Monatsfluß 567
Junten Geschlechts, doch sind viele unserer Landschnecken Zwitter und befruchten sich gegenseitig,^le entwickeln sich meist durch Larven, welche mittels großer Ruderlappen oder Segel im Wasserumherschwimmen. Nach den Bewegungsorganen hat man drei Unterklassen unterschieden: a) dievlossenfüßer (Pteropoda), bald nackt, bald mit einfacher Schale. Am Kopfe stehen zwei große^nziehbare Lappen wie Schmetterlingsflügel, durch deren Bewegung sie im Meere schwimmen.^i«e nackte Gattung (Olio), die im Polarmeere in ungeheuern Schwärmen vorkommt, ist insofernWichtig, als sie, obgleich höchstens einen Zoll lang, den Walfischen zur Nahrung dient, b) Die Klei-ner (Heteropoda). Eine kielartige, auf der Bauchfläche angebrachte Flvfle dient durch ihreSchwingungen als Ruderorgan. Meeresbewohner mit sehr entwickelter Organisation, c) DiefOsiuchfüßer (Gasteropoda), die eigentlichen Schnecken enthaltend. Eine breite auf der Bauch-'°de angebrachte Muskelscheibe dient als Fuß zum Kriechen. Wer sich von ihren BewegungenUnterrichten will, braucht nur einmal eine Gartenschnecke. auf eine Fensterscheibe zu setzen undunten her anzusehen. Wir haben diese Klasse in einem besondern Artikel behandelt. •
3) Kopffüßer (Cephalopoda), die größten und ausgebildetsten Weichthiere, nur Meeres-bewvhner. Die Eingeweide sind in einem beutelartigen Muskelsacke eingeschlossen, der durch eineScheidewand in eine offene und eine geschlosiene Abtheilung getrennt ist. In der offenen Abthei-finden sich die Kiemen und an deren Grund das Herz oder die Herzen, in der geschloffenen* le übrigen Eingeweide. Um den Mund stehen fleischige Arme, mit Saugnäpfen besetzt, mittelsdas Thier kriecht oder seine Beute faßt. Der Mund ist mit Kiefern bewaffnet, die einemE°pagaischnabel ähnlich sehen. Die Augen sind sehr groß, das zu einer Art Gehirn concentrirteNervensystem in einer knorpeligen Kapsel, der ersten Spur eines innern Skelets, eingeschloffen."eber der Spalte des Athemsacks steht ein hohler Trichter, in welchen der After, die Geschlechts-fSane und ein besonderer Beutel, der Tintenbeutel, münden, der eine schwarze Flüssigkeit aus-Wibet, welche das Thier ausspritzt und das Wasser damit verdunkelt, sobald es in Gefahr ist.Abtrocknet liefert diese Flüssigkeit die als Sepia bekannte Farbe. Die Thiere schwimmen rückwärts,'«dem sie das im Athemsacke angehäufte Wasser durch den engen Trichter hervortreiben. Sie^ben theils innere Schalen, welche das officinelle Sepienbein (os Sepiae) liefern, das man zumRaspeln und Radiren, sowie als säuretilgendes Mittel braucht, theils einfache äußere SchalenPapierboot, Argonauta), theils gekammerte Schalen, die als Schwimmblasen dienen (Nau-sf Us 0- Zu diesen gehören die Ammoniten (f. d.). Die Muskelsubstanz des Beutels und derAüie'wird hier und da gegessen,- trotz ihrer Zähigkeit. Sie sind zerstörende Raubthiere, die vielMche fressen.
~ . MoNlltsflllß, Menstruatio und Menses (beides von jj/rfv, der Mond, der Monat, abgeleitet).
dem periodischen Reifen eines oder mehrerer Eier im Eierstocke (s. d. und den Art. Be-achtung) findet auch ein regelmäßiger Blutandrang nach sämmtlichen der FortpflanzungAnenden Organen, besonders aber der Gebärmutter statt. Ihr Gewebe wird aufgelockert,|* e nimmt an Umfang zu, und die (ihre Innenfläche auskleidende) Schleimhaut erscheintDunkel, selbst blauroth gefärbt, ist mit reichlichem Schleim bedeckt, und mit der zunehmendenMerämie (Blutüberfüllung) kommt es zu Gefäßzerreißungen in ihr. Das ausfließende•ötut stellt den sogenannten Monatsfluß, die Menstruation, dar. Das Menstrualblut ist unterfinalen Verhältnissen dunkelroth gefärbt und gerinnungsfähig. Gewöhnlich beginnt die Blu-. ün 9 allmählich, nimmt im Verlaufe des ersten halben oder ganzen Tages stetig zu, erhält sich°»nn 2 — 4 Tage auf gleicher Höhe und versiegt ebenso allmählich wieder. Die Menge desRührend einer Menstrualperiode ergossenen Blutes beträgt im Mittel 6 16 Loth. Die Zeit bis
^ nächsten Wiederkehr variirt bei den verschiedenen Individuen zwischen 25—30 Tagen. Im^gemeinen ist ein vierwöchentlicher Typus die Regel. Die Dauer der einzelnen Menses beträgtnrchs^nittlich fünf Tage; doch sind kleine Abweichungen darunter und darüber durchaus nichtflch Zeichen einer vorhandenen Störung. Der Eintritt der Geschlechtsreife (Pubertät), derwstdung mit den mcnstrualen Blutungen, pflegt in unsern Breiten und bei den Frauen abend-^"discher Abkunft ums 15. Lebensjahr zu erfolgen. Doch finden auch hierin bedeutende Ab-buchungen nach beiden Seiten hin statt. In südlichen Breiten und bei Mädchen orientalischerf- w. Abkunft tritt die Geschlechtsreife schon weit früher ein, und Judenmädchen, ItalienerinnenMonders aufSicilien) pflegen durchschnittlich schon um das 10.—12.Jahr menstruirt zu werden,s ! e Anzahl der Jahre, während der die menstruale Blutung in den bezeichneten Perioden wieder-j°^t, beträgt in unserm Klima 25—35: sie erlischt daher meist zwischen dem 40.-50. Lebens-a ^ e - Man nennt diese Jahre die klimakterischen (von xX(p.a£, die Stufe, Leiter) oder Stufen->b>hre. Diese sowie die Jahre der Pubertätsentwickelung bilden besonders wichtige Momente im