suogsstängelchen so lustig daraus hervor, wie grüne Peter»sslien stiele zwischen roth gesottenen Krebsen.
Abformen. Ich habe herzlich lachen müssen, als ichzum ersten Mal einen Bildhauer über den lebendigen Kopfformen sah, wiewohl mich auch der abzukonterfeiende Patientzugleich von Herzen dauerte. Ein ähnliches Gefühl ergreiftmich stets, wenn ich einen Portraitmaler seinen Kopf erstdurch daö Glas aufreißen sehe. Beides mag wohl sicherlichnicht das Rechte seyn; denn — abgerechnet auch, daß jeneschöne Aehnlichkeit, die das Gemüth frei empfängt, abspiegeltund mit schönerer Willkühr wiedergibt, hierbei immer gestörtund mehrentheils durch die trotzige prosaische Regel eineshöchst gemeinen natürlichen Gesetzes gänzlich vertilgt werdenmuß, — kann ich mich dabei auch nie des Gedankens anDieberei erwehren; wenigstens fällt mir stets sogleich ausdem römischen Rechte das „vi, d»m, vel procario" ein. DieIdee davon mag mir wohl mein Vater einst in einem ganzschlichten Verweise mitgetheilt haben. Ich hatte nämlich denKupferstich eines Doctor Luther an der Fensterglastafel nachund nach bis auf die schwächsten Schattenlinien abgezeichnet,den er dann zu seiner Verwunderung ähnlich fand. Aber alsich ihm voll Freude meine Verfahrungsart meldete, vernich»tete er den kleinen Künstler mit den Worten: „Ja, nunglaube ich Dir wohl, mein Sohn! Aber das ist keineKunst!"
Anfang eines poetischen Genusses. Wer kenntnicht jene himmlischen Vorzeichen, in welchen sich uns dieErscheinung des Schönen blitzend verkündigt? Wenn die bür»gerliche Welt und die Prosa der Vielwisserei uns lange mitFadheit umdüstert hielten, und nun auf ein Mal ein Ton