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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Nagel

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ein neuer, jedoch ganz

^"„^ugorglieder bildet sich bisweilen auf dem Rücken des Stumpfeunvollkommener Nagel.

zabl^'b ^ügel dienen in doppelter Hinsicht als Tastorgane. Erstens enthält das Nagelbett„ ? teil ? e Nerven, welche jeden Druck oder Stoß des Nagels zur Empfindung bringen, und zweitensDxb" der nervenreichen Haut der Fingerspitze einen Widerhalt, vermöge dessen ein leiser^ llt * auf dieselbe größere Wirkung haben muß, als wenn die weiche Haut dem Drucke nachfcetT aU§mei ^ en könnte. Wie viel der Finger als Tastwerkzeug der. steifen Nageldecke sammtTaft wirkenden Fingerknochen verdankt, geht daraus hervor, daß die Zunge, deren

I Empfindlichkeit eigentlich doppelt so fein ist als die der Fingerspitzen, doch nicht einmal im,^i"uöe ist, z. B. den Puls der Speichenarterie des Unterarmes zn empfinden, welchen man1)61 Nngerspitze so gut fühlt, daß er allgemein zur Beurtheilung des Pulles überhauptmutzt wird.

siebEin der gewöhnlichsten Mittel, um zwei Gegenstände aneinander zu befestigen,ich t ari ”' man dieselben an wenigstens je zwei sich berührenden Punkten der Fuge durch-und in diese Oeffnungen einen dritten Körper hineintreibt, welcher die Befestigung herstellt,wch t,ie Verbindung an zwei Punkten ist eine Verschiebung in der Ebene der Fuge unmöglich^cht; eine Trennung in auf die Fuge senkrechter Richtung verhindert man dadurch, daß mandas m ^ baä Befestigungsmittel an beiden Außenseiten über die Oeffnungen übergreifen läßt,Äe’fi C * en ' oder dasselbe durch Reibung in seinem Sitze festhält, das Zusammennageln. Diesetz^uung wird erzeugt, indem man das Befestigungsmittel, den Nagel, gewaltsam eintreibt undu u^h die znnächstliegenden Theile der zu verbindenden Körper auseinander drängt, sodaß sie durch^ j" Elasticität gegen den Nagel drücken. Da nun diese Elasticität namentlich Substanzen von^J..r ober weniger faseriger Structur, wie Holz, Leder u. s. w., zukommt, so werden diese auch^^"gsweise durch Nagel miteinander verbunden, während das Nieten beim Zusammenfügen von^lstücken Anwendung findet.

ligkeit

Soll ein Nagel seinen Zweck vollständig erfüllen, so muß er sich in die Unterlage mit Leich-eintreiben lassen und in derselben möglichst fest haften; er muß mit hinreichender Härte

ßeude Form verbinden. Als Material zur Nägelfabrikation dienen deshalb Metall und harteszweckmäßigste Gestalt ist die eines spitz zulaufenden Keils mit quadratischem oder recht-slpw Querschnitt. Viel weniger fest sitzen die cylindrischen, nur am'Ende zugespitzten Draht-dvn 6 ' .^lche ihrer Umgebung viel weniger Berührungspunkte darbieten als ein eckiger Nagel*eifc großem Querschnitt. Beträchtlich erhöht wird dagegen der Widerstand gegen das Aus-spU' wenn man, wie bei großen Nägeln zum Schiffbau, zum Eisenbahnbau u. s. w., dem Keil§o[ 6 Schraubenwindungen gibt. Ihrer Substanz nach unterscheidet man Metall- undzf- ^uägel. Erstere werden überwiegend aus Eisen gefertigt; nur ausnahmsweise kommenkic g slu ® Kupfer, Zink, edeln Metallen oder aus Legirungen zur Anwendung. So befestigt manjij . 1 Wer-, oder Messingbeschläge der Seeschiffe, die Zinkplatten der Zinkdächer mit Nägeln aus^ irlben Material, weil der durch Berührung von Eisen mit diesen Metallen entstehende elektrischer ^ das Wasser zersetzen und eine schnelle Oxydation der Platten in der Umgebung des Nagelsbpiführen würde. Zum Befestigen der Dachschiefer zieht man gegossene Bronzenägel vor,so f" ^°pse weniger leicht rosten als eiserne. Soll der Nagel eine außergewöhnliche Härte besitzen,man ikm zweckmäßig aus einer Legirung von 3 Thln. Zinn, 2 Thln. Blei und 1 Thl.

. on - Zum Beschlagen schildpattener Uhrgehäuse, zum Verzieren feiner Papp - und Leder-eit en braucht man kleine Nägel aus geringhaltigen Gold- und Silberlegirungen, welche gefärbt^^rsilbert find.

der 9 ^ Form und Größe zerfallen die Nägel in zahlreiche Sorten, welche durch besondere nachist Lokalität oft abweichende Benennungen unterschieden werden. Der Hanpttheil jedes Nagelset Rumpf oder Schaft, ein flacher, unten zugeschärfter Keil oder eine vierseitige Pyramideda Quadratischem Querschnitt; derselbe trägt meist am obern Ende einen breitem Kopf, welcher,sch^ ilbergreift, zum Festhalten beiträgt und das Nagelloch gegen Eindringen von FeuchtigkeitGefeit' außerdem wegen seiner größern Breite das Einschlagen und, da er über die Oberfläche desflaz, ^ungsstücks vorsteht, das Ausziehen des Nagels erleichtert. Ein großer, halbkugelförmiger,pyramidaler oder auch ganz platter Kopf charakterisirt die eigentlichen Nägel; soll derFpuur wenig vorstehen, sondern sich tief in das Holz einsenken, wie z. B. zum Nageln dersch^.pn, so gibt man ihm die Form einer sehr flachen, vierseitigen Pyramide und einen Quer-Djx gs welcher den des Schaftes nur wenig übertrifft, und erhält so die Spieler oder Düker.l Senfd>aften beider Sorten vereinigen die Onerköpse mit einem flachen Kopfe von der