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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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. Nebel, Thau, Regen

dings wird bei mondhellen Nächten sehr häufig Thaubildung eintreten, aber nicht weil derscheint, sondern weil, wenn der Mond scheint, der Himmel frei ist. Der Mond sieht alsomaßen nur zu, wenn es thaut, und hat mit der Thaubildung selbst gar nichts zu thun. Daß ^verschiedenartige ^bfü^;^u^g des Erdbodens es ist, welche hauptsächlich ins Gewicht fällt, kauman auch daran erkennen, daß auf einer großen zusammenhängenden Fläche, welche aber anOberfläche verschiedenartig gestaltet ist, die Thaubildung in verschiedenen Graden vor sich S™’So z. B. ist sie stets stärker auf Wiesen als auf festen glatten Wegen, weil die vielen Spitzen ^Grashalme die Wärmeausstrahlung und daher auch die Abkühlung ganz außerordentlich begi^stigen. Metalle oder Steine sind ferner stets stärker bethaut als Holz oder weiches Erdreich, ^die Wärmeleitungsfähigkeit bei jenen größer ist als bei diesen.

In welcher Form auch die atnwsphärische Feuchtigkeit wieder zum Boden zurückkehrenso ist sie es doch namentlich, welche die Culturfähigkeit eines Landes bestimmt. Umdieser Beziehung ein richtiges Urtheil fällen zu können, wird es nöthig, daß man die jährh,oder besser monatlich fallenden Mengen von atmosphärischem Wasser bestimmt. Leider hatbeim Thau bisjetzt noch nicht mit genügender Schärfe ausgeführt werden können, allein inauf den Regen besitzt man Instrumente, welche allen Ansprüchen genügen. Dies sind dienannten Udometer oder Umbrometer (Regenmesser). Sie bestehen aus einem parallelepipPschenKasten mit senkrechten Wänden und quadratischer Oeffnung, welche nach oben gerichtet ist-, j (solcher Kasten wird inmitten eines freien dem Regen zugänglichen Ortes so aufgestellt, daß^Fläche der obern Oeffnung horizontal zu stehen komiyt. Der Regen, der auf diese Flächtwird sich im Kasten ansammeln, und man kann dann das darauf niedergesallene Wasser nachgewissen Zeit wägen oder messen. Hierdurch erfährt man die Regenmenge, welche auf einerstimmten, genau ausznmessenden Fläche des Landes fällt, und berechnet dann daraus, wie 0*die Regenmenge ist, welche auf den ganzen betreffenden Landstrich gefallen sein muß. Daß "AVorsichtsmaßregeln zu nehmen hat, welche das im Kasten sich ansammelnde Wasser vor Verdwübewahren, versteht sich von selbst. Die Art und Weise, in welcher man gewöhnlich diemenge anzugeben pflegt, ist die, vaß man sagt, es sind in einer bestimmten Zeit so und s" AZoll (Fuß, Linien, Centimeter u. s. w.) niedergefallen, d. h. wenn das in der bestimmten^,niedergefallene Wasser nicht in den Erdboden eingedrungen, auch nicht abgelaufen wäre, so P 1 j,es auf demselben eine Schicht von der betreffenden Höhe geben. Auf diese Weise lassen st^ ^Angaben über die verschiedenen Landstriche sehr bequem miteinander vergleichen. Wir gebt"dem Folgenden eine Tabelle, welche das Regcnverhältniß der europäischen Länder darstellt.

Ortsname.

Winter.

Frühling.

Sommer.

Herbst.

Jahr-

Spanien und Portugal.

Par. Zoll.

par. Zoll.

Par. Zoll.

par. Zoll.

Gibraltar.

29,5

11,2

0,2

10,1

Lissabon.

10,0

8,8

0,9

5.7

Barcelona.

4,6

1,4

4,3

10,0

Madrid..

4,2

10,9

4,3

22,2

Italien.

PalermoRom ...Siena ..Florenz.BolognaParma ,MailandTurin ..Verona.

par. Zoll.

par. Zoll.

par. Zoll.

par. Zoll.

7,87

4,81

1,20

7,53

8,74

6,84

3,20

10,22

7,26

9,38

6,65

11,79

9,52

8,04

4,93

11,89

3,64

3,92

6,44

6,31

7,29

6,77

. 4,67

10,70

7,60

8,50

8,62

11,01

5,20

10,62

10,51

8,94

6,38

7,85

9,94

' 10,39

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