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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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168
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168 Lampen

unterhalb des untern Dochtendes hinausragt, so wird dadurch eine Verlängerung des Brennersnöthig, welche bei dem Sinumbrabrenner entbehrlich ist. Dafür aber ist bei letzterm das Zuggla^nicht auf- und abwärts verschiebbar und daher eine Regulirung der Flamme nur durch Heraus-oder Hineinschrauben des Dochtes möglich.

Bei den bisher beschriebenen Lampen lag der Oelbehälter entweder in gleicher Höhe desDochtes oder oberhalb desselben, und der Oelzufluß wurde nur durchdie Schwere des Oels und die Capillarität des Dochtes bewirbDie Uebelstände, welche dadurch veranlaßt werden und namentlichin dem Schattenwerfen des Oelbehülters beruhen, suchte mandurch zu umgehen, daß man den Oelbehälter mehr oder weniger liesunterhalb des Brenners anbrachte und den Zufluß des Oels durchmechanische Kraft bewirkte. So entstanden die sogenannten Druck'

oderP u mpl am p e n, weiche alle das Gemeinsame haben, daß während

des Brennens eine überflüssige Quantität von Oel zum Dochte hin-aufgeleitet wird und dann theilweise wieder zurück in denbebälter fließt. Wir betrachten von den hierher gehörigen Lampe»nur folgende drei.

Fig. 18 zeigt eine jetzt besonders für Äüchenlampen gebräuchlicheConstruction, welche in ihrem Aeußern einige Aehnlichkeit mit einemauf einem Leuchter stehenden Lichte hat. Dieselbe besteht aus zw^Cylindern. A wird von einem hohlen Fuße 6 getragen; B ist ei»engerer, unten geschlossener und oben mit einer einfachen Tülle ver-sehener Cylinder, welcher in A ein Stück weit hineingedrückt werde»kann. Durch den Boden von B geht ein Blechrohr bis beinahea»den Deckel und ist unten bis beinahe auf den Boden des Fußes 6verlängert, wo es in ein kleines Federpumpwerk an eingreift. Letz-teres ist ein Cylinder von etwa derselben Weite wie B; er ste^auf der Mitte des Bodens von 0 und ist an seinem untern Um-fange durchlöchert. Eine Feder steht mit dem abwärts gehende»Rohre b in Verbindung und kann durch dieses hinabgedrückt wer-den, während sie beim Aufhören des Druckes das Rohr b sammt B wieder in die Höhe treibt-Außerdem ist am obern Ende der Feder ein sich nach oben öffnendes Ventil angebracht. DerFuß und der untere Theil des Cylinders A werden mit Oel gefüllt. Drückt man nun d»^Rohr B hinab, so tritt das Oel, welches innerhalb des Cylinders aa steht, in b in die Höhe-Unmittelbar darauf hebt sich B sammt b wieder, und dadurch wird Oel aus dem Fuße C in ve»kleinen Cylinder an hineingezogen, welches abermals bei dem nächsten Drucke in b aufsteigt, und f°

fort. Auf diese Weise treibt man durch eine Reihevon Stößen das Oel aus dem Fuße 6 allmählichin den obern Cylinder B und füllt diesen dadurch-Der Docht, welcher durch die Tülle in B hinci»-hängt, hat somit Nahrung. Sobald aber das £> cverzehrt ist, muß man wieder von neuem den Cy-linder B durch Pumpen füllen. Da manwissen kann, ob genügender Vorrath von Oel vor-handen ist, so setzt man das Pumpen so langebis das Oel durch die Tülle überfließt. Dies fliehvon selbst in den weitern Cylinder A und l 0TTtttin den Fuß 0 zurück.

Für Lampen, welche zur Beleuchtung größer^Räume dienen sollen, reicht diese Art von Pump'werk nicht aus; denn es laßt sich hierbei nichtlich ein Brenner anbringen, welcher den Ans^'derungen einer rationellen Beleuchtung entspräche. Daber entstanden andere Lampen, welcheihrem Zwecke bester genügten, so namentlich die Carcel- ober Uhrlampen, welche den Reu»e»ihres Erfinders tragen. Wir bilden von einer solchen Lampe nur das Pumpwerk ab, und zw»nur denjenigen Theil, welcher wirklich das Oel hinambelördert. In Fig. 19 ist A der Bode»des Oelbehälters. Oberhalb dieses in dem Oelkasten selbu sieht ein geschlossener,Kasten B so, d»»

Fig. 18. Einfache Pumplampe.

Pumpwerk der Carcellampe.