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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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756
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756 Oleander

Spitze keulig, mit einem Hautring um den Gipfel. Die Schläuche sind meist zwei. Von Gestaltlänglich -walzig, holzig, mit Furchen und Kielen. Sie enthalten seidenhaarige Samen. ~ ai 'Gitoeiij ist mäßig. ^ Die wenigen Arten sind milchsaftige Bäumchen mit lauzettlichen, lederartigenBlättern und endständigen gegipselten Trugdoldeu. H. Oleander L., der gemeine Oleander,Rosenlorber, erreicht die Höhe von 15 Fuß. Die Zweige sind spärlich behaart und tragen dieBlätter in Wirtelu zu dreien, seltener auch zu zweien. Sie sind dickaderig, lanzettlich, spitz,bicfein Hauptnerv, dicht nebeneinander liegenden schiefen Seitennerven und einem uetzigeüZwischengewebe; Unterseite sind sie bedeutend heller. Die Trugdolden haben rothe Axen, lanzetüliche Vorblätter. Die Kelche sind ebenfalls roth. Die Blume ist schön purpurrosa, selten weistEe gibt auch reichgefüllte formen, unter ihnen solche, welche weiß und purpurn gestreift. DieFrüchte werden bis 6 L>oll lang. Die Heimat ist das mittelländische Gebiet. Besonders ist P^tugal wegen der herrlichen Oleander, welche die Waldbäche einsäumen, berühmt. Die Pflanze-st ichars narkotisch. Die Blätter, Folia Nerii oder Folia Oleandri oder ßosaoinis waren ehe-bem ossicinell gegen chronische Hautausschläge. Besonders pflegt mau sie noch heutzutage inPulver gerieben und mit Fett gemengt gegen die Krätze anzuwenden. Die Cultur ist eine ganz

allgemeine und überaus beliebte, thcii-wegen der großen Schönheit des blühen-den Baums, theils wegen der Leicht'^keit der Behandlung. In England jpnstder Oleander eine Rolle in den Gesträrnh-Partien. Man gibt dcmselbeii eine schwereOrangerieerde, verpflanzt ihn in sei"^Jugend jährlich, später nur alle 2-" 0Jahre. Im Winter stellt man ihn ^gibt ihm etwa 5° R. Wärme und l'änihn recht trocken. Im Sommer fort* 1 ' 1er viel Wasser und einen etwas gedecktenStandort. Man pflanzt ilni am liebste"durch Stecklinge fort. Diese schnei^man im März oder Juni, steckteine mit Wasser gefüllte Medicinflaiws'und verklebt die Oeffnung des Halst-außerdem mit Baumwachs. AlsranN

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• Der gemeine Oleander (Xsrluin Oleander).

stellt man sie in ein Mistbeet und

schattet sie. Sie entwickeln bald reicl

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Wurzeln und man zerschlägt dann l '“Gläser und pflanzt sie in eine >' tH ’lockere Erde, die man durch Meng"^von Sand, Humus und Mistbeeterde ^reitet hat. Auch durch Ablegerman den Oleander fort. Diesind in der Regel zärtlicher undeinen wärmern Stand. Tchildläuse

sehr geneigt dem Oleander zu schaden. Regelmäßiges Gießen, gutes Lüften, nicht zu f) 0 ^'Heizen werden die Pflanzen so kräftig halten, daß sie bei gehöriger Reinlichkeit dem Uebel trotze^Eine schöne andere Art wird auch vielfach gezogen, X. odorum Farn. Sie ist vorigerähnlich, allein Las Krönchen ist vielfach geschlitzt und die Blätter sind länger. Sie wächst >niudien und wird bei uns in vielen Abarten cultivirt, oft als N. splendens. Man nuist ^wärmer halten. — Nicht selten wird der Cultivateur in sehr heißen Sommern durch sehr 3^.Sphinxraupen überrascht. Dieselben haben ein schimmerndes Grün, sind je nach ihrembis 4 Zoll lang und zeigen schiefe weiße und violette Seitenstreifen. Die einen Gärtner zertr»sie unbarmherzig, andere verkaufen sie an Schmetterlingssammler. Das letztere ist gerathen^denn sobald sie frei sind von Schlupfwespmstichen, die der Entomolog leicht erkennt, beza'^.man sie gern mit einem Gulden bis einen Thaler. Wir bilden einen Zweig in % natürstGröße ab, a und b sind Staubgefäße in 2 / x natürlicher Größe, e ein Pistill in natürlicherd ein durchschnittener Same, e ein undurchschmttener Bame, beides in 8 /i natürlicher Gretz'1 ein Durchschnitt eines solchen, g eine Frucht, in l / 3 natürlicher Größe.