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Fig- 1.
Lungen • 341
, u ^' e ^. un 9 en sind in dem Brustkaste» wie in einem Blasebalg eingeschlossen. Bei jedem Athem-2 ,^ heitert sich die Brusthöhle theils durch Abflachung des in die Brusthöhle emporgewölbtenWii e ^' dadurch, daß die vorn tiefer als hinten stehenden Rippen sich sammt dem Brust-k ' Ö0l 'l l emporheben und demnach die Brusthöhle im Durchmesser von vorn nach hinten erwei-stett' dadurch, daß die zugleich seitlich herabhängenden Rippenbogen sich mehr horizontalen und also den Querdnrchmeffer der Brustböhle vergrößern. Dieser allseitigen Ausdehstung
der Brusthöhle folgen die elastisch dehn-baren Lungen nach allen Richtungen undfüllen in jedem Augenblicke die Höhle aus.Der glatte und schlüpfrige Ueberzug, wel-cher einerseits als sogenanntes Brust-fell die Innenfläche des Brustkastens,andererseits als sogenanntes Lungen-fe ll die Oberfläche der einzelnen Lungen-lappen überzieht, erleichtert die bei derErweiterung und Verengerung nothwen-digen Gestaltsveränderungcn der Lungesehr wesentlich, indem sie ein leichtesHin- und Hergleiten der Lungenlappen an-einander und der Gesammtlunge im Brust-kasten gestattet. Während die Erweiterungder Brusthöhle (activ) durch Muskeln be-wirkt wird, welche theils das Zwerchfellbilden, theils sich an der Außenfläche dest Brustkastens ansetzen, erfolgt die Verenge-
der Brusthöhle beim Ausathmen für gewöhnlich rein passiv theils durch die Elasticität der geho-»iiar* theils durch die Schwere der gehobenen Theile des Brustkastens, theils und vor-
durch die elastische Zusammenziehung der beim Einathmen gewaltsam ausgedehnten Lunge.feet Erweiterung der Brusthöhle nämlich müßte zwischen Lunge und Brustkasten ein luftleererl»s,l entstehen, wenn nicht die äußere Luft, deren Spannkraft innerhalb gewisser Grenzen keinen»», Raum duldet, durch die Luftröhre eindränge und die elastisch dehnbaren Lungen imnierEbenso viel aufbliese, als der Raum der Brusthöhle zunimmt. Sobald aber die Einathmungs-
muskeln zu wirken aufhören und in Er-schlaffung übergehen, preßt die gewaltsamerweiterte Lunge ebenso viel Luft wiederaus, als sie zuvor einnahm, sinkt dabeizusammen und nimmt den Brustkasten mit,soweit er nicht schon durch durch eigeneElasticität und Schwere zur alten Formzurückgeht. Nur bei gewaltsamer Ausath-mung wirken auch Muskeln mit und zwarbesonders die Bauchmuskeln, welche durchDruck auf die Baucheingeweide dieselbennach oben drängen, sodaß das Zwerchfellstärker als gewöhnlich in die Brusthöhlecmporgewölbt wird. Aber selbst bei dermöglichst vollständigen Ausathmung sinddie Lungen noch reichlich mit Luft gestillt,und auch ihre elastische Spannung wärenoch groß genug, um den größten Theilauch dieser Luft auszutreiben, wenn nicht. die Steifheit des Brustkastens dieses ver-
d ^Evn sollten sich die Lungen noch weiter verkleinern, so müßten sie sich von der Jnnen-Aschkastens entfernen, was nicht möglich ist, solange keine Luft zwischen Lunge und>teh^„^En eintreten kann; dabei verbietet abermals die Spannkraft der äußern Luft die Ent-Eines luftleeren Raums und ivirkt durch ihren Druck der elastischen Zusammenziehung8^n entgegen. Entsteht aber z. B. durch Wunden oder Geschwüre ein Loch im Brustkasten,
Fig. -.