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Obstzucht
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Stande ist. — Eidechsen, Schleichen, Schlangen, Frösche und vorzüglich die Kröte, die ^geschmähte und vielverleumdete, sind eigentlich in immerwährender entomologischer ^4^'.begriffen. Selbst unter den Insekten achte man besonders die schnellfüßigen, dünngcschientenfäfer; viele Staphylinen, manche Keulenhörner nähren sich von andern Insekten. Die RauVfliegen und die Schlupfwespen (Wipperwespen) verdienen die größte Aufmerksamkeit in. lylWirken. — Unter den Feinden nennen wir zuerst den Menschen, gegen den nach kandesübllw^Rechte oder nach dem oft mehr beliebten wirklichen Naturrechte eingeschritten werden ^andern Säugethiere beschränken sich mehr auf das Benagen der Rinde. Dies sucht mantheils durch Aufstreichen von Kalk und Kuhfladen zu verleiden, theils auch durch Anbringl^^von Dornengesträuch. Allerhand Nager, besonders Mäusearten, sind den Wurzeln schädlichuntergraben den Boden. Man soll sie durch Anbringen von Fischthran oder menschliches -in der Erde fern halten. Am besten ist es, man unterhält einige solche Hunde, welche 2^*^nachstellen. Die Katze wird leicht ihre Jagdliebhabereicn auch auf die Vogel ausdehne»-Schnecken (vgl. den Art. Ackerschnecke) sucht man in allerhand gehöhlte sreßbare Dinge:
Obst, Kartoffeln, Klauen, Mooswische zu locken, um sie zu vertilgen. Auch möge man tlStreuen ungelöschten Kalkes, von Asche, Spreu ihnen das Herumkriechen verleiden. . e „Die schädlichen Insekten sind unter den einzelnen Obstbäumen aufgeführt. Imhalte man fest, daß die meisten Versuche, ihnen beizukommen, gänzlich verfehlt sind, wenndie Gesammtheit der Obstzüchter vereinigt und mit gleichem Einverständniß wirkt. SB 3 ” j tlz. B. das Prämienzahlen für einen Scheffelsack voll Maikäfer/ die ich sorglich tödte, wen« * ^Nachbar ebenfalls einen Schefselsack voll bezahlt und dann, zu Abkürzung des Versuchst^nächtlicherweile auf meinen Grundstücken ausschüttet? Auf dem Lande ist hier ein weite»der Thätigkeit den Geistlichen eröffnet, die, wenn sie auch nur die halbe naturwissensch^d^Bildung erhalten haben, die man heutzutage von einem Mann von Bildung beansprucht, l!sehr segensreich wirken können. Die Regenwürmer sind besonders in den Pflanzgärten ^weil die Samen, in ihre Löcher fallend, oft die Möglichkeit zu keimen verlieren. Mandurch Ausguß von Nußschalenabsud oder Kalkwasscr, oder auch durch Stampfen auf jicoder Einstoßen von Pfählen hervor. Die erster» Stoffe sind ihnen zuwider, die zweitenhervor, weil sie infolge der Erschütterung ängstlich werden. Oder man schabt MöhreJ 1, ^und legt sie auf die Wege. Dann findet man früh die Würmer so dick gefressen, daß 1' eweiter konnten.
Die Obstbäume haben so gut wie alle andern Culturwesen eine ganze Anzahl von 5'*'eilen, infolge theils ungünstiger Descendenz, theils und ganz besonders unvortheilhafter *
Verhältnisse oder solcher mechanischer Schädlichkeiten, welche durch ungeschickte Behandlung/' .Pfleger oder aber durch thierische Einflüsse aller Art hervorgerufen wurden. Bei dem bctrst^den Zustande des chemischen Theils der Pslanzenphysiologie sind wir in Bezug auf alle svgst!st„gten dyscratischen Leiden in einer vollkommenen Unwissenheit. Noch ist so gar nichts W 1 tüber die Verhältnisse der Säftemischung in den einzelnen Theilen, daß ein gewisier Huw»tgehört, um die Krankheitsbezcichnungen zu adoptiren, die an die Charlatanerie jener cerinnern, welche den Leuten die verschiedenen „Krasen" oder Säftemischungen gleichEine solche Krankheit ist die Wassersucht, zu welcher Ueberschwemmungen, Regen,Mangel, „großer Anhäufung von Sauerstoff", wie die Praktiker wollen, die von der Verb»'der Elementorgane wenig unterrichtet zu sein scheinen, die Veranlassung sein sollen. ^rathen Besserung des Bodens durch Kalkmergel, Holzasche, Gyps, Seifensiederabfälle, n>n .^dürften jedenfalls Erfolge erzielen. Andere dagegen begnügen sich damit, die Krankheit»^.^.,,nung durch „Aderlaß und Schröpfen" zu bekämpfen, also Einschnitte zu machen. Das Erder Bäume im Säst ergreift die kräftigsten Bäume an: leichtesten. Alsdann treiben j t tnur Aeste und tragen gar nicht. Oft wird das Tragholz ganz elend, während WasserstMenge hervorbrechen; die Knospen sind dünnt Die Blätter werden fleckig. Als Veranlassung.^,,,,man „organische Fehler" in den Gefäßen der Bäume an, die den Saft nicht richtigwährend es doch bekannt ist, daß dieselben in der Regel nur lufthaltig sind. Fehlerhafter ^mag wol die Ursache sein. Die Gelbsucht zeigt sich in einer Neigung, die Blätterder gehörigen Zeit gelb zu färben. Da sie alsdann ihrer Fuuction nicht mehr vorstehst'^natürlich der Baum sehr stark. Bodenverbesserung und Gießen werden angerathen. Dwsucht äußert sich in: Absterben ganzer Zweige oder doch oberer Spitzen. Man nimmt al»eine sehr starke Verletzung der Wurzeln oder einen sehr ungünstigen Boden an. ^nächst nachzuhelfen. Außerdem aber möge man die Zweige tüchtig zurückschneiden. Dw