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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Natmaliensammlung 663

?uch solchen, welche bei wenig Zeit viel und'Gutes sammeln wollen. Natürlich müssen alle solcheHäute später gut ausgewaschen werden, was bei einiger Sachkenntniß leicht-zu bewerkstelligen ist.Das Versenden solcher eingepökelten Häute geschehe hier, wie sonst überall, durch festes VerpackenSegen Reibungen, und sind die Harnblasen großer Thiere als oft sehr paffende Säcke dabei zuverwenden. Bezeichnungen sind durch angebundene Leder- oder Hautstücke, in welche römischeWahlen geschnitten, am besten auszuführen.

Während die nasse Präparationsmethode zu den sichersten gehört,' die es gibt, so lassen sichdoch wiederum eine Menge Thiere, thierische Gebilde und Pflanzentheile nicht anders sammelnund versenden als aus trockenem Wege. Aber auch hier hat Schreiber dieses eine Methode befolgt,b>e zwar nicht mehr so neu, aber dennoch leider noch sehr wenig bekannt ist, weshalb dies hierWenfalls näher beschrieben werden soll. Das bisher fast allgemein übliche Sammeln auf Reisenv°n Insekten und Thieren, welche an Nadeln gestochen zu werden pflegen, leidet an vielen großenEngeln, als da sind: große Raum-, Zeit- und Geldverschwendung, Gefahr vor Feuchtigkeit,Zerstörung durch Raubinsekten und durch Zerbrechen. Allen diesen Uebelständen läßt sich mitvielem Vortheil für Sammler und Empfänger wiederum durch größere Einfachheit begegnen undliefert ebenfalls wieder die besten Resultate. Das Tödten von Insekten u. s. w. geschieht nachUeuern Erfahrungen am zweckmäßigsten durch blausaures Kali (Cyankalium), welches, in Fließ-vadier gewickelt und in eine Sammelflasche gethan, alle kleinern Thiere sehr schnell tödtet. Nachseder Epcursion werden die Sammelflaschen entleert und die Käfer jeder einzeln in ein feuchtesStückchen Papier gewickelt, auf das man zuvor die nöthigen Notizen geschrieben hat. Die solcher-siestalt eingefüllten Thiere werden nun einige Tage lang zum Austrocknen gebracht und alsdannw leere Flaschen oder Blechbüchsen gethan, welche, wenn angefüllt, gut verschlossen und verkittetwerden. Schmetterlinge, Libellen, Fliegen u. a. sind mit vielem Vortheil ähnlich zu behandeln.Dlan nimmt dazu Blechbüchsen oder im Nothfall auch gute Holzkistchen, belegt den Boden flachNit Watte, worauf ein Blatt feines Papier kommt, auf das die betreffenden Insekten (Tagfalterwit zusammengelegten Flügeln, Abend - und Nachtfalter in natürlicher Lage) nebeneinander ge-legt werden. Auf jede Lage Insekten kommt wieder ein feines Blatt Papier, darauf wiederWalte ii. s. s., bis das Kistchen voll ist, was, um Reibungen zu verhüten, Ziemlich compreß seindiuß. Vollständige Trockenheit der betreffenden Insekten vor dem Zukitten der Kistchen ist durchausUothwendig, weshalb es gut ist, die fertig gepackten Kistchen auf heißen Sand gestellt noch beson-ders auszutrocknen. Um nun gegen zufällig eingeschlüpfte Raubinsekten aber vollkommen sicherA fein, füge man den Kistchen unmittelbar vor dem Verschluß etwas Cyankalium oder einigehopsen Schwefcläther bei. In ganz ähnlicher Weise kann das Sammeln und Verpacken von^chalthieren, Seesleinen, Conchylien, Vogeleiern und vielen andern Dingen betrieben werden.

Die Häute großer Fische, Reptilien und Säugethiere, welche man bei weiten Landtransportenihrer Schwere wegen nicht gut im nassen Zustande fortschaffen kann, sind vorher, im SchattenSui ausgebreitet, trocken zu machen und ist bei solchen, wie z. B. Fischen und Reptilien und ganzbesonders auch bei Vögeln, wo es nothwendig ist, den Häuten eine naturgemäße Form zu geben,dach vollendeter Vergiftung an Stelle der bisher allgemein üblichen Baumwolle, Welch, Moos'!'• dgl. warmer trockener Sand das beste Ausfüllungs- und Trocknungsmittel, den man unterUmständen erneuern und so das Trocknen sehr beschleunigen kann, auf das in allen Beziehungeni"» allermeisten ankommt; d'enn ein langsames Trocknen, zumal eines geschlossenen Balges, und^ die Feuchtigkeit wenig absorbirenden Stoffen, wie Baumwolle u. s. w., angefüllt, bringt eine^«ceration der Haut hervor, die deren Fasergewebe thcilweise oder gänzlich zerstört, wodurch eine' ol(ä >e im gelindesten Falle ihre Elasticirät für immer verliert, bei weiterer Entwickelung dieselbeMlirhb und brechend macht und so ein Präparat liefert, an dem der pstuch des Präparators undet Spott des Jahrhunderts haftet. _ .

,. Das Jnsektenanfspannen, Präpariren der Schalthiere und der Conchylien soll jetzt, da keine"Andern Rubriken dafür sind, näher beschrieben werden. Im ganzen liegt im bisherigen Jn-^Unsammeln ziemlich viel Unvollkommenes, was daher kommt, daß hie meisten Insekten inEinten verwandelt, spätern Zerstörungen durch Raubinsekten gar zu leicht verfallen. Unsersi^vzes Bestreben aber muß darauf gerichtet sein, solche Uebelstände möglichst fern zu halten, wes-, b gleich von Anfang an darauf Bedacht genommen werden muß, eine dauernde Conservation| l sieben. Die meisten Insekten, mit Ausnahme der Schmetterlinge, der Asseln, Skorpionen,?b>unen und Schalthiere, lassen sich vor dem Aufstellen durch mehrstündiges Einlegen in arsenik-sisi^es Natron dauernd vergiften. Schmetterlinge und alle solche, welche durch directes Naßwerdenwürden, sind nach dem Tode, oder wenn sie aufgereiht werden sollen, unmittelbar auf Sand