Lokomotive
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fiit ^ ventilirt. Denn immer gab es noch viele, welche den Transport durch Pferde
tz^^^theilhafter hielten. Endlich entschied man sich für die Locomotive, und es wurde ein PreisSt ^00 Pl- St. für die beste auf dieser Bahn zu gebrauchende Locomotive ausgeschrieben,^^bnsvn natürlich betheiligte sich bei der Concurrenz und sann darauf, vor allem die Maschinewirksamer zu machen, daß er ihr eine größere dampferzeugende Kraft verlieh. Dies konnte,bereits das Dampfgebläse angewendet war, nur durch Vergrößerung der Heizflächein werden. Hierzu waren nun bereits früher bei stehenden Maschinen sogenannte Röhrenkessel"'"^"buug gebracht, d. h. Keflel, bei denen das Wasser in vielen engen Röhren circulirte,tat ,aU ^ en öon 8^uer umspielt waren. Auch Trevethick hatte sich früher schon eine Locomotive^"liren lassen, welche nach ähnlichem Princip construirt war, ohne daß eine solche jedoch jemalsä>vrden war. Stephenson erkannte dieses Mittel in der That als das einzige, welches zumg ei( . e ^ren konnte. In Verbindung mit seinem Sohne, dem später so berühmt gewordenen Jn-^ 'kur Robert Stephenson, erdachte er die heute noch im Gebrauch befindliche Construction desröl, "Ekffels, wie er oben beschrieben worden ist, welcher also nicht mit Siede-, sondern mit Rauch-ktt*" ^9'ehen ist. (S. Dampfkessel.) Die Locomotive, welche zur Concurrenz bestimmt war,J ^ durch den Kessel gehende kupferne Röhren von 3 Zoll Durchmesser. Der Kessel warSeit 6 Fuß lang und hatte 3 Fuß 4 Zoll Durchmesser. Zwei Cylinder waren auf jeder^ie sm 6 ? ^lsi'ls schief angebracht, und ihre Kolbenstange übertrug die Kraft direct auf die Räder.Zj.^Bchine hatte ein Gewicht von 4y 2 Tonnen und ruhte auf vier nicht gekuppelten Rädern.
Maschine hieß Rakete und trat im OctobK des Jahres 1828 auf den Kampfplatz. Diejungen, welche von der Gesellschaft gestellt worden waren, lauteten folgendermaßen:
Gx. ^ Die Maschine muß ihren eigenen Rauch verzehren. 2) Die Maschine, wenn von einem20 ^* von 6 Tonnen, muß Tag für Tag (mit Einschluß des Tenders und des Wasserbehälters)kth! nnCn ^'vicht mit einer Geschwindigkeit von 10 Meilen in der Stunde ziehen können: dabeiDruck des Dampfes auf den Kessel nicht 50 Pfd. per Quadratzoll überschreiten. 3) Derkrs "'"b zwei Sicherheitsventile haben, wovon keins durch ein Gewicht niedergehalten werdenkd ^ovon eins gänzlich dem Bereiche des Maschinisten entzogen bleiben muß. 4) Maschinekz m^'el müssen von Federn getragen werden und auf sechs Rädern ruhen; auch darf die Höhe. ^vzen bis zur Spitze des Schornsteins nicht über 15 Fuß betragen. 5) Es darf die Maschine® a M er vicht über 6 Tonnen wiegen; eine minder schwere Maschine aber, die eine ver-keo .äfiigc Last hinter sich herzöge, würde vorgezogen werden; würde sie blos 4% Tonnenkii q'J° brauchte sie auf nur vier Räder gestellt zu werden. Der Gesellschaft muß es frei stehen,burch einen Druck von 150 Pfd. auf den Quadratzoll zu prüfen. 6) Einz«II b^bermanometer muß an der Maschine sein, um den Dampfdruck über 45 Pfd. per Quadrat-ur 7) Es muß die Maschine spätestens am 1. Oct. 1829 vollständig und in einem
Äi^-/?rvbung geeigneten Zustande am liverpooler Ende der Eisenbahn stehen. 8) Es darf die^sve „icht über 550 Pf. St. kosten.
^Ubi* 6 Erlangte Geschwindigkeit war somit nicht übertrieben, und dennoch hielten viele der Un-0^8*« dieselbe für chimärisch. Die drei Concurrente» der Locomotive waren: Rovelty, voniutjj '° n erbaut, der Sanspareil von Hackwort und die Perseverance von Brustall. Die RaketeHi(j)t Atzten Tage uud überholte die übrigen alle. Sie legte durchschnittlich in der Stundekt tu o' ^°"bern 15 Meilen zurück, und ihre größte Geschwindigkeit, welche sie unterwegs erreichte,H 29 Meilen, also etwa das Dreifache von dem Verlangten.
!ch^?".d>esem Tage an war der Sieg für die Locomotive entschieden. Sie hatte sich vollkommenZweigt und selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Stephenson stand auf dem^8ef^emes Ruhms. Vor einer ungeheuern Menschenmenge war der Locomotivenwettkampf^er ^bvt worden, und die Nachricht davon verbreitete sich alsbald über die ganze civilisirte Erde.^ et ^verpool-Manchester Bahn schritt inzwischen auch seiner Vollendung zu, und dief 011 * 1 am 15. Sept. 1830 statt. An diesem Tage standen schon acht von Stephensonvcoinotiven bereit, mittels deren die Bahn dann befahren wurde. Nachdem dieses Untcr-^>se„^, 9 bcklich zu Ende gebracht war, verpflanzte sich auch bald die Lust zur Erbauung von“«bu ^vneu auf das Festland Europas, und in Deutschland war die kleine Nürnberg - Fürther^ erste von Locomotive» befahrene. Sie wurde im Jahre 1835 gebaut, und ihre Längekiib^/ 5 Meilen. Darauf folgte im Jahre 1837 die Leipzig-Dresdner Bahn und die Ferdi-kt ei„e^^cch '0 und wie jedermann bekannt ist, breitete sich von dieser Zeit ab das Eisenbahnnetz§m, 8= '° großartigen Geschwindigkeit über Europa aus, daß alljährlich mehrere hundert Meilen""d Familien - Lexikon. V. 1g