Dreißig Glätter
aus dem Tornister eines Fußreisenden.
i.
Wir sind eigentlich unser Zwei und verfügen zusammen übersechs Füße wie ein richtiger Hexameter. Ich bin ich, er ist einHund, ein rothhaariger Schnauzer. Unser Verhältniß ist das einerguten Regierung zum Volke. Die Regierung — meine Wenigkeit— bildet sich nur ein, zu regieren, in Wirklichkeit thut sie, wiedas Volk will. In diesem Spezialfall will das Volk — der rotheSchnauzer — nichts wissen von Eisenbahnen. Seinesgleichen wirdauf Eisenbahnen nicht standesgemäß behandelt. Die vergittertenHundecoupds unterm Gepäckwagen befriedigen durchaus nicht dieComfortansprüche eines modernen Hundes, der etwas auf sich hält.Folglich fahren wir nicht Eisenbahn, sondern gehen zu Fuß. DasVolk will es; das Volk wedelt vor Vergnügen, daß ihm die Re-gierung, die ihrerseits lieber die bequeme Eisenbahn benutzen würde,in diesem Hauptpunkte nachgibt. Es ist wirklich keine Kleinigkeit.Ich will von Bern in's Wallis gehen und trete dem „Volk" zuLiebe die Reise unter Verachtung aller Fahrgelegenheit damit an,daß ich den Aarziehlestutz*) hinunter gegen Wabern nach Belp