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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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290 Löffelkraut Logarithmen

dazu kamen. Ueber den Nutzen der Eisenbahnen hier noch ausführlicher zu sprechen, hieße in N*That Eulen nach Athen tragen. Jeder Gebildete ist von dem culturhistorischeu Erfolge dieser 5 'findung so überzeugt, daß sie unbedenklich als einer der größten Fortschritte betrachtet werden nwb'Löffelkraut« Die Gattung Cochlearia L. gehört unter die Kreuzblütler, AbtheilungLilivulosas latiseptae. Sie hat einen am Grunde gleichartigen, d. h. nicht stickigen Ke 'Die Blumenblätter sind untereinander gleich, oben ohne Anhang. Die sechs Staubgefäße 1")ohne alle Flügel und Anhängsel. Das Schötchen springt auf, hat keinen besondern Stiel,'von Gestalt kugelig bis birnförmig, hat eine starke Längsrippe und außerdem seitliche NetzaderE'Die Samenträger find fadig. Die Samen stehen in zlvei Reihen und sind flach gedrückt, hänge» 'ohne Flügel, mit gckörnelter Fläche. Die Samenlappen sind ganz. Das Würzelcheu ist seheständig, an der Seite des einen Samenlappens, und seine Lage äußerlich auf der einen

C. osficinalis L., das gemeine Löffelkraut, ist s' ^dabei ein fleischiges, brüch«^

des Samens durch eine Furche angedeutet,zwei- oder mehrjährige Staude, welche über und über kahl istGefüge '

bat. Die Wurzel ist lang, spindelförmig. Der Stengel erreicht die Höhe von cw^

Fuß und verzweigt sich der Negnach oben in eine Anzahl von 1benzwcigen. Die Wurzelblätter stlanggestielt, rundlich, amgerundet oder herzförmig, xspitz, ganzrandig oder buchtig üzähnt. Bei einer Abart, derrcnäenforni (var. pyrenaica G r _Godr., C. pyrenaica DC.), l 1 ^,sie nierenförmig. Die untern Sügelblätter sind gestielt, diesitzend und oft am Grunde Vifsörmig. DicTrauben tragenBlumen. Die Samen sind ^.braun. Dies Gewächs findet 1an der Seeküste des nördß ^und nordwestlichen Europa, *im Binnenlande und selbst >» ' ,Alpen hier und da. SowotKraut, Herba Cochleari» 6 < .^die Samen, Semina Cochl estr '‘,|tsind ofsicinell. Die Pflanzeein Ocl, welches ihr einen clgthümlich scharfen Beigeschw^ ,theilt. Man wendet sie beso» ^als ein Mittel gegen Skorb»^,Seefahrer suchen begierig, nachdem sie lange infolge trockener Nahrung gelitten, sich das KXzu verschaffen. Auch als Salat genießt man es sehr viel im Norden, wo man eS überdies 3^mehrere Hautausschläge und bei Verdauungsleiden anwendet. Manche verordnen dender Blätter auf Butterbrot. Bei uns wird es infolge ärztlicher Verordnung öfter gebaut.muß es womöglich im Spätherbst oder Sommer säen, denn der Same liegt selbst beiBeziehung 6 — 8 Wochen in der Erde. Die Pflanze fordert einen lockern, aber fetten ^Der Same bleibt nur zwei Jahre keimfähig. Wir bilden unter a einen zerschnitteneny 3 natürlicher Größe ab; b ist eine dreimal vergrößerte Blüte, c dieselbe ohne Kelch undBlumenblätter, d eine Frucht, viermal vergrößert, e ein Same, achtmal vergrößert, f teim Durchschnitt. . qjrt-

Logarithmen. Wenn man eine Zahl, z. B. 5 oder, allgemeiner ausgedrückt, a (vgl.Algebra und Buchstabenrechnung), mehrmals mit sich selbst multiplicirt, so erhält man s,Zahlenausdruck, den man Potenz nennt. Also 5 X 5 X 5 X 5 = f> 4 ist eine SJSotenä ®und zwar die vierte Potenz. Die Zahl 5 wird dann die Wurzel und die Zahl 4, i pe ’gibt, wievielmal die 5 mit sich selbst multiplicirt werden soll, der PotenzexponentEbenso würde in dem Ausdrucke a X a X a X a = a 4 a toic Wurzel und 4 dernent sein. Näheres hierüber ist in dem Art. Potenz- und Wurzelrcchnung nachzulesen.

Das gemeine Löffelkraut (Cochlearia ofticioaVis).