Lungenkmnkheiten 349
Ueber den Gebrauch der Molken, Milch und Trauben ist in den betreffendeni 1) n, e tl , das Nöthige mitgetheilt. Die vielgerühmten Kräutercuren, bei welchen allein oder% b^iidung mit Molken u. s. w. die ausgepreßten Säfte frischer Kräuter (Löwenzahn, Gunder-^ JJ. u - i- w.) genossen werden, können an sich nur einer daniederliegenden Verdauung (na-c>u, ^ ^ el ^^uhlverstopfung) abhelfen und dadurch sowie durch die andern günstigen Bedin-der Cur (einfache, aber nahrhafte Kost, Ruhe von Geschäften, reichlicher Aufenthalt in"uft u. s. w.) Lungenkranken indireet nützlich werden, sind aber keineswegs in erster Linieieitw ^bilnntteln von Lungenkmnkheiten zu nennen. In vielen Fällen erweist sich auch derStör' 1 ' 96 ^"^nthalt i" einer Luft^ welche mit Dünsten geschwängert ist, die gewisse arzneilicheenthalten (die sogenannten Dunstbäder zu Nehme, Ems, Kissingen, Lippspringe,^ "ck u. s. w.), sowie in der mild erwärmten und harzige Bestandtheile enthaltenden Luft derelholzwälder als nützlich. Hieran schließt sich die Anwendung der in neuester Zeit in Gebrauch. »°genen und jedenfalls in sehr vielen Fällen außerordentlich wirksamen Jnhalationsma-RttV"' Durch dieselben werden für den speciellen Fall geeignete wässerige Lösungen von Arznei-*>eti Ovie Gerbsäure, salzsaures Eisen, salpetersaures Silber u. s. w.) in einen feinen Dunst^ hudelt, den der Kranke einmal oder mehrmals des Tags einathmet, und so die für nützlichrcsick Arzneistoffe unmittelbar auf die leidenden Stellen gebracht, ein Verfahren, welches vielerst ^ un k ^rere Resultate verspricht, als wenn diese Mittel bei innerlichem Gebrauche derselbenfall es ^ Vermittelung der Verdauung und der Circulation auf die Lungen wirken können. Eden-de ^uesten Zeit angehörend sind die Versuche, Lungenkranke durch eomprimirte Lufth^schlete Luft) zu heilen. Die Kranken werden in große Glaskästen, welche luftdicht verschließ-d st"d, gebracht, und in diese wird mit Hülfe großer Luftpumpen Luft gepumpt, wodurch eine^ ächtete Luft in diesen abgeschloffenen Räumen erzeugt und von den Patienten täglich eineMehrere Stunden lang eingeathmet wird. Die bisjetzt hiermit gemachten Versuche scheinen gün->Un ^i"^e zu versprechen, obwol der physikalische Zusammenhang zwischen Curmittel und Hei-^ 9 nicht recht klar ist. Doch müssen erst weitere Beobachtungen hierüber entscheiden, ehe dieNdentzung der comprimirten Luft als wirkliches Heilmittel der Tuberkulose (bei der sie vorzüglichz 9bst>andt ward) genannt werden kann. Die Nahrung Lungenkranker sei kräftig, aber leicht ver-Unb reizlos (Vermeidung stark gewürzter, sauerer, pikanter Speisen), und namentlich istGesicht in dem Gebrauche erregender Getränke (Spirituosen, Kaffee, Thee) anzurathen.tz,, ^ dieselben keineswegs in allen Fällen gänzlich zu meiden sind, so ist Menge und Art derselbenw ' mmei ' uuch dem einzelnen Falle genau zu bestimmen. Lungenkranke sollten sonnige, vor^ Winden geschützte und trockene Wohnungen haben; sie sollten, wenn ihr Beruf in Rücksichtfafa ' e Respiration besondere Schädlichkeiten mit sich führt, denselben, wo es sich nur irgend thunez-'. Ntit einer in dieser Beziehung gesündern vertauschen. Schließlich bemerken wir noch, das;«Hb^eswegs ein Mittel gibt, noch je eins gefunden werden kann, was als Universalmittel gegen"ngenkrankheiten oder nur gegen einzelne gelten kann. Es fällt der Laie sehr leicht in diesen
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^ci r m un ® roirb öon unwrsi enden oder doch auf alle Fälle hin gewiffenlofen Curpsufchern,^ Platanen u. s. w. zum Zwecke beutelschneiderischer Ausbeutungen gern darin unterhalten; alleintz^ststr einigermaßen aufmerksames Verfolgen der im Verknuse einer Lungenkrankheit auftretenden^me» Veränderungen zunächst in den Lungen selbst und weiterhin in dem ganzen Körper^ fahren, wie immer nur gewisse Verhältnisse und Zustände einer Lungenkrankheit, aber nievstx^nze Krankheit an sich behandelt werden kann und wie demgemäß auch ein mehr oder wenigerWechsel der Arzneien und der sonstigen Maßnahmen nothwendig wird. Also lasse sich/^nd durch die vielversprechenden Universalmittel gegen Lungenkrankheitew, Schwindsucht'to. blenden; er würde es schließlich bitter zu bereuen haben,fach ^"n den aus oben angeführten Gründen hier speciell zu besprechenden Lungenkrankheiten?Un nennen: Kongestion und Hyperämie der Lungen, das Lungenödem, die Atelektase, das^nemphysem, die Bronchiektasien, der Lungenbrand und die Parasiten der Lunge.
Wj Blutüberfüllung der Lungen, Congestion und Hyperämie, tritt unter den verschie-bu n Umständen und häufig als Vorläufer entzündlicher Lungenaffectionen (s. Lungenentzün-^'stnn das Wort charakterisirt hinreichend den Zustand der Lunge; nur sei nochi>i e daß die Hyperämie so stark werden kann, daß einzelne Stellen der Lunge (namentlich""gigb"' ""e bei den secundären Pneumonien solcher, welche einem langen und schwerenbej ^ ^"iager unterworfen sind) dadurch ganz luftleer werden können. Gleichzeitig findet immer• r einigermaßen starken Lungenhyperämien eine Ueberfüllung des rechten Herzens mit Blutivlge deffen ein gleicher Zustand des Hirns und seiner Häute statt. Daher können sich außer