört Unfriede die Völker.

Glücklich preist ich vor allen den Mann, der, fromm dich

verehrend,

Unter sein Dach dich ruft, und im Heiligthum seiner Pr-usten

Dich um Heil und Frieden und reine Gesinnungen anfleht«

Was er wirket, gelingt, und was er pflanzet, erfreuest

Du mit Gedeih'«, und es blühet in Segensfülle das Haus

ihm.

Deinem Gericht, o du, der Unscham Hasserin, werden

Alle dereinst Heimfallen die kühnen Entheiliger deiner

Gottheit, alle Tyrannen und Unterjochet: der Menschheit.

Thoren, vom Glücke berauscht! Auf schwindelnder Höhe ver-dunkelt

Nemesis ihnen den Blick, und, gleich Nachtwandlern, zum

Abgrund

Taumeln sie. Ob den Nacken der Uebermüthigen schreitet

Sie zum Verderben daher. Den Fluch der Entscheiden'»:

spurlos