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j^tyen nicht mehr ausreichten. Deshalb mußten neue passendere Constructionen gefunden werden,auch diese Leuchtkraft zu verwerthen. Die hierher gehörigen Oele sind vorzüglich die Producter trockenen Destillation der Braunkohlen, der Steinkohlen, der bituminöse Schiefer, das soge-f ” nte und das Terpentinöl. Alle diese Stoffe sind leichter entzündlich als das Rüböl, da^° n ^ uicht allzu hoher Temperatur in Dampf verwandeln. Wollte man dieselben^ her aus gewöhnlichen Lampen brennen, bei denen das Oel im Brenner ziemlich hoch steht, so^ urde sehr bald durch die Wärmeleitung des Metalls eine größere Menge des Luftstvsis in Dampf^wandelt werden, und das Eintreten von Explosionen oder wenigstens von Entzündungen wäre. ?"^ueidlich. Derartige Oele dürfen demnach entweder gar nicht aus gewöhnlichem Brennerih »n""t werden, oder sie müssen doch wenigstens ziemlich tief unter dem obern Ende des BrennersAiveau haben. Letzteres gilt unter anderm von dem Solaröl, welches von den flüchtigen Oelenb wer noch das mindestflüchtige ist nnd sich ohne Docht nicht leicht entzündet. Daher kann manzur Noth auch aus gewöhnlichen Lampen brennen; die leichter flüchtigen Stoffe aber,e ä* B. Photogen oder Erdöl, müssen von der Flamme immer durch einen viel größern Zwischen-ä'tm getrennt sein, weshalb man meistentheils sehr lange Dochte anwendet und den Brennstoff^t unterhalb des Brenners in Glasgefüßcn aufbewahrt.
Wir bilden in Fig. 21 eine Camphinlampe ab.A ist das gläserne Oelgefäß, welches oben mit einer Mes-singfassung versehen ist, auf der die Vorrichtung für denBrenner B ausgeschraubt werden kann. Diese bestehtaus einem Messingcylinder, der an seinem untern Theilerund herum durchlöchert ist. Innerhalb desselben befindetsich ein anderer engerer Cylinder 6, und um diesen Raumist die Tochthülse c mittels einer gezahnten Stange durchden Trieb 8 auf und ab verschiebbar. In unserer Figurist sowol die Zahnstange als auch der Docht weggelaffen.Letzterer wird gewöhnlich ziemlich lang genommen, sodaßer noch die letzten Portionen von Oel aus dem GefäßeA aufsaugen kann. Eine Eigenthümlichkeit bei der Con-struction dieser Lampen ist die kreisförmige Scheibe b,welche auf einem Stäbe f so befestigt ist, daß sie ein we-nig oberhalb des Brenners sich befindet. Der Zweckdieser Einrichtung wird aus dem Folgenden alsvald klarwerden. Man füllt den Oelbehälter mit Camphin, ziehtden Docht auf die Hülse und schraubt ihn bis oben an dieOberfläche des Brenners. Zündet man nun das Oel an,so würde es ohne die Scheibe b eine sehr stark rußendeFlamme geben,da das Camphin ein sehr kohlenstoffreichesBrennmaterial ist und verhältnißmäßig viel Sauerstoffzu seiner Verbrennung verlangt. Alles kommt daherdarauf an, einen so starken Luftzug zu bewirken und dieeintretende Luft so in die Flamme hineinzudrücken, daß* l !* e vollkommen rauchfreie Flamme entsteht. Dazu eben dient die Scheibe 1>. Die Flamme muß.^Wlich utn ^j e j c hcrumbrennen; die Luft affo, welche von innen durch den Docht empor-^'3t, muß sich flach unterhalb der Scheibe ausbreiten, wodurch eine große Fläche der Flamme>t der Lust in Berührung kommt. Außerdem strömt nun auch zwischen dem Zugglase und der^amme Luft und zwar sehr dicht daran vorbei. Beide Luftströme begegnen einander und schneidenim ^^wme förmlich rund ab, sodaß eine ganz gleichmäßige und ruhig brennende Flamme mitlt) , Eüsivem und weißem Lichte entsteht. Da der Docht bis in die Flüssigkeit hineinragt, aber, wiew eben sahen, Luft durch sein Inneres hindurchdringen muß, so geht es nicht, daß er seinersch^^v Länge nach hohl ist, denn sonst würde eben keine Luft durch ihn aufsteigen können. Mandaher seitlich auf, zieht ihn über die Dochthülse und näht nur ein kurzes StückÜ 011 oben wieder zusammen. Wegen der niedrigen Verbrennungstemperatur des Camphinslelh^ nur eine sehr unbedeutende Berkohlung des Dochtes statt, sodaß man nicht nöthig hat, den-Dvii? ä u verschneiden, weshalb auch eine andernfalls sehr umständliche Erneuerung desnur selten zu geschehen braucht. Die Camphinlampen zeichnen sich besonders durch dasddend weiße Licht ihrer Flamme aus. Allein theils ist ihr Gebrauch in Fällen, wo man nicht
Fig. 21. Camphinlampe.