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teten Bahnen auf 40,«s sich gestellt, zusammen der Staatsbetrieb auf287,SS Meilen sich erhöht, und derselbe geht durch den Bau weitererBahnen einer beträchtlichen Ausdehnung entgegen. Im Juli 1874 be-trug die bayerische Eisenbahnschuld 266 Millionen Gulden. Die neueste,im Juni 1874 in dem Ausschusse des Abgeordnetenhauses berathene Re-gierungsvorlage forderte für weitere Linien 59,is Millionen Gulden,welche von den Kammern, mit Ausnahme der Kosten zweier zurückge-stellten Linien, verwilligt wurden, wonach die Eisenbahnschuld sich bis aufWeiteres zunächst auf etwas über 300 Millionen Gulden stellen dürfte.An Privatbahnen in Verwaltung der Actiengesellschaften befanden sicham 31. Dezember 1871: a) diesseits des Rheins die bayrischen Ostbahnenmit 87,ss Meilen, wovon 1,i Meile Grenzstrecke verpachtet, und Nürn-berg - Fürth mit 0,8 Meilen; b) jenseits des Rheins die pfälzischenBahnen mit 46,os Meilen. Im Ganzen mithin 134,2 4 Meilen Privat-bahnen in Verwaltung der Privatgesellschaften, welche Meilenzahl bis31. Dezember 1873 sich auf 159,os Meilen erstreckte und weiterer Aus-dehnung durch die Ostbahnlinien nach Böhmen rc. entgegengeht. InBayern diesseits des Rheins war also zu Ende des Jahrs 1871 dasStaats eigenthum an Bahnen doppelt, der Staatsbetrieb dreimal so großals die der Privatgesellschaften, und das erstere wird stets überwiegender.Was auch über den Antrag auf Ankauf der Ostbahnen, welchen Herrv. Schlör bekanntlich hauptsächlich mit den Jnconvenienzen der Concur-renz von Staat und Ostbahn begründet hat, nach den von den Ständender Regierung empfohlenen Verhandlungen hierüber mit der Gesellschaftbeschlossen werden mag, so dürsten wir wohl kaum irren, wenn wir an-nehmen, daß die Concession der Ostbahnen nicht mehr erfolgen würde,wenn sie nicht unter Umständen geschehen wäre, welche einst viel zureden gaben. Möchte dem übrigens sein, wie ihm wollte, so würdesicherlich die bayrische Regierung, soviel an ihr ist, nicht zugeben, daß denMotiven des Entwurfes für ein Reichs-Eisenbahn-Gesetz entsprechend denHauptlinien der bayrischen Staatsbahnen — z. B. Lindau-Hof, Ulm-München -Oesterreich, Ulm - Donauthalbahn - Oesterreich, Aschaffenburg-Würzburg-München-Tirol u. s. w. —> Privatbahnen zur Concurrenz andie Seite gesetzt werden, da die Staatsbahnen im Interesse des Landes
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