Lungeilkraut • 351
teen der Lungen, bei denen gewisse Lungenpartien für den Eintritt der Luft unzugänglich werden^o^-buentzünduug, Bronchitis u. s. w.); doch bewirkt ein derartiges geringgradiges Emphysemdess tu ^ wesentlichen Störungen und bildet sich oft genug auch wieder zurück. Die Hähern Gradeinf f n ' ^ entweder unter ungünstigen Verhältnissen aus jenen niedern, am häufigsten aberTub ^ Mimischer Lungenaffectionen( wiederholte und anhaltende Bronchitis und Bronchialkatarrhe,(g - u M e , langanhaltender Keuchhusten u. s. w.) ausbilden, sind von ernstern Störungen der^lundheit begleitet, da dieser Zustand immer von mehr oder weniger Athemnoth begleitet ist, zu^.o^chialkatarrhen disponirt, je nach seinem Grade und seiner Ausbreitung geringere oder größere^ u stanung in den Lungen und dadurch Erweiterung des rechten Herzens, Kopfcongeftionen,fan* ^'•‘fMung der Leber und der Nieren und dadurch wiederum Wassersucht zur Folge haben^ Das höhere Alter disponirt vorzüglich zur Entstehung des Emphysems und hat daher in,„e'. n ’ e ''" ten Fällen von etwas Kurzathmigkeit zu leiden. Der das Emphysem begleitende Husten ist^i s .^mpfhaft, der Auswurf gering oder bei gleichzeitigen starken chronischen Bronchialkatarrhender 9 ' Ausgebreitetes Lungenemphysem verhindert meist den Eintritt oder die Weiterentwickelunginf j Un 9 e ntu.ber(usofe und hat insofern wenigstens einen Vortheil, erschwert aber, wenn es sichm ^eits bestehender Tuberkulose entwickelt, oft recht sehr den Zustand derartiger Kranker,tz^^ehandlung kann bereits ausgebildetes Emphysem nicht wieder heilen, sondern nur gegenihr ^.^bbeschwerden ankämpfen, unter denen zunächst die häufigen Bronchialkatarrhe (zumal diesewiederum zur Verschlimmerung des Emphysems viel beitragen) zu nennen sind, undu°er sich die nöthige Anleitung im Art. Bronchitis und Bronchialkatarrh findet,toitti andere, aber seltenere Affection, welche häufig für Schwindsucht (Tuberkulose) gehaltenUüd die gleichen Besorgnisse erregt, obwol sie, wenn auch in den höchsten Graden schließlichdurch Erschöpfung tödlich, keineswegsso gefährlich ist, besteht in einer Erweiterung der^.ltröhrenverzweigungen oder Bronchien (Bronchiektasie, von ßpoy^wc, die Luft-Äfte, und 'iy.za.aic, die Ausdehnung, Erweiterung), wobei entweder einzelne oder viele derbrenäste bei ihrer wettern Verzweigung nicht entsprechend enger werden, sondern die Weitegrößern Röhren beibehalten, oder in plötzlicher sackförmiger Erweiterung von größerm odertWc!^ erm ^arfange einzelner vorher entsprechend dünner Zweige. Es kommt diese Affection eben-»der verwiegend in dem höhern Alter vor und ist oft die Folge anhaltender Bronchialkatarrhej,^ ^derkulöser oder anderer entzündlicher Processe des Lungengewebes. Die für den Laien ver-fitex Symptome dieser Störung sind die einer chronischen Bronchitis mit meist reichlichem,H Auswurfe. Geringe Grade der Bronchiektasien machen wenig Beschwerden, hohe,
9 tei* e . r er ft ' m Verlaufe vieler Jahre ausbildende, sind von größerer Athemnoth, die durch oftin d ^'3 vorhandenes Emphysem bedeutend gesteigert werden kann, von CirculationsstörungenLungen (anhaltende Katarrhe) und infolge dessen ebenso im Herzen und im Hirn (wie bei^ftet ^ unb endlich von allmählichem Verfall der Kräfte begleitet. Mit Bronchiektasien be-^cfihv uur an solchen leidende Patienten geben häufig Anlaß, daß die populären sogenanntenIdjfo' 'udsuchtsmittel einigen Credit erwerben, da sich die Störung für den Laien leicht als Lungen-jch '^Pcht darstellt. Natürlich werden dann, da die reine Bronchiektasie immer ein sehr chroni-Ers \ ^ en ist und an sich nur höchst selten zum Tode führt, jene Mittel scheinbar auch von bestem'°kje fein. Behandlung und Regime ist wie bei chronischer Bronchitis (s. d.).b £t[ , r Lungenbrand, eine seltene, aber höchst gefährliche Affection, kann infolge unglücklichtzxj^stnder Lungenentzündungen (s. d.), infolge von Eitervergiftung des Blutes (s. Pyämie undFz,, "gift), infolge fremder, durch die Luftröhre eingedrungener Körper entstehen und ist in vielenganz besonders durch den blutigen und im höchsten Grade übelriechenden Auswurf sowie dene ' en Verfall der Kräfte charakterisirt.
Qbet r Vollständigkeit wegen erwähnen wir noch, daß in den Lungen ebenfalls Krebs (allermeistl'ejw . et ft dann, wenn gleiche Neubildungen in andern Organen sich entwickelten) und, wiewol nurh^iblten, thierische Parasiten (Echinokokkus, s. Bandwurm, Bd. I, S. 739) auftretenHxj'b». Der Krebs der Lungen verläuft immer tödlich: bei Gegenwart von Echinokokken istT 9 möglich.
t(l 9in ,t8en fr stut ' Die Gattung Pulmonaria T. gehört unter die natürliche Familie der Bor-e * n 9es* n ' ® nt W>e der Anchuseen, die sich durch vier einfächerige, über dem erweiterten Grunde^stalb Nüffe mit von unten eingedrücktem Hofe auszeichnen. Der Saum dieses Hofs ist^ch d^' ® a i tun 9 leihst hat einen glockig-fünfkantigen Kelch mit fünfzühnigem Saum.nitgg er Blütezeit wächst er nach. Die Blume ist trichterförmig mit sünflappigem Saum. Dieödeten, verschwindend kleinen Gewölbschuppen sind außen durch Gruben angedeutet.