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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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378 Magnetismus, Magnetnadel

gemacht sind. Die Axe dieser stählernen Wellenzapsen ist die Trehungsare der Nadel; der ^ch-^^Punkt der letzter» liegt aus der mathematischen Axe der Stahlcylindcr, welche der Nadel al»dienen, und coincidirt mit dem Centrum des getheilten verticale» Kreises 11'. Dieser Kreiseteiner horizontalen Metallplatte PP' ausgeschraubt, auf welcher vermittelst vier verticales Trag^die horizontalen Metallstäbe tt' befestigt sind. Das Ganze ruht aus eineni metallenen FuP °kann mit Hülfe dreier Stellschrauben und einer auf der Platte PP' angebrachten Wasse-'w^horizontal gestellt werden. Ein graduirter horizontaler Kreis 66' ist mit dein Fuße des 3 ll ! ir [cments verbunden. Die Platte PP', die Stäbe tt' und der verticale Kreis 11' sind um die vert-c--^Axe der Säule II drehbar. Diese Axe geht durch das Centrum des Horizontalkreises 66', ^Centrum des Verticalkreises 11' und den Schwerpunkt der Nadel. Der Nonius V, rechtwin»'^an der Platte PP' befestigt, gleitet auf der Theilung des Horizontalkreises 66' bin und gibt plDrehungswinkcl der Ebene des Verticalkreises 11' und somit zugleich den der Rotationsaxe

der

dlichc»

Magnetnadel an. Der Nullpunkt der Theilung des Verticalkreises befindet sich am nör ^Endpunkte seines Horizontaldurchmcfsers. Um mit diesem Instrumente die Richtung der wastischen Erdkraft zu bestimmen, dreht man den Verticalkrcis, bis seine Ebene mit der Cbcne ^^magnetischen Meridians zusammenfällt. Die Nadel, die zufolge ihrer Aufhängung in W*des Kreises 11' oscilliren kann, gehorcht der Einwirkung der Erdkraft, schwingt um ihren Sw ?Punkt und kommt in einer solchen Lage zur Ruhe, das; ihre magnetische Axe die Richtung ^magnetischen Kräftepaars angibt. An der Gradeinthcilung des Kreises 11' liest man den -h- ,ab, welchen das Nord- (oder untere) Ende der Magnetnadel mit der Horizontalcbcne desbildet. Dieser Winkel ist die Inclinatio» des Beobachtungsortes. . c „

Wie die Declination und die Jnclination an verschiedenen Orten des Erdkörpers versa» ^ist, so unterliegt sie auch an einem und demselben Orte fortwährenden Schwankungen,dieselbe im Laufe der Zeit werden kann, mag folgende Tabelle, welche die Variationen der ~nation in Paris seit mehreren Jahrhunderten angibt, darthun.

Jahr.

Declination.

Jahr.

Declination.

1580 .

. . . 11° 30'östlich

1816 . . .

22°

25' westlich

1618 .

... 8

1817 . . .

. 21

19

1663 .

... 0

1823 . . .

. 22

23

1678 .

. . . 1 30 westlich

1825 . . .

. 22

22

1700 .

... 8 10

1828 . . .

. 22

5

1780 .

... 19 55

1829 . . .

22

12

1785

... 22

1832 . . .

. 22

3

1805 .

.... 22 5

1835 . . .

22

4

1812 .

... 22 28

'1851 . . .

. 20

25

1814 .

... 22 34

1853 (3. Dec.)

. 20

17.

Hiernach war

im Jahre 1580 die Declination zu Paris östlich;

von dieser Zeit an n

nah»-1 l£

tcf 5

bis zum Jahre 1663 ab, wo sie — 0 wurde. Jetzt fiel der magnetische Meridian mit de»>restrischen zusammen. Nach 1663 entfernte sich das Nordcnde der Magnetnadel mehr ul ’V' ul itvon der Ebene des terrestrischen Meridians nach Westen; die Declination wurde wcstli« ^wuchs in diesem Sinne bis zum Jahre 1814, wo sie ihr Maximum erreichte. Darauf * l ’ urtC t f[Bewegung der Ebene des magnetischen Meridians rückläufig, indem sie sich gradweise ro' c ^ t ct) ndes terrestrischen Meridians näherte. Aehnliche Schwankungen finden in höhcrm oder niedr-gGrade für jeden andern Ort der Erde statt. ^

Unabhängig von diesen sogenannten säcularcn Variationen erleidet die Declinationandere Schwankungen, die sich täglich mit großer Regelmäßigkeit wiederholen. In Europa 6 ^Gang dieser täglichen Variationen im allgemeinen etwa folgender. Zwischen 9—10 Uhr slund Sonnenaufgang steht die Declinationsnadel fast still. Sobald die Sonne sich über den ^zont erhebt, bewegt sich der Nordpol nach Westen und erreicht um 1 oder 2 Uhr nachmittags ,westlichste Lage. Darauf nimmt die Nadel eine rückläufige Bewegung an und fährt dar»--- „bis zur neunten oder zehnten Stunde des Abends, von welcher Zeit an sie bis zum andern N M „unbeweglich bleibt und dann ihre Bewegung von neuem beginnt. Die tägliche Variation *1Sommer größer als im Winter. Die mittlere Amplitude der Abweichung beträgt zwisch----Frühlings- und Herbstäquinoctium dagegen nur 8—10'. In den nördlichern Gegenden dersind die täglichen Variationen im allgemeinen größer, aber weniger regelmäßig. .

Außer diesen periodischen Schwankungen und unabhängig von denselben erleidet die