Nähmaschine 641
Nähmaschine. Obgleich das Nähen für die menschliche Hand"h s° erfordert es doch ziemlich complicirte Bewegungen d.e sich nicht^le cht mt ^Uheck .u ä,°M° Maschine nachahmen iaffen-, es darf uns daher nrcht wunder nehmen, daß ^ Echnd^rauchbarer Nähmaschinen der neuern Zeck vorbehalten blieb und daß ^ atU ® e « l 9gbGer erfolgreichen Maschinen ein von dem gewöhnlichen Nahen ziemlich versch^ nesSur Anwendung bringen, obgleich damit wenigstens e.n weckerhm na&«i«unvermeidlich verbunden zu fein scheint. Die Ersindung praktisch brauchbarer RähmaMnen ,cyem«%>,«“?«
UIN diese Aeit allaemeiner bekannt geworden. Auf ,ener Aufstellung waren, wenn 77 b eyenöon ® a i von Zeuastücken dienenden Maschinen, die durch das mittels
eines einfach eine Nadel mit Faden hindurchgezogen, also nicht eigent-
5 ' J ^^ rab \ Sersll 1 SibS Vei bem Principe nach verschiedene Maschinen ausgestellt.^ nähten, sondern nur ° mit zwei Fäden, deren einer durch das nahe an der
Spitze bchndliche Oehr ecki^Nadel gezogen war. welche an einem auf- und abwärts schwingenden
Fig. 1.
Hebel befestigt war. Bei jedem Niedergänge der Nadel wurde der Faden durch das Zeug geführt,°ei dem Rückgänge derselben wurde er vermöge der Reibung am Zeuge zurückgehalten und btl=bete unterhalb desselben eine Schlinge, durch welche ein Schiffchen einen zweiten Faden hindurch-^ 8 , der den ersten unter dem Zeuge festhielt, worauf durch den nächsten Niedergang der obernS^abel der Stich festgezogen wurde, sodaß eine Naht entstand, die oberhalb das Ansehen einer^wohnlichen Naht. unterhalb einen fortlaufenden Faden mit Umschlingungen zeigte. Fig. 17'anschaulicht die Bildungsweise derselben. Die andere Maschine, von ihrem Erfinder (Magninw Villefranche im Rhonedepartement) Eousobroäeur genannt, weil sie zum Nähen und Stickenbienen kann. benutzte nur einen Faden, der auf einer unterhalb des Tischchens der Maschinebefindlichen Spule aufgewickelt war. von dir durch das Oehr eines beweglichen FadenführersÄng. durch ein im Tische gerade unterhalb der Nadel befindliches kleines Loch geführt und anber untern Seite des zu nähenden Zeugs befestigt wurde. Die Nadel hatte kein Oehr, son-brn war nach Art der Häkelnadeln nahe der Spitze mit einem seitlichen Einschnitt versehen;bo war von einer unabhängig beweglichen Hülse umgeben, welche am untern Ende eine Warzel "3, die dazu diente, während des Rückgangs der Nadel das Zeug festzuhalten. Wurde
Fig. 2 .
bw Maschine in Beweauna gesetzt, so ging die Nadel herab und durchstach das Zeug-, unterhalb^s'elben schlang der abwechftlnd nach rechts und nach links sich drehende Fadenführer den §aden!'* die Nadel, sodaß er von dem Haken derselben gefaßt und bmn Anfwärtsgange m Schlmgen-“ tlu durch das Zeug hindurchgezogen wurde; dann bewegte der Arbecker das Zeug um die LangeStichs in der gewünschten Richtung weiter. D.e Nadel durchstach wieder das Zeug undein neues Stück Faden als Schlinge herauf, welche denn Weckergauge den vorigen StichÄttgte. Dadurch entstanden an der obern Seite Kettenstiche, wie es Aig- 2 darstellt. Lag keint u S auf dem Tischchen, so fertigte die Maschine Kettenspitzen aus dem »oben. Die diesen beiden^sichinen zu Grunde liegenden Verfahrungsweisen sind dem Wesen nach m allen spätern Ma-7'Nen beibehalten worden. Beide haben mehrfache Abänderungen und Vervollkommnungengalten namentlich in Amerika, dem Lande, in welchem die Nähmaschinen bisher die allgemeinste^Areitung gesunden haben; aber noch immer theilt man die große Zahl der dadurch entstandenen' Minen in zwei .imuptklassen, je nachdem sie nach dem Judkins'schen oder Magnin'schen Prm-7 mit zwei ober mit einem Faden arbeiten. Die einsadigen Maschinen werden übrigens ,etzt
' Familien-Lexikon. V.
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