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eine beliebige Richtung ertheilen könnte. Die Maschine, welche alle diese Drehungen hervorbringt,könnte füglich keine andere als eine calorische sein und zwar eine solche mit Hochdruck, welche,in dem betreffenden Artikel gezeigt ist, beträchtliche Wirkungen ausüben kann. Es ist jedoch el " (Ausführung eines solchen Luftschiffs füglich nicht zu denken, da die Dimensionen desselben, wendie Tragkraft groß genug sein soll, jedenfalls so bedeutend sein müßten, daß das Gewichtganzen Einrichtung keine Hebung gestattete. ^
Lüge. Wir können an einem Andern nur dasjenige verehren, als was er sich un» ?erkennen gibt. Wenn nun dabei eine Täuschung stattfindet, wenn sich herausstellt, daß der »ofmit dem Sein nicht übereinstimmt, so wird das Band zerschnitten, das uns mit ihm verknüpf 'denn nur ein Trugbild ist es gewesen, nicht eine Wirklichkeit, was wir von ihm wahrgenownühaben. So ist die Wahrhaftigkeit dasjenige Medium, welches allein uns in einVerhältniß zu andern setzt. Auf der Wahrheit beruht jedoch auch die eigene Achtung unstr^selbst, die Achtung, die wir unserm eigenen Thun zu Theil werden lassen. Wir vernichtenvor uns selbst, wenn wir anders sprechen und handeln, als wir denken, wir zerstören die Ä"monie, ja die Einheit'unsers Wesens, wenn die äußere That nicht der innern, wenn das ^nicht dem Gedanken entspricht. Ist daher die Wahrheit eine Pflicht gegen die eigene Person ebcwwie gegen andere, und ist sie zugleich der Anfangspunkt des sittlichen Verkehrs, so darf eswunder nehmen, wenn hundert glänzende Beispiele aus der Geschichte, wenn Scheiterhaulund Folterkammern beweisen, welch hoher Werth von jeher auf sie gesetzt worden. Es darfaber auch nicht befremden, wenn die Erziehung zur Wahrhaftigkeit den ersten Platz einninuütder moralischen Gestaltung des Menschen, und wenn die Lüge als eine der ärgsten Sünden l>rügt und bestraft wird. ^
Zur gerechten Würdigung der Lüge muß vor allen Dingen das Alter des Menschen in Beten ,gezogen werden. Es ist bekannt, wie Kinder vor dem sechsten und siebenten Jahre noch ^lebhaft von ihrer Phantasie in Anspruch genommen werden. Sie haben noch keinen sshE^Sinn für das wirkliche Geschehen, und wenn sie gleich oft mit der feinsten BeobachtungZüge aus der Wirklichkeit in sich aufnehmen, so ist ihnen doch der ganze Causalzusamnienha >innerhalb der täglichen Vorkommnisse noch so unklar, daß sie nothwendig oft Ereignisse W a ,:nehmen und danach auch berichten, die der realen Welt schnurstracks entgegenlaufen. Esunecht, Kinder dieses Alters gleichzustellen mit solchen, die bereits sich heimisch fühlen aus "realen Boden der Wirklichkeit. Es wäre thöricht, sie der Lüge zeihen zu wollen in Fällen,ihnen trotz aller Vermischung des Wirklichen und Erdichteten doch vollkommen wahr ersche>" ^und noch thörichter wäre es, wenn man aus Furcht vor der Lüge die PhantasiethätigkeüKinder frühzeitig lahmen und nach der Methode des nüchternen Materialismus allen (Schwung vernichten wollte. Es ist freilich wahr, eine allzu lebhafte Phantasie reißt auch $ l " .
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höhern Alters zu unwahrer Darstellung und Wiedergabe wahrgenommener Ereignisse hin.dies vor, dann wolle man sich aber auch unverhohlen sagen, daß ein Fehler in der Erzieh"'^stattgefunden hat. Die Phantasie der Kinder muß genährt, aber es darf ihr nicht der 3üjP®lassen werden. Wird das Kind der für die Phantasiethätigkeit so ungeheuer wichtigen Märchen ^ganz überlasten, darf es ohne Maß und Ziel alles. Erdichtetes und Erlebtes, bunt durchein""lesen, wird es außerdem der wirklichen Welt dadurch entfremdet, daß es dem Umgänge n»t^Natur, dem Spiel mit gleichalterigen Genossen entzogen wird, dann darf es nicht w»ünehmen, wenn es bei unwahrer Darstellung selbst noch in einem Alter angetroffen wird, . (lschon natur- und wahrheitsgetreue Berichte erwarten läßt, ja wenn die Wahrheitsittlichem Gebiete selbst keinen Boden findet. DaS nämlich ist ein charakteristischer 3"g ;
richtig geleiteten, der Phantasiewelt immerhin ergebenen Kind, daß es frühzeitig undschon vom vierten Jahre an die ethischen Urtheile seines Gewissens vernimmt, denen es stanfangs ebenso wie den äußern Erscheinungen ein dichterisches Gewand anzulegen genetö , „die aber doch bei scharfer Betonung der Umgebung sich sehr bald derartig befestigen, daß I ^der Versuch zur Lüge die Schamröthe in die Wangen treibt. Sollten gleichwol auchund wieder Verstöße vorkommen, sollte das Kind bei erlassenem Verbote Ernst und Scherz ^v ectjt zu unterscheiden verstanden haben und deshalb im guten Glauben gewesen sein,das Ja oder Nein, das ihm abverlangt wird, eben nicht viel zu bedeuten, so würde am ^einen Seite nur gewünscht werden müssen, daß der zum Befehlen erforderliche Accent ist ^der namentlich im Frauenregiment selten vorzukommen pflegt, gehörig in Anwendung O ewürde, anderntheils würde im wettern Verlauf der Erziehung nur darauf gesehen werden w