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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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172
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172 Lampen

auf eine ganz sorgfältige Behandlung rechnen kann, wegen der leichten Entzündbarkeit des Stoffssehr bedenklich, und anderntheils steht auch das Brennmaterial in ziemlich hohem Preise, sodopes beinahe Luxuslampen geworden sind, welche man in neuerer Zeit immer weniger anwende -Dagegen haben die in der allerneuesten Zeit bekannt gewordenen Lampen, welche zum Vrr-brennen des amerikanischen Erdöls geeignet sind, bereits eine große Bedeutung gewonnen »nwerden, falls die Hülfsquellen dieses Brennstoffs nicht wieder versiegen, voraussichtlich eine sewweite Verbreitung finden. Das Oel, welches an einigen Stellen Nordamerikas in ganz außer-ordentlichen Maffen aus der Erde quillt, ist eine Art von Bergöl, Steinöl oder Petroleumund wahrscheinlich ein Zersetzungsproduct unterirdischer Kohlenlager. Es besteht aus mehrerenKohlenwasserstoffen, welche sich durch verschiedenartige Flüchtigkeit voneinander unterscheiden.Theil desselben ist Benzin. Dieses wird zuvörderst durch fraetionirte Destillation entfernt, undas zurückbleibende Oel hat dann einen Siedepunkt von über 100°. Es brennt nicht, wenn nwNes ohne Docht durch Annäherung einer Flamme zu entzünden versucht, ja nicht einmal, wennman einen brennenden Span hineinhält. Dagegen entzündet es sich, sobald es vorher etwaerwärmt wird. Der Kohlenstoffgehalt ist ziemlich beträchtlich, daher ist auch die Leuchtkraft ein?

Fig. 22, Lampe für amerikanisches Erdöl.

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sehr große, und aus demselben Grunde muß bei den Lampen eine ähnliche Vorkehrung getroffensein wie bei den Camphinlampen, damit ein sehr reichlicher Sauerstoffzutritt möglich wird. Dwdazu paffenden Lampen werden bisjetzt nur in den Vereinigten Staaten fabrizirt und sind außer-ordentlich zweckentsprechend. Sie kommen mit dem Oelc gleichzeitig auf den europäischen Marsund werden zu verhältnißmäßig sehr niedrigen Preisen geliefert. Auch der Brennstoff selbstim Vergleiche mit Rüböl, Camphin u. s. w. billig und brennt ziemlich sparsam, sodaß die Be-leuchtung .durchschnittlich etwa nur die Hälfte der Kosten verursacht wie die Beleuchtung 11 ''Rüböl. Die Eigenthümlichkeit der Lampenconstruction erkennt man aus Fig. 22. Der Dowist ein flacher, welcher sich in der Hülse a durch ein einfaches Zahnrädchen 1i auf- und abschraubenläßt. Er ist in einer Fassung c befestigt, welche sehr vielfach durchlöchert ist. Oberhalb des Brenner-endes wölbt sich eine kleine Kuppel, welche querüber oben einen elliptischen Spalt c hat und «ndem untern Theile ihres Umfangs bei s ebenfalls durchlöchert ist Ein Zugglas von eigenthrun-sicher Form d umgibt die Flamme. Man schraubt den Docht ein wenig heraus und zündet ihn äff'Da die Flamme sehr dünn und verhältnißmäßig breit ist und von allen Seiten her durchvielen Oeffnungen Luft herbeiströmt, welche zum größten Theile nur durch den Spalt in de