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duftenden Blüten. Daher der Name. Die Kelchblätter sind am Grunde buckelig.. Enblätter sind ganz und gleichartig. Die sechs Staubgefäße sind frei von Flügeln undJ e Die Narbe ist in zwei ovale, stumpfe, aufrecht zusammengeneigte Platten getheilt,
iatn kurz. Die Schote ist länglichlineal, am Grunde und an der Seite verengert, zu-
ech Zugedrückt. Die Klappen haben Randnervung. Die dünnen Samenträger tragen einzeilige,^ 3k, oft oben geflügelte Samen mit dicken, gedrückten Samenlappen und einem rückenständigenku/^^kchen. H. matronalis L. ist die gemeine Nachtviole, das Frauen Beil. Sie hat einenverästelten Wurzelstock. Die Stengel stehen infolge dessen dicht beieinander, sind rund-' steif behaart, einfach oder oben rispig. Die Blätter sind länglichspitz, drüsig-gezähnt, am
Grunde gerundet, wenn sitzend, oder, wie dieunterstem, keilig-stielig ausgezogen. Die Trau-ben sind vielblütig und tragen die prächtig lila-farbigen Blumen. Die Schoten erreichen dieLänge von 3 Zoll. Die Samen sind braun.Die Heimat ist Südeuropa und der Orient.Ehedem waren Herba und gemen Hesperidisoder Violae matronalis oder Violae damasce-nae gegen Brustleiden und als schweißtreibendesMittel in Gebrauch. Seit lange hat sich diePflanze, besonders die gefüllte Abart, Violamatronalis, in unsern Gärten eingebürgert,wo sie sowol dem Bauer als dem raffinirtenLiebhaber werth ist. Sie fordert einen rechtschweren Boden und liebt, ohne ihn zu fordern,den Schatten. Man kann sie in Bosquets sehrgut anbringen. Das Verpflanzen besorge manim Herbst. Man vermehrt sie durch Zertheilungder Wurzelstöcke oder durch Stecklinge. Zu die-sen nimmt man starke Blütenstengel und ent-fernt die Blätter unter den Augen der unternPartie, die für die unterirdische Einsenkungbestimmt ist. Man verliert sehr oft die Nacht-viele durch Insekten. H. tristis L., die so-°ber r - nte ^aurigo Nachtviole, ist zweijährig. Sie hat eilanzettliche, zugespitzte, unversehrtekstiwach gezähnclte Blätter, Blütenstiele, die länger oder gleichlang dem Kelche, lineal-^bttlicho stumpfe Blumenblätter, abstehende, kahle, gedrückte Schoten. Ihre Heimat ist UngarnW Oesterreich. Man zieht sie gern in Gärten, besonders wegen ihres sehr starken Geruchs unda k>rächttgon grünen Blumenblätter, auf denen ein zartes violettes Adernetz. Wir bilden unterk einen Stengel und ein Wurzelblatt in 1 / 3 natürlicher Größe ab, c ist ein durchschnitte-^>Me, fünfmal vergrößert.
^ Nadeln. Kaum kann es einfachere und im einzelnen werthlosere Gegenstände geben alsist doch der geringe Werth einer Stecknadel sogar sprichwörtlich geworden. Dieselbenaber so massenhaft verbraucht und müssen, um Anspruch auf Vollkommenheit zu machen,H ^lfachen Anforderungen genügen, daß die Anfertigung derselben aus den Händen des kleineni^"°werksrs, des Nadlers, längst in ausgedehnte Fabriken übergegangen und zu einem dergx-^stantesten und vollkommensten Zweige der mechanischen Technik geworden ist, bei welchemMenschenhände mit sinnreich construirten Maschinen wetteifern. Das Nadlergewerbek in Deutschland zuerst in Nürnberg und Augsburg, dort war es 1370, hier 1406 zünftig.^ ^kgenwart erfreuen sich der größten, vielleicht übertriebenen Berühmtheit die englischenb^"N, deren Fabrikation namentlich zu Birmingham und Sheffield in großartigem Maßstabe611 dst*d, doch stehen ihnen die deutschen Waaren in keiner Weise nach, und die Stecknadel-don Karlsbad und Nürnberg, die Nähnadelfabriken in den gewerbreichen Umgebungenei fo( ^ en ""d Jserlohn, in Nürnberg, Schwabach und Wien machen den englischen Erzeugnissen^kiche Concurrenz. Wir schildern im Folgenden die Fabrikation der Näh-, Steck-, Strick-Huarnadeln nach ihren Hauptzügen und folgen dabei wesentlich den Angaben von Karmarsch,»vch , ll * e Nähnadeln müssen so viel Härte und Elasticität besitzen, daß sie weder leicht biegenZechen; sie müssen vollkommen gerade sein, ganz allmählich in eine schlanke, genau in der
Die traurige Nachtviole (.klesperis triZtis).
gen.