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Nachtschwalbe
Nachtbiole
Bei uns und über die ganze Erde weg findet man diese Art auf Schutt, an Mauern, in Gärte",Parks u. s. w. Das salzig schmeckende Kraut hat man als ein schmerzlinderndes Mittel äußerlich
Wliv f>iss»„ ,mtor a. m»n (St »n not in I/. nntiirsnW ffiriSfe« sltl . b ist ein Staubgefäß,
aufgelegt. Wir bilden unter a einen Stengel in V 3 natürlicher Größe ab, b ist ein Staubgefalviermal vergrößert, c ein Pistill, d ein Querschnitt durch den Fruchtknoten, fünfmal vergrößer,s ein Längsschnitt durch den Fruchtknoten, viermal vergrößert, f ein Längsschnitt, g ein ^ u ‘ 1 'schnitt durch Samen, beides zwölfmal vergrößert. 8. Melongeua L., die Eierpflanze, ist ein ein-jähriges, derbstengeliges, einfaches oder obenhin kurzverästeltes, filziges Gewächs. Die Blättersind kurz gestielt, länglich, buchtig geschweift, besonders unterseits stärker filzig, unbewehrt ovcmit Stacheln. Die Blütenstände sind armblütig. Die radförmige, fünf- bis neunspaltige Blut"violett oder lila. Kelch und Blütenstielchen mit einzelnen Stacheln. Die hängende, länglm^eiförmige, gerade oder gekrümmte Beere ist kahl, glatt; weiß, gelb, braunroth oder violett.^ ^Heimat ist das tropische Asien. Jetzt zieht man die Eierpflanze überall in den Tropen und sog^in Südeuropa. Die Blätter sollen ein Mittel gegen Trunkenheit abgeben. Die Beeren, in Sesam"gekocht, sollen Zahnschmerz mäßigen. Die Blätter liefern, äußerlich aufgelegt, schmerzlinderndUmschläge. Endlich genießt mau die Früchte sehr häufig. Bei uns ist die Pflanze ein sehrbreitete« Culturobject. Man säet sie ins Mistbeet und pflanzt die besten Exemplare in Blume"-töpfe mit fetter Erde und gibt ihnen viel Wasser. 8. rnaruiuosrun L. ist ein wenig verzweig^einjähriges Gewächs Westindiens, welches ziemlich breite, herzförmige, gelappte, mit Stächeund Haaren versehene Blätter besitzt. Die behaarten Blütenstiele tragen in Scheindotdeu heblaublumige Blüten. Die sehr giftige gelbe Beere wird mit der Gestalt einer weiblichen Br"lverglichen, daher der Name. 8. Nssudo-Oapricmiu L., die Korallenkirsche, ist ein einige ist"hoher Strauch mit lanzettlichen, lederartigen, dunkelgrünen Blättern und Trugdolden kleim"weißblumiger Blüten. Die Beeren sind fast so groß wie ein Mehlfäßchen, kugelrund, glänze"scharlachroth und halten sich sehr lange am Strauch. Da sie besonders oft im Winter stehestwird die Pflanze sehr viel gezogen und als Winterdecoration verbraucht. Die Heimat istden kanarischen Inseln. Sehr beliebt ist auch 8. capsicastrum L., welches von Wuchs m^kleiner, aber ebenso große Beeren bringt. Roch sei erwähnt 8. antliropopliagorum Seem., ""sdessen Beeren die Fidjee-Jnsulaner eine Sauce bereiten, in der sie bei ihren großen Festius *■Menschenfleisch genießen, das ihnen ohne jene nicht mundet. (
Nachtschwalbe, Ziegenmelker, Nachtschatten, Schwalk (Caprimulgus europaeus). Einer ebestverleumdetsten Bögel, der von dem Volke und seit dem grauesten Alterthume her angen"-wird, nachts in den Ställen den Kühen und Ziegen die Milch auszusaugen und die Euter sttrocknen zu machen. Einer unserer nützlichsten Vogel in Wahrheit, der nachts überall, an Wstund Wässern, in Ställen und Scheunen lautlos umherstreicht, mit seinem weichen, eulenartistGefieder in der Lust zu schwimmen scheint und ebenso geschickt in Wendungen und Schwenkung^wie die Schwalbe, unglaubliche Mengen von Käfern, Nachtschmetterlingen mit seinem weil'Rachen wegschnappt. ,
Der Schnabel ist außerordentlich dünn, flach, bis an die Spitze mit Federn bedeckt (s. die
der Nachen, bis weit hinter die Augen gespalten, ungeheuer 'ringsum ebenso wie die großen, runden Augen mit steifen Bockst,besetzt, die mittlern Zehen des Fußes stark verlängert undKralle unten sägeförmig gezähnt. Das lockere und weiche Gesi^ist düster grau, braun und rostgelb gewässert und gefleckt, die bei"'äußern Schwanzfedern weiß. ^
Tags über duckt sich der Ziegenmelker schlafend in eine du" (Ecke an den Boden oder auf einen Ast und fliegt erst von est'Dämmerung zur andern. Er macht kein Nest, sondern legt e>'höchstens zwei Eier in eine Vertiefung am Boden oder in die ersteines dunkeln Stalles, wo das Weibchen allein die dickköpfigen häßlichen Jungen ausbrü 'deren Fleisch vortrefflich sein soll. _
Statt die freilich unschönen Vogel, die gefangen den Rachen aufsperren und fauchen wie Euihres unheimlichen Wesens wegen und infolge des alten Aberglaubens zu verfolgen und n" ^Scheuneuthore zu nageln, sollte mau sie im Gegentheil hegen und pflegen, da namentlich unterNachtschmetterlingen, die sie massenhaft vertilgen, sich unsere ärgsten ökonomischen Feinde besingNachtviole. Die Gattung Hesperis L. gehört unter die Kreuzblütler, Cruciferen. ^meisten Arten sind Stauden mit einfachem oder oben verzweigtem Stengel und oft von t*"*Behaarung. Der Blutenstand ist eine Traube oder Rispe mit recht stattlichen, bei vielen Sn
Der Kopf der Nachtschwalbe(CaprimuJgus europaeus).