im zweiten Bande die große Note). Und so wäre ich fürmeine Person eigentlich fertig. — Aber jetzt in vollem Ernste:Pfui, ihr Unedlen! Könntet ihr jemals die schönen Flammendes fröhlichen Wahnsinnes, der sich ganz hingebenden Freund-schaft, der gemüthlichen Lüderlichkeit, des hohen Zornes überdie Welt u. s. w., deren Spure» sich nur so leicht flatterndund flockig dem Papiere eiubranntcn — euch unschätzbar, eu-ren Kindern und dem Publikum aber ärgerlich, oft lächerlich,und nie vollkommen verständlich, — könntet ihr sie zusam-menbringen, — könntet ihr in ihnen unsre Freundschaft undalles redliche Vertrauen gleichsam auf öffentlichem Markteverbrennen — o so hole euch und alles Geschreibsel der Guck-guck baldmöglichst!
Wohlthätigkeit. Ich bin nicht sehr dafür, in sofernsie nämlich Geld oder Atzung austheilt. Treibet die Teufelmit Stößen und Schlägen aus dem Menschen, damit die rei-nen Geister frei in ihm schaffen können — dann seyd ihr diewahren Wohlthäter der Menschheit! Wenn ihr mutyig undmännlich alles Böse und Elend mit Feuer und Schwert ver-folgt, — was wird dann auf Erden übrig bleiben können,als das Gute und die Glückseligkeit? Wenn ihr als reineDenuncianten, als treue Fiskale der Menschheit verfahret,dann werdet ihr edel und groß handeln — aber nie dann (s.den Art. Schadenfreude), wenn ihr euch zu faulen, furcht-samen und falschen Gnadenverschwendern herabwürdigt, diesich nur bequemes Wohlbefinden sichern, und ihre Freunde-schaar lieber aus dem Wegwürfe der Menschheit bilden, alsFeinde und Hasser dulden wollen.
Wonnigliches Leben. Es gibt Zeiten im Leben, wodem Menschen vor vielen auf einmal erscheinenden Freuden