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blinken Lichter über den See, Schiffchen mit Fackeln haben sichhinausgewagt. Plötzlich fällt ein Schuß mitten auf dem Markt-plätze. Was ist geschehen? Alles läuft hin. O! es ist bloß einKasperletheater, das mit einem Knalleffekt den ersten Akt. einesgroßen moralischen Dramas beschlossen hat. Hundert Kinder derFischer sitzen vor dem kleinen Schaugerüste, das von einigenLampen erhellt wird; eben hebt sich wieder der Vorhang undKasperle führt eine schöne Dame zum Tanze. Er walzt mit ihrauf sehr lustige Weise zu den kurz gestoßenen Tönen einer Trom-pete, die unsichtbar (wie Wagners Orchester) geblasen wird. DieKinder jauchzen vor Vergnügen. Dann aber wird's ernst; dennKasperle steht unter der Anklage, eine Orsinibombe geworfen zuhaben. Das war es ja, was so krachte am Schlüsse des erstenAktes. Wie? ist am Ende der unschuldige Kasperle gar einer derJrredentisten ä 1a Oberdank? Ich konnte leider dem Verlaufe desStückes nicht folgen, weil ich zu fern stand und auch viele Dialekt-ausdrücke nicht verstund. Aber das Alles zusammen — das istein Regenabend in Pallanza . „Solche Mittage lasse ich mirgefallen!" ruft einmal Ovid in einem sehr schlüpferigen Gedichteaus; „solche Abende ich mir auch!" setze ich in aller Ehrbarkeithinzu und gehe spät und glücklich zu Bette.
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Natürlich ist hier zu Lande das Regenwetter gutartig; schonlacht wieder das bewußte blaue Auge zwischen den Wolken hervorund ein sanfter Ost gibt sich mäßige Mühe, — es ist ein italienischerOst, der nicht gern zu streng arbeitet, — die Nebelwolken vonden Bergen wegzuschieben. Dort oben beim Monte Rosa mußihm jedenfalls ein stärkerer Bruder zu Hülfe gekommen sein; dennplötzlich steht der Monte Rosa in silbernem Schneegewande riesen-groß da. Ich bin auf den See hinausgefahren, — allein —um des schönen Morgens zu genießen. Da kommt mich die Lust