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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Lotos

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Zwar kommt es bisweilen vor und dem Anscheine nach gar nicht so selten, daß Cin) 1einen glücklichen Treffer haben und große Summen im Lotto gewinnen, allein derglerEreignisse wollen nichts bedeuten, da sie eben durchschnittlich nicht öfter, als es der WahrsäMlichkeitSrechnung nach der Fall sein kaun, eintreten, und auf jeden Gewinner eine ganz betra .liehe Anzahl Verlierender zu rechnen sind. Die letztern freilich, weil sie sich immer mit der H°nnung auf die nächste Zukunft über den augenblicklichen Verlust hinwegsetzen und desweitzgewöhnlich von ihrem Unglück nicht sprechen, während der glückliche Spieler die allgeineine U"merksamkeit zu erregen pflegt, zählen in den Augen der verblendeten Menge gar nicht ^Dadurch wird scheinbar die Zahl der Gewinnenden vergrößert und die trügerische Aussicht » lverlockender. ,

Mit wie wenig Recht aber die glücklichen Fälle, die ja nothwendig bisweilen eintreten nriüb 'dem spielenden Publikum als Garantien gebend zu betrachten sind, das beweisen am allerbelsdie ungeheuern Einnahmen, welche die Lottokasse aus dem Spiele selbst zieht. Die GesamnE,der Spieler ist und bleibt stets im größten Nachtheil und jeder Einzelne, der sich am Spi^theiligt, bringt seinen Beitrag zu diesem Opfer, deffen Annahme aber, trotzdem es freiw 11 ^gebracht wird, für den Staat schimpflich genanntZverden muß, weil es nicht Sache dessein kann, den wahren Werth der ihm gebotenen Chance» zu durchschaircn. _ ^

In Baiern ist, solange das Lotto dort bestanden hat, ein einziges mal (1853) der chsvorgekommen, daß die Kaffe den Spielern gegenüber in einen Verlust (70000 Gulden)sonst hat das verwerfliche Institut stets einen Reingewinn von mehr als 1 Mill. Guldenworfeu. In den fünfziger Jahren stieg derselbe bis 2% Mill. und noch höher, 1859 betrüg ^3,389320 Gulden. Dazu rechne man noch die sehr beträchtlichen Regiekosten, die ebenfalls ^den Spielern getragen werden müffen, und man wird gestehen, daß eine Staatseinrich^ ^welche eine so bedeutende Steuer gerade dem bedürftigsten, dem arbeitenden Theile des 23° l fentzieht und damit zugleich eine unsittliche Leidenschaft nährt, durch welche die Freude an strenggeregelter Thätigkeit getödtet werden muß, das; ein solches Institut ein Schandfleck an i cClStaatskörper ist.

Lotos. Die Gattung Nelumbium Juss. bildet den Typus der Familie der NelunibeN^Jwelche man an die Nymphäaceen anschließt. Der Kelch ist vier - bis fünfblätterig. Die Vw ‘sind am untersten Blütenboden befestigt und frei und hinfällig. Die Blumenblätter sind sehrj,reich, keil-eiförmig, spitz, dem Blütenboden anhaftend. Die Staubgefäße stehen über ihm C1 ‘

reihig. Die Fäden sind fadig, die Beutel zweifach^•nach innen aufspringend. Die Fruchtknoten sindreich, frei, einhäusig mit einer oder (selten) zwei ^menknospen, die von der Spitze des aufgericht^,Knespenträgers herabhängen. Die Narbe» sind i®' ,ständig auf kurzen Griffeln. Die Fruchtknoteneinsamige Nüsse. Der Same ist eiweihlos und hat el !! 1 ,dicken, geradkeimigen Keimling, der innerhalb der ^menschale keimt. Diese Fruchtknoten oder Früchte t* c - ,in Gruben des oben gestutzten, kreiselförmigen 2H 11 ^bodens, den man der Tülle einer Gießkanne ( feben kann. Die Pflanzen selbst haben das AnsehtNymphäaceen und kommen in Asien und AnierikaIhr Wurzelstock ist dick, kriechend. Blattstiele ^Blüteustiele sind stielruud und treten hoch über ,,Wasser. Sie haben kleine Rauhigkeiten. Dieplatte ist schildständig, ganz, kahl, blaugrün behn'^,.Die großen Blüten haben weiße, rosenrothe oder §Blumenblätter. Die Samen sind eßbar. Der

Nelumbium speciosum.

Die Samen sind eßbar. ' ^iisoll von zwei Sanskritausdrücken abzuleiten sei'Lnsol, blau, und umboja, wasscrgeboren. Vielleicht bezieht sich das „blau" auf den blauen ■8^,,über den Blättern. Denn ein blaublumiges Nelumbium ist noch nicht gefunden. X. ^W. ist das Nclumbo der Alten Welt, mit der Victoria das stattlichste Wassergewäch^-Blätter sind durch Vertiefung des Centrums genadelt und am Rande wellig. Die großen '~ ( ^ihaben rosige, aber auch weiße Blumenblätter, auch weiße mit rothen Spitzen. Die StanbS^zfind oben mit stumpfem Conneetiv versehen. Die Pistille schwanken von 9 — 30. Gegen> 1