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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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210
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210 Segnungen

und zugerichtet. 2) Ordinärroth. Die Häute werden im Troge mit einer Losung von 1Alaun und V» Unze Weinstein für jede Haut behandelt. Die Farbe besteht aus einer Abkochungvon Brasilienholz, welcher eine Zinnsolution folgt. 3) Gelb. Klein geschnittene BerberitzenwM'zfwird mit Wasser gekocht. Damit werden die Häute gefärbt, nachdem man sie vorher durch ^Alaunbad und durch ein verdünntes Solutionsbad hat gehen lassen. Die Concentration der Mbbestimmt die Nuance des Gelb. Zu Citronengelb nimmt man gewöhnlich indisches Gelbholz odeQuercitronrinde mit Alaun. 4) Grün. Hierzu braucht man Abkochungen von Gelbholz MBerberitzenwurzel, ein Alaunbad und eine Auslosung von Indigo, welche man theils gemisawtheils nacheinander anwendet, bis die gewünschte Nuance herauskommt. 5 ) Choco laden bra»N'Ein Absud von Fernambuk wird mit einer geringen Menge einer Schwarzbrühe versetzt,man erhält, indem man 2 1 / a Kubiksuß Weizenkleie, 20 Pfd. geröstetes Eisen, 8 Pfd. Erlenri»^und 10 Pfd. zerkleinertes Gelbholz mit Wasier bei mäßiger Wärme 10 Tage lang stehen wHiermit werden die Felle so lange behandelt, bis sie intensiv genug gefärbt sind. 6) Aschgr^Man verdünnt die eben erwähnte Schwarzbrühe stark mit Wasser und bringt die Felle, nachdc"sie in dieser Lösung durchgenommen worden sind, in ein Bad aus sehr verdünnter Schwefelsäutf-wonach sie gefärbt und mit Oel eingestrichen werden. Die Menge der Schwarzbrühe bedingt d>Tiefe der Farbe. 7) Olivenfarbe. Man braucht hierzu eine Abkochung von indischem ® cl 'holz, eine andere von Berberitzenwurzel, ein Alaunbad, Schwarzbrühe und eine schwefelst^Jndigolösung von 1 Thl. Indigo auf 4 Thle. Schwefelsäure, mit 15 Thln. Wasier verdünn^Das Gelbholzbad wird für jede Haut, die man färben will, mit % Unze des Alaunbades, %der Jndigolösung und % Unze Schwarzbrühe versetzt. Die Felle werden darin durchgenoninN'und zuletzt im Berberitzenbade ausgefärbt. 8) Schwarz. Man kocht 5 Unzen Campech^,'und y 4 Unze Flohsamcn auf jede Haut mit Wasser aus, sodaß man etwa 75 Unzen Flüsl'Nf'erhält. Hierin werden die Häute durchgearbeitet; dann kommen sie in ein Bad, welches zur Häü .aus der oben erwähnten Schwarzbrühe, zur Hälfte aus Wasier besteht, und zuletzt in ein dritt^Bad aus Schwarzbrühe mit Eisenvitriol. Dies wird mehrmals wiederholt. 9) Blau wird i" 1schwefelsaurer Jndigolösung gefärbt, die je nach Bedürfniß mit Wasser verdünnt wird; einbad muß hierauf folgen. Für das Färben mit der Bürste wendet man dieselben Färbemittel al 'welche nur ein wenig anders gemischt und zubereitet werden. . s

Während das oben Erwähnte für Saffian und Maroquin gilt, muß Glaceledcr etwas and^bearbeitet werden, aber auch hier bleiben die Färbesubstanzen ziemlich dieselben; es würde zu lcCführen, die Einzelheiten des Verfahrens auseinanderzusetzen. Nach dem Färben muß jedes Lebeine Appretur erhalten, welche wieder je nach der Bestimmung der Waare eine verschiedene ^

Eine besondere Sorgfalt erfordert das Lackiren des Leders, wenn das Präparat den Anst^derungen entsprechen soll, die man an dasielbe stellen muß. Das Lackiren besteht beimwie bei jeder andern Substanz, in dem Auftragen einer Lackfarbe (s. Firnis), nur kommt W r ^besonders in Betracht, daß der Lack durchaus nicht spröde sein darf, damit das Leder Biegungvertragen kann, ohne zu brechen. In neuerer Zeit, wo außerordentlich viel lackirtes Leder jSchuhwerk verarbeitet wird, ist das Verfahren sehr vervollkommnet worden, und man bereisnamentlich in Frankreich eine Sorte von schwarzem Lederlack, welcher außerordentlich glän)^ 'fest und so geschmeidig ist, daß selbst bei der stärksten Biegung kein Riß im Ueberzug entste^Die Zubereitung dieser Lacke ist meistens Fabrikgeheimniß, weshalb sich etwas Specielleres dar" 1nicht anführen läßt.

Segirullgcil. Die meisten Metalle lassen sich, am leichtesten durch Schmelzung, zu durchs,gleichförmigen Mischungen, in denen auch dem bewaffneten Auge die einzelnen Bestandtb^nicht mehr erkennbar sind, vereinigen. Man nennt diese Metallcompositionen im allgemeüLegirungen und bezeichnet nur eine besondere Gruppe derselben, die quecksilberhaltige"-..^Amalgame. Ob diese Legirungen, deren man schon eine große Zahl dargestellt hat, <fc e,n H c iiVerbindungen oder nur innige Gemische sind, ist eine Frage, welche die Chemiker seit langer öbeschäftigt hat, ohne bisjetzt endgültig gelöst zu sein, da sich ihrer Beantwortung erhebliche M ^Schwierigkeiten entgegenstellen. Die Verwandtschaft der Metalle zueinander ist im allgcwenso gering, daß die Erzeugung von nach bestimmten chemischen Proportionen zusammengrstkLegirungen nur in vereinzelten Fällen geglückt ist; andererseits sprechen indeß eine Mengefachen dafür, paß wir wahrscheinlich in allen Legirungen constante chemische Verbindungennehmen müssen, von denen «ntweder mehrere miteinander gemengt, oder welche in einemschusse des einen Metalls aufgelöst sind, und die Mannichfaltigkeit der zwischen einzelnen Meta