Buch 
Genius Ernst Wagner's
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gent erst wahrhaft groß zu werden anfing, kehrte er fichgleichsam um, und sah tn's Alterthum zurück. Aber ihrwollt nicht ruhen, bis ihr sie zu Zier- und Modepüppchen,zu eures Gleichen, gemacht habt. Und doch wird es euch, soGott will, nie ganz gelingen! Denn wirklich, jeder regie-rende Fürst, ich mag mir ihn denken, oder auch schon ge-sehen haben, hat und behält dennoch für mich etwas An-tikes, und muß älter seyn, als seine kleine Zeit, besonderswenn er diese in der Folge groß machen will.

Wenn zuweilen das Gespräch und die Handlungsweisemancher Menschen nichts als trübe Erinnerungen aus derFerne wieder herbeizuführen, ja selbst jede längst geheilteWunde deS Herzens wieder aufzureißen scheinen, so gibt esdagegen andere selige Wesen, die schon durch ihre Nähe,durch ihr bloßes Da» und Umunsseyn, ihnen selbst unbewußt,wohlthuend auf uns wirken. Bilder aus der Kindheit undGötterzeit des Lebens scheinen dann plötzlich wieder vor un-serm Blicke aufzusprossen. Im Herzen tönt wie Auf-erstehung; der Schmerz versinkt; das Grab der Vergangen-heit gibt unsre werthesten Todten frei, und über ihrem Wie-deraufblühen vergessen wir Alles, was unsern Busen drückte.

Da» Gewissen ist die leise, aber ewig untrügliche Stim-me jenes himmlischen Führers im Mensche«, den ihm diebarmherzige Gottheit für seine kleine Erdenwallfahrt mit-gab. Es ist unser einziger wahrer irdischer Gott, und so