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derselbe blaue Himmel des Südens spannt sich über der herrlichenLandschaft aus. Die beiden Leutchen aber, die einst hier im Grasesaßen, sie haben seither in ihrem Leben noch hie und da eine weißeRübe für eine „Pampelnuß" angesehen und es möchte ihnen Gleichesnoch heute begegnen. Nur jenes unsinnig glückliche Lachen derJugend, das aus den Tiefen des noch nnerschöpften Lebensbornesstammt — es würde ihnen so vielleicht nicht mehr gelingen. Esbleibt der grüne Wald, es bleibt der blaue Himmel, es bleibtder See und es bleibt selbst der halb zerfallene Thurm Barba-rossas — wir aber, wir gehen vorüber.
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Ein anderer Spaziergang, theilweise mit Benützung des Dampf-schiffes, hat mich über das Dörfchen Torno am rechten Ufer desComer Seees nach der Villa Pliniana geführt. Ich will hier nichtwiederholen, was ich an anderer Stelle*) ausführlich über diewunderbare intermittirende Quelle dieser Villa und über die daraufbezüglichen Briefe des jüngern Pliuius mitgetheilt habe. Nur soviel sei gesagt, daß der Zauber der Antike an dieser klassischen Stelledas Herz immer wieder mit gleicher Gewalt gefangen nimmt. Hieznkommt die edle Schönheit der die Villa umgebenden ungeheurenParkwildniß, in der besonders einige ernste dunkle Cypressen, hochwie die höchsten Pappeln, zu den weicheren Formen der Laubes-kronen in das schönste Verhältniß treten. Ueberhaupt ist die großeCypresse einer der herrlichsten Bäume des Comer Sees, und eineder Villen am See, Torno gegenüber, die Villa Pizzi, steht ineineni ganzen Cypressenhain, der die Landschaft unaussprechlichschmückt und veredelt. Man wandelt hier eben von Schritt zuSchritt in reiner Schönheit. Selbst Dorfkirchen, wie die vonTorno, sind ganz oder theilweise aus weißem Marmor aufgeführt,jedenfalls am Portal mit gut gearbeiteten Marmorreliefs, auch
') Rektor MiiSlins Italienische Reise. C. Schmidt in Znrich. 1881.