Oele
Oleander
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hingibt, der zum ersten mal inne wird, welch entsetzlicher Stoff das bei ihm gebräuchliche Oelist, als eine schreckliche Barbarei, die man nicht hart genug tadeln zu können meint. 0. fragransist ein niederer Strauch mit elliptisch-spitzen, dunkelgrünen, netzaderigen, großen Blättern undgroßer Straußrispe kleiner weißer Blüten. Dieselbe wurde in China und Japan dem Thee bei-gemengt, dem sie ihren trefflichen Wohlgeruch beibringen. Wir bilden von 01sa sativa unter aeinen Blütenzweig in r/Z natürlicher Größe ab; b ist eine Blüte von oben, dreimal vergrößert,e eine Griffelspitze mit Narbe, ck ein Kelch mit Griffel und Narbe, sechsmal vergrößert, e eineFrucht in natürlicher Größe, f dieselbe durchschnitten, der Kern ganz, g dieselbe einschließlich desKerns durchschnitten, b der Kern.
Oele. So nennt man eine große Anzahl von organischen Verbindungen, welche zum Theilhöchst verschiedene Eigenschaften haben, aber doch in folgenden Punkten miteinander übereinstim-men. Sie sind bei gewöhnlicher Temperatur flüssig, haben eine mehr oder weniger dickliche Con-sistenz und sind in Wasser entweder gar nicht oder nur in sehr geringer Menge löslich; in Alkoholdagegen zeigen die Oele eine größere oder geringere Löslichkeit. Viel leichter noch sind sie inAether löslich. Erhitzt zersetzen sie sich entweder oder destilliren unzersetzt über und brennen inbeiden Fällen mit leuchtender Flamme. Einige brauchen zur Entzündung eine höhere Temperaturund brennen dann nur mit Hülfe eines Dochtes, andere, die flüchtigen Oele, entzünden sich schonbei verhältnißmäßig niederer Temperatur und brennen ohne Docht. Die beiden Hauptklassen, inwelche man die Oele einzutheilen pflegt, sind fette Oele und flüchtige. Die fetten Oele sind fastohne Ausnahme chemische Verbindungen aus einer Säure (Fettsäure) und einem eigenthümlichenbasischen Körper, dem Lepyloxyd, welches mit Wasser verbunden das Glycerin gibt. Die Säuren,welche in die Constitution des Oels eintreten, können verschiedener Natur sein; sie sind entwedermehr oder weniger flüchtig, flüssig oder fest. Danach geben sie dem Oele auch eine verschieden-artige Beschaffenheit, indem sie es bald dünnflüssig, bald dickflüssig, bald mehr oder weniger flüchtigmachen. Hiernach kann man die Oele als neutrale, salzartige Körper betrachten. In der Thatsind es auch durchaus nur indifferente Körper, welche weder eine saure noch eine basische Reactionhaben. Die Säuren, welche gewöhnlich vorherrschen, sind Stearinsäure, Margarinsänre, Oelsäureu. s. w. Die fetten Oele sind unter dem Art. Fette einzeln besprochen. Man vgl. auch außerdemden Art. Rüböl. Ebenso ist den ätherischen Oelen eine besondere Rubrik gewidmet.
Olcacccn. Eine natürliche Familie der Gamopetalen. Die Blätter und Zweige stehengegenüber. Die Blätter sind gestielt, einfach oder gefiedert mit einem unpaaren. Die Ränderftnd ganz oder^gesägt. ^ Nebenblätter fehlen. Die Blüten stehen meist in solchen Rispen, welchebegrenzt sind (straußrispen). Ab und zu erscheinen sie büschelig gehäuft. Sie sind meist voll-ständig, kommen aber dabei in außerordentlicher Reduction vor (Fraxinus). Der Kelch ist ent-weder vierzähnig oder viertheilig, oder er fehlt ganz. Die Blume kommt entweder glockig odertrichterförmig oder radförmig vor, oder sie ist polypetal und mit den Staubfäden verklebt. DieKnospenlage der Saumlappen oder Saumtheile ist klappig, oft etwas eingefaltet. Zwei Staub-gefäße stehen in dem Rohr oder an die freien Blumenblätter geheftet. Die Beutel sind zwei-tächerig und springen nach innen auf. Der zweifächerige Fruchtknoten ist frei. Jeder enthältMei hängende anatrope oder auch zahlreiche Samenknospen. Der kurze Griffel hat eine zwei-tappige, zweitheilige oder ganze Narbe. Die Frucht ist eine Beere oder Steinfrucht oder Kapsel,b ie auch geflügelt vorkommt. Der oder die Samen enthalten in einem stark entwickelten Eiweißeinen Keimling mit blattigen Kotyledonen. Die nächst verwandten sind wol die Jasmineen, welchelünfzähligen Kelch und Blume besitzen. Die letztere hat ihre Saumabtheilungen in der Knospenlage^achziegelig und gedreht. Die Oleaceen gehören besonders dem gemäßigten Theile der Alten Weltan. Die Oleineae haben Steinfrüchte, die Fraxineas dagegen haben Kapseln oder Nüsse. InÖftere Gruppe gehören Olea L., der Oelbanm, Ligustrum L., der Hartriegel, Phillyrea L,,
sogenannte Steinlinde, ein immergrüner Strauch oder Baum des mediterranen Gebiets, derN) Blattgestalt bisweilen eine gewisse Vergleichbarkeit mit der Korkeiche hat. Unter die■fraxineae gehört der Flieder oder Lilak, Syringa L., die Esche, Fraxinus L.
Oleander. Die Gattung Nerium L, gehört in die natürliche Familie der Apocyneen unter
Gamopetalen. Der Kelch ist fünflappig, innerseits mit Drüsen. Die Blume ist präsentirteller-sbrmig, der Saum fünflappig, im Schlund mit gestutzten, zerfressenen Kronenläppchen vor diesen^üumlappen. Die Staubgefäße sind mitten im Rohr eingefügt. Die Fäden sind flach, die^saubbeutel dreieckig, pfeilförmig, auf dem Rückendes Mittelbandes sammtig, an der Spitze^st langem schwanzartigem Fortsatz, der mit Seidenhaaren besetzt. Der Griffel ist fadig, an der
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