Buch 
Genius Ernst Wagner's
Seite
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Gefühle des Herzens sind wir mit den Engel», durch dennackten» kalten Witz aber mit den Katzen verwandt.

Die sichere Aussicht auf das Ende einer uu»glücklicken Lage ist für die edle Seele schon wirklichesGlück. O darum seyd getrost, meine duldenden Mitbrüderljedes irdische Drangsal ist kurz! Jedes muß ja ein Endenehmen, und baldl Schaut doch hin zu dem armenTaglöhner, wie ihm in seiner Hütte so bang und so wohl ist,wann der letzte Grimm des Winters an den kleinen Fensternraset. Der Morgen war noch so kalt, und belegte den Waldmit weißem Reif; aber der Abend zieht heute zum erstenMal im milden Schimmer des Frühlings heran» Leuchten-des Goldgewölk fliegt mit wolligen Flocke» im Westen auf,und mit einem Mal röthet der Wiederschein das östliche Him-melblau zu Purpur, und das weiße Laubwerk der fernen duf-tigen Waldkuppe glüht in jenen Höhen rosig auf, wie einblühender Pfirsichhain; lauer Südostwind verkündigt dieThaunacht; des Frühlings heilige Knospe scheint endlich zumersten Mal zu schwellen; die Natur soll nicht sterben. Schontönt es mächtig in den Winden wie ein Horn des Lebensüber ihr; der Winter schifft sich ein, und Alles schickt sich anwie zu einer großen Reise. Zwar die Kinder sitzen fröstelndam Öfen, in welchem das letzte Holz liegt, und der Försterhat heute nach dem Holzgelde geschickt; die Kinder bitten umBrod, und das letzte Brod ist schon angeschnitten: aber, datritt sein frohes Weib mit nassen Augen herein und setzt denKornsack vor ihm nieder. Der reiche Nachbar borgt ihm die-sen Scheffel, und der Förster will Geduld habe». Und horch,horch! Draußen stürzt schon ein Thauguß vom Himmel herab