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des Spazierengehens. Trotz der Lampe des begleitenden Führersstolpert man gelegentlich über unbemerkte kleine Hindernisse undbegrüßt daher den ersten Lichtschein, der das Ende des dunkelnMaulwurfsganges andeutet, mit Freuden. Mein Führer ist seitEnde Dezember schon fünfzehn Mal durch den Gotthardtunnelgegangen und versichert, er habe hiezu in einer Richtung jeweilen3 st« Stunden gebraucht, obschon er doch tüchtig zu marschiren versteht.
Doch alle diese Dinge lernte ich erst auf dem Rückwege kennen.Diesmal brachte mich die Post gemächlich nach Göscheuen undMittags um 1 Uhr 37 Minuten fuhr ich in die große Pfortehinein, die uns mit Italien verbindet. Die Passagiere alle warenin einiger Aufregung. Die einen hielten die Uhr in der Hand,um die Durchsahrtszeit auf die Sekunde zu messen (sie betrugdiesmal 27 Minuten), andere machten sich gefaßt auf die großeWärme, die bekanntlich im Innern des Berges herrscht, aber —mir wenigstens — nur angenehm vorkam. Einige zählten dievorüberhuschenden Lämpchen in den Nischen (alle 100 Meter eines,alle 1000 Meter eine größere Nische, in der Mitte eine ArtWärterhaus), während noch andere sich in die Kissen drückten, dieAugen schlössen und ihre Nerven zu beschwichtigen suchten durchdie Illusion, es sei eben Nacht und Schlafenszeit. Eigenthümlichist allerdings der Gedanke, wie man da unter einem gewaltigenGebirge hinführt, so daß stundenlang hoch über uns unendlicheFelslasten ruhen, über deren schneebedeckten, einsamen, wildenGipfeln die Adler kreisen; der Gamsstock, der Guspisgletscher undandere kalte Majestäten liegen unerreichbar in der Senkrechtenüber unserm Scheitel und auch der freilich weit seitab liegendenstillen Gotthardseen gedenkt man unwillkürlich. Das Alles, sosagt man sich im Stillen, und dazu die schellenklingenden Post-schlitten, die großen Hunde des Hospiz, die Schneeflächen auf derPaßhöhe, das liegt nun im hellsten Mittagsglanze da und dufährst tief im Berge, fern der Lichtwelt, darunter hin; werden