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Lotterie
Es ist vor der. letzten Ziehung nur 31,434 THIr., vor der vierten nur 31,434 -f 3 ,oio ==34,444 Thlr., vor der dritten nur 34,444 + 2,856 = 37,soo Thlr., vor der zweiten nur 37,3»°~h 2,821 — 40,121 Thlr. werth. Kauflose oder Lose, die erst von einer der spätern Klassen ansich am Spiele betheiligen, sind nach einer ganz analogen Berechnung zu beurtheilen.
Wenn nämlich ein Los erst bei der zweiten Klasse eintritt, so kann man für dasselbe da-Spiel als ein vollständig neues ansehen, in welchem 77000 Lose mitspielen und 37000 Ge-winne gezogen werden, die sich in deü bekannten Quoten auf die vier Klassen vertheilen.Wahrscheinlichkeit, einen Gewinn überhaupt zu machen, ändert sich zu Ungunsten des Spiels"
von — auf —, tritt das Los erst bei der dritten Klasse ein, auf u. s. w., und die Erwar-tungswerthe der einzelnen Klassen werden beziehendlich:
II. Klasse
2,749
III. „
2,847
2,963
IV. „
3,066
3,191
3,325
V. „
32,658
33,983
35,418
37,278
41,320
40,137
38,743
37,278
In dieser Tabelle bezeichnet die erste Verticalreihe die Werthe, welche ein KauflosKlasse zu erwarten hat, die zweite Verticalreihe gilt für ein Kauflos dritter Klasse u. s. w-sieht, daß, wenn mau durchaus spielen will, es Vortheilhaft ist, sich gleich bei der ersten Klalmit zu betheiligen. ■ ,
Es gibt bei der Klassenlotterie wie bei den Ziehungen der Lotterieanleihen auch eine ^Promcsscnspiel, d. h. manche Spieler ziehen es vor, nicht die Lose alle Klaffen hindurch >spielen, sondern sie nehmen von dem Collecteur, der für die fünfte Klaffe noch Kauflose a »setzen hofft, die Lose nur für die ersten zwei, drei oder vier Klassen; natürlich zahlen sie d",,nicht die volle Klasseneinlage, sondern nur einen verhältnißmäßig geringen Theil, der ihnenerlaubt, viele Nummern auf einmal zu spielen. ,
Wie hoch man ein Los für eine oder einige der ersten Klassen auf diese Weise miethenohne wahrscheinlich in Verlust zu gerathen, läßt sich aus folgender Tabelle ablesen, die nach s^Erwartungswerthen berechnet und so eingerichtet ist, daß hie erste Verticalreihe die Klasse <*»9^in welcher der Promessenspieler eintritt, die oberste Horizontalreihe dagegen die Anzahl ^Ziehungen, für welche er ein Los miethen will. Da, wo die beiden Reihen zusammentreffen,der Erwartungswerth des Loses angegeben. Bezahlt der Spieler das LoS höher, so wächst lihn die Wahrscheinlichkeit des Verlustes, bezahlt er es niedriger, die des Gewinns.
I.
II.
III.
IV.
4.
Klasse 2,748
0,013
6,688
2 .
2,906
3,951
5,125
1 .
1,2101 '622,2772,968
Selbstverständlich bleibt es, das; diese Erwartungswerthe immer nur eine imaginäre Bedenhaben. Es darf kein Spieler glauben, daß, wenn er Lose diesen Werthen entsprechend f> e 8 st 5er nun vor jedem Verlust sicher sei. Keineswegs, die Möglichkeiten, in Verlust zu gerathen,bei ihnen genau ebenso groß als die, Gewinne zu machen, sie besagen nichts weiter, als daß ^, einer Besetzung aller Lose zu diesem Kaufpreise man zwar nie in Verlust gerathen, aberkeinen Gewinn machen wird, daß bei niedrigerm Kaufpreis die Wahrscheinlichkeit zu gewu'bei höherm dagegen die Wahrscheinlichkeit zu verlieren wächst.
Diesem einfachen Organismus, wie er der sächsischen Landeslotterie zu Grunde liegt. 0 e -über gibt es andere Lotterien, deren Wesen insofern complicirter ist, als die Gewinne nid)* üb-lich in Geld, sondern zum Theil in Freilosen für künftige Ziehungen ausgezahlt werden.Berechnung dieser Lotterien noch auf andere als die bisherigen Gesichtspunkts Rücksicht ä 11 ,^
men hat, so wollen wir ebenfalls concrete Fälle ins Auge fassen, nach welchen die.Beurialler übrigen keinen Schwierigkeiten unterliegen wird.
Freilose gewähren unter andern die preußische Klaffenlotterie sowie die frankfurter l(lotterie; die niederländische Staatslotterie gewährt nur denjenigen Losen einen Bardie in der letzten Klasse der vorigen Lotterie mit einer Niete gezogen worden sind, insostt"