Buch 
Genius Ernst Wagner's
Seite
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begann, und unserm Aktuar, der sehr oft den Vermittlerzwischen ihm und der Gutsherrschaft zu machen sich genöthigtsah, mancherlei Verlegenheit und Ungemach bereitete. Mitwelcher gutmüthigen Erfindsamkeit er oft seine ungehorsa-men, tölpischen Untergebenen vor den Folgen ihrer kühnen,empörerischen Schritte zu bewahren wußte, davon geben wirnur folgenden Zug als Beweis.

Einst war gegen übereilte Vergebungen vieler Gemeinde-Mitglieder eine strenge Untersuchung angeordnet worden; ineiner langen Reihe von Artikeln lag schon unabwendbar undklar wie die Sonne die Schuld der meuterischen, armen, ge-drückten Bauern vor dem bangenden Blick des Aktuars, denman in diesem Augenblick für einen Mitschuldigen hätte hal-ten können. Er sah deutlich voraus, der Ausgang mußtemanchen Irrenden unvermeidlich in'S Verderben bringen, —>da warf er, wie aus Versehen, das große, gehaltreiche Tin-tenfaß des Gerichtstisches über die niedergeschriebenen Aus-sagen her, und wischte dann, mit geschicktem Ungeschick, unterdem Scheine, die Akten zu retten, die Papiere noch recht inder Fluth herum, wodurch denn das Ausgesagte unleserlich,die weitschichtige Untersuchung nicht mehr rechtsbeständig, unddas ganze Verfahren, das man nicht noch einmal anfangenwollte, aufgegeben wurde.

Gerade in jene Zeit indeß, wo Sorge und Verdruß balddurch eigne, bald durch fremde Schuld mancherlei Ungemachüber ihn hereinführte, — gerade in diese ungünstig scheinendeZeit fällt das schönste geistige Aufblühen unser» Verfassers.Schon vor dem eben erwähnten Roman, Willibald, hatteer zwei Lustspiele verfaßt: die reisenden Maler und derTriumph der Liebe, die er aber später, nach mehren