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Obstzucht
saute, die Erscheinung, bei der das Holz von innen nach außen fault, ist schlechterdings unheil-bar und hört damit auf, daß der hohle Stamm vom Sturm umgerissen wird. Hohes Alter, oderschlechter Boden, oder Abstutzen der Hauptzweige sind die Veranlassungen. Der Krebs zeigtsich an Stamm und Zweigen in Gestalt kleiner Erhabenheiten, die aufspringen. Alsdann siehtUlan Flecke von schwärzlicher Farbe. Man schneide sie aus oder entferne sogleich befallene Zweige.Als ursächliche Moniente nimmt mair sehr heftigen -zrost, Quetschungen, zu thonigen oder sauernBoden und von kranken Bäumen genommene Edelreiser. Der Rost befällt die Wurzeln, welchesich verfärben und endlich schimmelig werden. Der Baum wird elend, erhält Flecke an den Blät-tern und verdorrt. Man kaun junge Baume durch rasches Ausheben noch retten. Man beschnei-det ihre Wurzeln und die Krone und versetzt sie in guten Boden. Alte Bäume sind auf dieseWeise nur noch selten zu retten. Man nimmt an, zu trockener oder zu nasser, ganz besondersaber eisenhaltiger Boden wäre die Veranlassung. Die Mooskrankheit nennt man zu üppigeund massenhafte Entwickelung von Moos und Flechten auf Nord- und Westseite der Baumstämmeund Zweige. Man kann sich der Einsicht nicht verschließen, daß mau dieser Erscheinung ganzbesonders da begegnet, wo Obftbäume in einem zu feuchten Boden stehen, oder an Stellen, woaller Luftzug gehemmt ist, z. B. in muldenförmigen Vertiefungen. Ost ist auch der Bodenzwischen dem Rasen so mit Moos bedeckt, daß wenig Luft eindringen kann. Drainage, Zuschaf-fung von Luft, Reinigung der Rinde und Uebcrzug derselben mit Kalkwasscr sind angezeigt. DieKräuselkrankheit zeigt sich in Drehungen der Blätter, auch oft in Blasenbildung. ^ErstereErscheinung haben wir auch sehr oft in Gewächshäusern, namentlich bei Orangerien, sie solldurch Mangel au Luft bedingt sein, doch ist dies,erst zu beweisen. Die Blasenbildungen dagegengehören Insekten an, die den Blattläusen nahe verwandt sind. Da» Beste bleibt, da» ganzebefallene Laub zu entfernen und zu vernichten, am Ende sogar gleich den ganzen Baum zu ver-schneiden. Der Gummiflus; zeigt sich besonders beim Steinobst. Man glaubt ihn entfernenSu müssen und soll dabei die Masse erst mit feuchten Lappen belegen, um sie dann leicht entfernenSu können. Man meint die Entstehung mit zu feuchtem Boden in Verbindung bringen zu sollen.Tie Unfruchtbarkeit ist natürlich ein sehr fatales Leiden. Die Ursachen sind höchst verschieden.Alle jene Sorten welche zeitig zu tragen anfangen, werden zeitig unfruchtbar. ES ist am besten,i'e dann zu beseitigen. Junge Bäume aber werden oft infolge zu guten Bodens vollsaftig und"geilen", indem sie wesentlich sterile Schosse bringen. Solange sie aber jung sind, schlägt mander, tiefere Längsschnitte und weniger tiefe Querschnitte in ihre Rinde, aber nicht bis zur Bast-fchicht zu machen' Ist die Verwundung zu stark, so verklebt man sie. Man thut das besondersder to0 ^ Mihling beginnt, bei trockenem Wetter. Andere male stehen die Bäume^N'g luftigen, kalten, feuchten Stellen. Zu der Zeit, wo sie blühen, herrschen Nebel. Tdkuß man sie beseitigen und später blühende Sorten an ihre Stelle pflanzen. Der Platz, **sich die Bäume heranzieht, sei es aus Samen, Stecklingen oder Senkern, oder durch Ver-eng, heißt die ^bstbaumschule. Es bietet große Vortheile, eine eigene solche Bamnfchule zuPützen. Be'üae von fernen Orten sind oft insofern gefährlich, als die Bänmchen unter andern»""«tischen Berbältnis en und in andern Bodcnsortcn aufgewachsen sind und sich nicht wohl finden.^'st bis auf die neueste Zeit eine große Confusion in Bezug auf die Benennung. Diesessenken beginnt indessen zu fallen, denn die Pomologen haben sich, mcht etwa blo» m^eutfch-S sondern 5» in Eng and, Frankreich, selbst in Norwegen, mit emeni höchst anerkemien»-Eifer St Ver Ausgabe beschäftigt, die Grundformen festzuMleu und die Bezeichnungen® D "coftntt’ ’u fn-hiiiet! Bctrüaerische Händler verkaufen oft Ltammchen, dl.nen fie onrch.^"schnitte eine°Geschwulst beibrachte,i, als veredelte. Es wäre wünschenswert!), daß große Ort-!^«sten ib re c i acncu Baumschulen hätten, wie es ja auch w manchen Zandern,B. Preußen,^«baumschulen gibt, die Gutes'leisten. Der Ertrag einer Baumschule 'st bekanntlich ein soSl' daß ein intelligenter Mann dabei von kleinem M gio^en fonn.^ Man
> Obstbaumschnle gern viereckig und so gelegen daß ge «ach Suden -der Osten frei liegt,Nord- und Westwinde aber geschützt ist. Tiefe Lage ist em für allemal zu vermeiden. Sie'"St nur geil verschossene Exemplare. Hat man d>- Baumschule für e,»e gewiffe Gegend er-Jf et , s° sorge man, alle Verhältnisse des Bodens und Klnnas übereinstimmen zu lassen. Emm ter sandiger Lehmboden, von nicht zu leichter Beschaffenheit und einer Tiefe von iy 2 -2 au*,tziedem andern vorzuzieben. Ist der Boden zu arm, so muß man nachhelfen, denn magereroifcf i,-.- .. L ~ "
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°°t>, ^ Ür ba * 3 sllI ä c -bvcn magere Mdivionen. wum venutzl gern eine .bocke von Weiß-herangewachsen ist, legt man einen sogenannten Thiergartenzaun an, beik oestimmte Dutanzen aufgerichtete lothrechte Pfähle stehen, zwischen denen die andern
ganze Leben magere Individuen. Man benutzt gern eine Hecke von Weiß-