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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Krystalle

die beiden andern (Nebenaxen); die andere Figur stellt eine spitze Pyramide dar, deren Hauptaxeverlängert ist. b) Das tetragonale Prisma (Fig. 10). Dasselbe ist entweder länger oder kürzer alsbreit und oben und unten durch ein Paar auf der Hauptaxe senkrecht stehende Flächen (bb) be-grenzt. c) Combinationen: Fig. 11 ist eine Combination von drei Pyramiden, deren Flächenmit a, b und c bezeichnet sind. a ist eine gewöhnliche Pyramide, wie Fig. 9; b sind Flächeneiner viel stumpfern Pyramide, und die Flächen c gehören einer spitzern Pyramide an. Fig. 12ist eine Combination von einem tetragonalen Prisma (m) und einer tetragonalen Pyramide (p).

3) Das rhombische System hat drei aufeinander senkrechte Axen, welche sämmtlich un-gleich sind. Keine Axe hat hier den Vorzug vor der andern; man kann jede als Hauptaxe und

Fig. 7.

Fig. ».

Fig. !>.

Fig. io.

die beiden übrigen dann als Nebenaxen betrachten. Der Querschnitt eines solchen Krystalls iststets ein Rhombus. Die beiden aufeinander rechtwinkelig stehenden Nebenaxen bilden die Dia-gonalen des Rhombus (Fig. 13, bb, in in). Da die eine immer kürzer als die andere sein muß,so unterscheidet man sie als Brachydiagonale (bb) und Makrodiagonale (inin). Hauptformensind: a) die rhombische Pyramide (Fig. 13) mit acht dreieckigen Flächen und sechs Ecken; b) dasrhombische Prisma (Fig. 14) mit vier rechteckigen Seitenflächen, welche oben und unten durchzwei auf der Hauptaxe senkrecht stehende rhombische Grundflächen begrenzt sind; c) das rectan-guläre Prisma (Fig. 15), begrenzt von sechs rechteckigen Flächen, von denen die zwei gegen-überliegenden stets gleich sind. ä) Combinationen: Fig. 16 ist eine Combination eines rhom-bischen Prismas in in mit zwei sogenannten Domen (a und b), d. h. schrägen, dachförmig auf-

Fig. 18.

Fig. 12.

Fig. 11.

Fig. 14.

gesetzten Flächen, welche entweder mit der Makrodiagonale oder mit der Brachydiagonale parallelgehen (Makrodoma und Brachydoma).

4) Das hexazonale System hat vier Axen und zwar drei gleich große Nebenaxen,welche einander unter Winkeln von 60° schneiden, und eine darauf senkrecht stehende Hauptaxe,welche länger oder kürzer ist als jene. Auch die Krystalle dieses Systems sind nach einer Rich-tung hin, nämlich nach der Richtung der Hauptaxe, anders ausgebildet als nach den übrigen.Die Hauptformen sind: a) die hexagonale Pyramide (Fig. 17). Sie ist von zwölf gleichschenkeligenDreiecken begrenzt und hat acht Ecken; .der Querschnitt ist stets ein reguläres Sechseck; dieKanten desselben (b) heißen Randkanten und die Verbindungskanten zwischen den Ecken des