330 Luftpumpe
man z. B. (Fig. 1 und 2) das Innere der Glocke JR mit verdichteter Luft füllen, so befestigt malldieselbe vorerst durch ein paar starke eiserne Bänder an dem Teller mn. Dann zieht man denKolben K ganz nach rechts, stellt den Hahn so, wie er in Fig. 1 gezeichnet ist, und bringt die 2'$aus dem Cylinder in die Glocke R. Dann gibt man dem Hahne die zweite Stellung Fig. 2 undzieht durch die gekrümmte Oeffnung desselben Lust in den Cylinder 6. Hierauf wird wieder derHahn in die Stellung Fig. 1 gedreht und abermals ein Cylinder voll Luft in die Glocke gepreßt u.s.w-
Weniger gut als solche mit einem Hahne vci-sehene Luftpumpen sind die sogenannten Vem>lluftpumpen, von denen Fig. 4 eine schematiMZeichnung gibt. 0 ist der Cylinder, k der Koste»'Die an den Cylinder anschließende und nach desGlocke R führende Röhre ist mit eine!» Ventilsverschlossen, welches sich nach oben öffnet,' eben!»hat der Kolben L eine Durchbohrung, die »"einem Ventile 8, das sich auch nach oben öss+'verschlosjen ist. Zieht.man den Kolben aufwärt-'so öffnet sich das Ventil 1, und die Luft tritt »»-R in den Cylinder C. Sobald man dann de»Kolben wieder herabdrückt, schließt sich das Venüvon selbst, und die Luft tritt durch das Ventusins Freie. Bei dem zweiten Zuge wiederholt f'®
das Spiel der Vorgänge, und so fort. Mit dieß»
, aber
Den»
Pumpe» kann man zwar schneller arbeitendie Lustverdünnung nicht so weit treiben.
mag das Ventil auch von einer so leichten lIll |elastischen Substanz gemacht sein, wie es ,u !möglich ist, so wird doch endlich ein Punkt eintreten, wo die Luft in der Glocke R so verdünnt N 'daß sie das Ventil nicht mehr heben kann! dann hört alle weitere Verdünnung auf. Außerdf'ist hier der schädliche Raum stets größer als bei den Luftpumpen. Viel praktischer sind Ve>n>luftpumpen zur Kompression der Luft anzuwenden, und hierzu dienen sie in der That nicht seit 'Fig. 5 zeigt z. B. eine kleine herartige Vorrichtung, welche zur CowV 'sion der Luft in einer Metallkugel R geeignet ist. Die Luftpumpe bcjkb8ZB aus einem kleinen Cylinder ab, der unten ein Ventil s hat. Der Kolben u
massiv und nicht durchlöchert. Der Cylinder hat oben eine seitliche Oesstst^c. Zieht man jetzt den Kolben mittels des Handgriffs g ganz in dieso ist der innere Raum des Cylinders mit Luft von atmosphärischer Spannunggefüllt. Beim Hcrabdrücken schließt sich die Oeffnung c, und die im Cyli» \enthaltene Luft kann nicht wieder hinaus. Der Kolben drückt sie durchVentil e hinab in die Kugel R. Dieses Ventil öffnet sich, wie mannach unten und kann daher, wenn man den Kolben zurückzieht, die Lust » fder Kugel R nicht wieder in den Cylinder treten lassen. Demnach entlin diesem ein luftleerer Raum, welcher sich, sobald der Kolben über dieliche Oeffnung c hinaufgekommen ist, sofort wieder mit atmosphärischer -füllt. Diese wird zum zweiten mal in die Kugel R getrieben, und so fort- - ^jeden! Kolbenstoße treibt man einen ganzen Cylinder voll Luft in die KugWenn man nun den Inhalt des Cylinders und der Kugel kennt, so läßt'sehr leicht der Grad der Lustverdichtung aus der Anzahl der StößeGesetzt, die Kugel habe einen Inhalt von 1 Liter und der Cylinder von o ^Kubikcentimeter, so wird nach dem ersten Kolbenstoße in der Kugel 1600 Kubikcentimeter = 1,6 Liter enthalten sein. Mit jedem neuen ^ (
*' 9 ’ 5 - dringen wieder 0,6 Liter ein. Nach zwanzig Stößen hat man in der
1 + (20 X 0,6) Liter =1 + 12 =13 Liter, d. h. die Lnft istDreizehnfache verdichtet, oder, was dasselbe ist, sie drückt im Innern der Kugel mit 13 ^sphären. Solche Vorrichtungen braucht man zur Compressirung der Lust für Windbüchsen-Die Luftpumpe eignet sich besonders, um den Einfluß des größern oder geringernrischen Drucks auf verschiedene Gegenstände darzuthun. Stellt man auf den Teller ein t ®cylindrisches Glas, welches oben mit einer Blase verbunden ist (Fig. 6), und pumpt die Lust '