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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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733
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Obstzucht 733

(§rt> e locker, so kann man auch beim Ausfüllen der Oeffnuug dieselbe so nässen, daß sie^artig wird. Man thut es schichtenweise. Pflanzt man im Herbst, so beschränke man sich mitklein Proceß auf die untersten Schichten. Bei lehmigem Boden freilich muh man mit derWässerung sehr vorsichtig sein, weil sonst der Boden leicht zu stark zusammensickert. Die Bc-^Itiguug an den Pfahl, das Anpfählen, muß man zunächst vermöge eines unter der Krone sehr^lcht umgeschlagenen Bandes beginnen. Der Boden setzt sich ja und der Baum sinkt demgemäß^kfer. Man würde alsdann Gefahr laufen, daß die Wurzeln in einer offenen Höhle ständendie sie umgebende Erde, ohne sie mitzunehmen, sinkt. Nachdem die Erdesich „gesetzt", macht^an den Baumstamm vermittelst mehrerer Pfühle oder nur eines fest. Ersteres thut man be-sonders auf Aeckern. Junge Bäume werden mit Weidenruthen, ältere mit Strohbändern befestigtUm Reibung mit dem Pfahle oder mit den Pfählen zu hindern, muß der Bund sich zwischenPfahl und Baum kreuzen, sodaß er also in der Mitte eine Schlinge bildet. Das Gedeihen derBäume ist der sicherste Beweis für ihre richtige Pflanzung. Sobald sie wachsen, 'kann man be-ruhigt sein über sein Werk. Zunächst muß man nachgießen, sobald die Frühlingswitterunq es^ünschenswerth macht. Man achte auf die Bänder, ob sie drücken oder gar sich gelöst haben.Bei besonders festem Boden, wie auf Wiesen, an Wegen u. s. w., muß man die Erde im Um-reis von 4—6 Fuß um die Bäume herum behacken. Immer aber hüte man sich davor, irgend-welche Löcher in der Erde entstehen zu lassen, weil solche sehr leicht zu Ansammlung von Eis imhinter dienen. Es ist gut, von drei zu drei Jahren für neuen Dung zu sorgen. Man muß aberÄschen Dünger stets vermeiden. ' Man muß die Bäume bis zum fünften Jahre nach der Ver-pflanzung im ersten Frühling so beschneiden, daß man eine schöne Krone erlange. Man schneidetle Seitjirüeige auf 6—8, die Seitenzweige auf 5—6 Augen. Hat man einen Baum mit aus-wuchteten Zweigen, so schneidet man über einem nach außen stehenden Auge. Hängen diefl^eige, so schneidet man über einem nach innen gerichteten Auge. Jene Triebe, welche sichwerden am Aste abgeschnitten. Nur ist dies bei Kirschen zu vermeiden, weil diese leichtso"* ^"sumifluß leiden. Alle Flechten, Moose, dürren Zweige, Ausläufer, Wasserschosse, sind^^gfältig zu entfernen. Letztere kann man jedoch bei alten Bäumen stehen lassen und die Stelleein ^schneidenden veralteten Zweige einnehmen lassen. Steinobstbäume, deren Stämme^"ochmesser von 3 Zoll haben, rechnet man als jungtragbar. Kern - und Schalenobst-Bau'^^^ erlangen diesen Rang bei einem Durchmesser von 4 Zoll. Manche überstreichen die.'^wirne alle 4—5 Jahre zu Winters Anfang mit Kalkmilch, nachdem sie zuvor die alte,

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Sie bezwecken damit die Tödtung aller Insektenbrut. Andere nehmenvon Kuhdüuger, Kalk und Lehm. Sind Bäume hinfällig, so ist es am besten sietferneu. Will man durchaus den Boden benutzen, so nehme man Halnifrüchtebrin ^^küchte, aber ja keine Luzerne, da bekanntlich ihre Wurzel sehr tief in den Boden ein-^ o Dbstpflanzungen haben eine Legion Feinde, aber auch Freunde. Es ist eine ge-

ber p. mitniß derselben nöthig, damit es nicht manchem gehe wie jenem pensionirten Krieger,^ ® le Larven der Coccinellen alle tödtete, während sie seine getreuesten Alliirten gewesen waren.

der Obstpflanzungen sind die Fledermäuse, Spitzmäuse, Maulwürfe, Igel. Diese Thiere„w^vren zahlloses Jnsektenvolk, und ein Blick in den Magen eines solchen Geschöpfes wird""chem rohen Bauer beweisen, welche Dummheit es ist, um ein paar Groschen z. B. ein Jgelfell.^saufen, damit ein beliebiger Thor sich daraus eine Mütze machen lasse. Auch der Maul-hAflst für die Obstpflanzungen von überwiegendem Nutzen. Nur im Garten wird er ein ver-3} Freund. Unter den Vögeln gilt es die kleinen Raubvögel zu erwähnen. Die Schwalben,Di5°fldögel, die Siugvögel größtentheils, die Würger, die Sperlingsvögel und überhaupt die^Mäbler, die Baumläufer, die Spechte, die Meisen machen alle eine unerbittliche Jagd aufteneier, Insektenlarven, Puppen oder die fertigen Thiere. Man sollte ihnen allen möglichenHub ■ U& Listen, ihnen hübsche Gebüsche zum Nisten herstellen, für erreichbares Wasier sorgenbeb ^lüeen durch Kästen und sonstige Apparate bei dem Brutgeschäft gefällig sein. Die VögelC einen sehr feinen Jnstinct, ihre Freunde zu erkennen, und gewinnen Vertrauen, sobaldder schuldigen Achtung begegnet wird. An vielen Orten sind sie fast gänzlich vertrie-Besonders ist es die rohe Bauerjugend, die eine instinctmäßige Gier hat, NesterZunehmen, etwa wie die Katze Mäuse zu tödten. Die Folge dieser Roheiten ist in demkkhandnehmen der Insekten zu beobachten und kostet manche Ortschaft einen unglaublich- rei8. Daß einiges Geflügel auch seinen Antheil an den Ernten, die es vorher geschützt,bftjj' Pstren beflissen ist, das kann man nicht leugnen. Allein es gibt so unblutige Schutzmittel,ihnen den etwa nicht gegönnten Antheil in der That ohne Morden vorzuenthalten im