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jeher so; und viele Menschen müssen wohl so seyn. Dochich komme wieder auf die Rache zurück. Sie endet fast im-mer da, wo sie wirklich beginnen soll, oder artet doch dannin andere Leidenschaften aus. Ich könnte wohl den Men-schen, der mir den Baker oder Sohn erschlagen, meine Ehregeraubt u. s. w., mit einem Schlage todten; aber nur mitdem ersten, schwerlich mit einem zweiten. Denn so wie ichihn (sey es auch nach jahrelangem Streben), erreiche, sobalder in die Gewalt meiner Rache gegeben ist, und endlich vordieser ungeschützt dasteht, verfliegt sie schnell, und selbst dererste Schlag wäre nicht mehr ihr Werk, sondern die Aus-geburt eines schnell wiederkehrenden, augenblicklichen Wahn-sinnes aus Schmerz oder Zorn. Der gerichtliche Klägerdringt auch bei Verbrechen meistens weniger auf die Bestra-fung (ja oft Ersatz), als auf Eingeständnis! des Sieges, derUebermacht, der Beleidigung, Sünde u. s. w. Freilich, solange die Rache komisch bleibt, kann sie bis in'ö Unendlichereizen: aber der erste Uebergang zum Tragischen wird sie fastimmer vernichten. (S. d. Art. Schadenfreude.) Hier istübrigens nur von gewöhnlichen Menschen die Rede; nichtvom Auswurfe der Menschheit. Ich glaube, daß selbst derhartgewöhnte Weltüberwinder seinem Feinde in demselbenAugenblicke Gutes zu thun anfangen wird, indem er endlichden Fuß auf den Nacken des Ueberwundenen setzt.
Schadenfreude, — oder wie soll ich jenes unreineGefühl nennen, das, ich gestehe es freil auch mich gar oftberückt hat, wenn ich bei dem Gedanken an hoffärtige, im»ponirende, mich drückende oder gering schätzende Menschen mirdiese in der Zukunft als verarmt oder gar meiner Hülfe be-dürfend dachte, mich selbst dagegen, mit wachsender Lust derPhantasie, in eine künftige, mit allen Glücksgütern reichlich