Lalidschaftsgürtnerei 175
bet STBiefenquelle, mit dem höchsten Gasgehalte, nur zu 0,oi5 Kubikzoll im Pfunde enthalten ist,- h- höchstens zum zehnten Theile der sonst geringsten Menge. Sonst enthält das Mineral-^c>ster Landecks noch schwefelsaure, phosphorsaure und kohlensaure Alkali- und Erdsalze, eineund Mangan, zusammen 1,122 Gran im Pfunde. Die Temperatur schwankt zwischen23° R. Von den sechs Quellen Landecks werden der Marianenbrunnen und die Wiesen-Melle zum Trinken, die andern nur zu Bädern benutzt; ferner verwendet man das den Quellen^strömende Gas, die Moorerde der Umgebung, welche in 1000 Theilen etwa 10 Theile^.lensaures und schwefelsaures Natron und Kochsalz enthält; endlich liefert die Molkenanstaltbin vor vielen andern vorzügliches Product. &ie Wirkung dieser Thermen ist die allerölsserenten Wässer: sie wirken anregend auf die Thätigkeit der Haut, befördern den Blutlaus' derselben, und eS bilden vorzüglich die kältern einen entschiedenen Reiz der in der Haut ver-/>ufenden Nervenenden. Ebendadurch äußern sie sich als Belebungsmittel des Organismusnd, öerbefierit die Blutbereitung. So verwendet man sie in Form von Bädern gegen rheu-atische und gichtische Anschwellungen (doch dürften für einen solchen Fall andere wärmereUellen vorzuziehen sein), bei Anschwellung einzelner Organe des Unterleibs u. dgl. Innerlich>rd das Wasier neben einer Jnhalationscur bei chronischen Katarrhen des Kehlkopfs und derNdern Athmungsorgane gebraucht; endlich empfiehlt man es auch gegen Darmträgheit undbe Folgen, doch möchte seine Wirkung nach dieser Seite hin wol zu schwach sein. Die Saison^Uert von 1. Mai bis 30. September, doch ist auch im Winter Gelegenheit zum Curgebrauch.Ahnungen bieten die Gasthöfe für 3 — 6 Thlr. wöchentlich und außer diesen eine große An-Privathäuser für 1 — 10 Thlr. je nach den Anforderungen. Für 1 Thlr. per Tag kann^ sich in Landeck anständig beköstigen. Die Ziegenmolke des CurortS ist, wie erwähnt, aus-"bzeichnet, alle andern Erfordernisie zum Curgebrauch allseitig zufriedenstellend.
^ 8andschaftsgärtnerci. Repton, ein englischer Gartenkünstlcr, brauchte zuerst diesen Aus-'Uck. Während seine Vorgänger, Kent und Brown, Gilpin und Price, excentrisch bei derselben^sgabe verfahren waren, suchte Repton allen Anforderungen gerecht zu werden, indem er die^"öschaftsgärtnerei „in der angenehmen Vereinigung von Kunst und Natur, dem Gebrauche desAnsehen angepaßt", suchte. Diese angenehme Vereinigung hat vorzüglich die Ausgabe, dieCe netie zu verbessern, die vorhandenen Schönheiten zu entfalten und neue zu schaffen. Es sindar über Landschaftsgärtnerei viele Bücher und Abhandlungen in Journalen geschrieben, aberiell Landschaft-gärtner sind darin einig, daß es nur eine einzige Hauptschule gibt, in die der-gehen muß, solange, so oft er irgend kann. Diese jedermann offenstehende Musterschule^ Natur. Der angehende Künstler muß reisen und wieder reisen, er muß die Totalesfecteschönsten Gegenden in sich aufnehmen und darauf in ihre einzelnen harmonisch aufeinanderWenden Bestandtheile zerlegen. Nichts ist wichtiger, um sich für diese Auffassung auszubilden,zeichnen und, wo irgendmöglich, auch etwas zu malen. Nach einiger Zeit gewöhnen sich^ ^gehenden Landschastsgärtuer daran, sich jedes Terrain als ein solches vorzustellen, welchessg e men Park umzuwandeln ist. Wer nun eine Zeit lang sich so vorgebildet, der gehe dazu über,^rkz zu studiren. Es gibt gewisse Terrains, die selbst dem blödesten Laien mit Macht diej^alt dieser Thätigkeit predigen. Nicht immer sind es die größten. Eine bekannte Thatsache^ eg ' daß einer der gefeiertsten Landschaftsgärtner beim Anblick der Scenerie um den Teich aufg/^'bziger Promenade, von Gelleres Monument aus, plötzlich vom Geiste der Landschasts-t>c^ e ^i stch belebt fühlte. Eine Tour durch die Umgegend von Potsdam wird jeden unmittel-^ kühlen lassen, wie hier eine elegische, dort eine heitere Stimmung angeregt wurde und wieß dem tiefsten Urtheil alles aufgeboten ist, jede Naturschönheit richtig in den Vordergrund zujjj en - Der Park von Muskau und zahlreiche Parks Englands und Schottlands sind berühmtea 9rterc für alle, welche verfeinerte Naturgenüffe zu faffen verstehen,j, älucb mathematische, physikalische und architektonische, wie nicht minder gewisse botanischesind unumgänglich nöthig. Ist endlich einerseits ein sinnig-beschauliches, poetischesfty*. ^ eine Himmelsgabe, die den Gärtner in seinen schöpferischen Leistungen wunderbar unter-^ick" k slr f derselbe doch nie vergessen, sich, und sei es nur zum Verkehr mit seinen
Clienten, mit dem Harnisch der Sicherheit und Festigkeit zu wappnen. Eine Dame, dieBücher über Landschaftsgärtnerei gelesen, ist einer der größten Schrecken für den Künstler,daß hnrb 1 "’ c versäumen zu entwickeln, daß diese oder jene Krümmung zu stark oder zu schwach,k'ne Ct dvum zu viel Licht, jener zu viel Schatten habe. Gegen diesen Dilettantismus gibt esRettung als Entschiedenheit. Nicht wenigen Besitzern der reizendsten Anlagen wird^ kvlche Quälerei die Freude an ihrem bisher so lieben Eigenthum geraubt. Es gibt wenig