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Sebet. In dem Art. Gerberei ist über die Fabrikation des Leders ausführlich gesprochen"b ebenso die Natur des Fabrikats im allgemeinen beschrieben. Indem wir darauf verweisen,Kränken wir uns hier, die hauptsächlichsten Ledersorten sowie einige Surrogate zu erwähneno über die nachträgliche Zubereitung des Stoffs so viel, als zur Orientirung des Laien erfor-sch ist, zu sage».
Tas Rindleder findet eine sehr ausgedehnte Anwendung und dient je »ach der Art seinerübereitung den verschiedenartigsten Zwecken. Lohgar ist es das bekannte Sohlleder, zur Fabri-^«on von Schuhwerk beinahe unentbehrlich, oder Fahlleder, aus den Häuten von jungemMdvieh oder Küben bereitet und nach dem Gerben mit mehr Sorgfalt zugerichtet, sodaß es einE?'chmäßigeres Ansehen gewinnt. Letzteres dient namentlich zu Riemer- und Sattlerarbeiten.. "hgares Rindleder wird von Sattlern zu Riemenzeug, Taschen u. dgl. verarbeitet. JuchtenM ist bcfontoerS zubereitetes Rindleder. Das Kalbleder unterscheidet sich vorn Rindleder, Ut durch größere Geschmeidigkeit, Weichheit und geringere Stärke; es dient (lohgar), wie be-zu Oberleder für Schuhwerk, außerdem zu Täschner- und Sattlerarbeiten aller Art, gefärbt^ Portefeuillefabrikation u , s Pferde- (Roß-) Leder ist fester als Kalbleder und wird^euerlich (lackirt) viel zu Schuhwcrk verwendet; auch Sattler benutzen es zu Koffern, Reisetaschenw. Es ist gewöhnlich genarbt und hat ein gutes Aussehen. Ziegenleder kommt lohgar^Gorbiia» (f. d.) und Saffian (s. d.) vor; weißgar gibt es die verschiedensten Sorten^dddschuhleder. Schafleder ist von den genannten Sorten am wenigsten haltbar und dientlt *dalb zur Herstellung billigerer Waaren, wird auch wol hier und da statt Ziegenleder zu Saffiandgl. verarbeitet. Lohgar benutzte man es viel zu Eiubänden von Büchern, während man jetztf . ec S u meistens bereits gefärbtes und gepreßtes Schaf- oder Kalbleder verwendet; weißgar wird^ Zum Putzen von Glas und Metall, zum Streichen von Pflastern in der Pharmacie u. dgl.^dutzt. Außer den genannten Ledersorten verwendet man auch noch die gegerbten Häute mancher^dern Thiere, allein bei weitem nicht in so großem Maßstabe; so namentlich das Hirschleder zu-U»dschuhcn, ebenso Rehledcr, ferner Gemsleder u. dgl. Auch Schweinsleder wird benutzt, be-^derz ju alle» t> cn Fällen, wo es darauf ankommt, ein dünnes und dabei doch festes Materialdabei,. Endlich ist noch das sogenannte Abdeckerlcder zu erwähnen, d. h. Leder aus den Häutenbastener Tbiere.
Äei weitem die größte Maffe des Leders wird in gefärbtem Zustande verwendet und zwarei. ^der glatt oder verschiedenartig gepreßt, genarbt oder lackirt. Das Färben des Leders bildet^besondern Industriezweig, und nur selten ist derjenige, der das Leder verarbeitet, genöthigt,im ^"ben selbst vorzuncbmen; bei alledem ist es von Jntereffe, die Materialien zu kennen, welcheHervorbringung der Farben dienen. Es sollen dieselben hier kurz angegeben werden, jedochÜbergebung aller Einzelheiten der praktischen Ausführung. Wir folgen darin der trefflichen
Listing von Prechtl in dessen „Technischer Encyklopädie".
(•$- ' i_a * Färben geschieht entweder so, daß man die ganzen Felle in die Farbflüsfigkeit eintauchtaus dem Troge), oder indem man dieselben nur mittels einer Bürste auf der einen Seite^^ beslreickt (Färben mit der Bürste). Im erster» Falle arbeitet man die zusammengelegten^ * >n dem mit warmer Farbe gefüllten Troge stark und gleichmäßig durch und wiederholt dies^.^Nlals hintereinander, bis fie gehörig imprägnirt sind. Bei den einzelnen Farben wird dannin d Zurichten in etwas verschiedener Weise vorgenommen. Dann salzt man sie ein und läßt sie^.^nen, Bottich 5—15 Tage liegen; sie werden hierauf gewaschen, ausgestrichen und soI^^üuengelegt, daß die Narbcnseite nach außen kommt. 1 ) Feinroth. Die Farbe besteht aus"zen Gelbholz, ebenso viel Fernambuk, 4 Unzen Potasche und 170 Psd. Wasser. Nachdeni
>vi-> Mischung niedrere Stunden gekocht bat, wird sie abgezogen, mit 30 Unzen Sumach versetzt,Eber • - "
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Er eine Viertelstunde gekocht und nach abermaligem Zusatz von 8 Unzen Kugellack eine Biertel-' iang gekocht; endlich setzt mau noch 4 Unzen Flohsamen, 15 Unzen florentiner Lack, 4 Unzen^Mverien rothen Arsenik, 9 Unzen Cochenille, 4 Unzen Weinsteinrahm und 5 Unzen gepulverten; ^(iack hinzu, während man nach jedem dieser Zusätze wiederum * 4— ] /- 2 Stunde kochen läßt.eise - ^bt man die Hänte und nimmt sie dann in ein Bad, welches auf jede Haut 1 % Unzegez- ^w» Alaun und ' 8 Unze Weinstein in der nöthige» Menge Wasser gelöst entbält. HierzuEin Zinnsolutionsbad, welches man herstellt, indem man 18 Unzen SalpetersäureZ- Unzen Salzsäure vermischt und darin Zinn in kleinen Portionen so lange auslöst, bis diew re ^sättigt ist. Alle drei Flüssigkeiten, Farbe, Alaunbad und Zinnbad, werden abwechselndEwals hintereinander angewendet, nachher das Leder gut ausgewaschen, im Schatten getrocknetQlI ^ = und Familien Lexikon. V. 14