Orobancheen Orseille 773
Kapsel, welche äußerlich steif behaart ist. Die Samen, wenig zahlreich, haben den Keimling imEiweiß und blattige Samenlappen. Sie liegen in einem mehligen Marke. B. Orellana L„ derOrleanbaum oder Roucvubaum, erreicht eine Höhe von 30 Fuß. Der Stamm ist gerade,braun und trägt eine große dichte Krone. Die durchsichtig punktirten Blätter sind groß, langgestielt, von der oben angegebenen Gestalt, vberseits sehr glänzend, durchsichtig punktirt. DieBlüten erreichen die Größe eines Guldenstücks und haben sehr schön rosafarbene Blumenblätter.Die Staubgefäße sind kürzer. Die Frucht hat einen dichten Ueberzug steifer Haare. Die erbsen-großen Samen liegen eingebettet in einem glänzend rothbraunen kleberigen Brei. Die Heimatist das tropische Mittel- und Südamerika. Man läßt den Brei der Samen waschen, faulen, gärenund kochen. So erhält man die eigenthümliche rothe Roucou oder Orleanmasse, welche in Kuchenvon seltsam und ekelhast alkalischem Geruch und der Cvnsistenz von Brotteig zu uns kommt.Die Indianer färben auch mit Orlean ihren Körper und schützen sich so gegen Mvsquitos.Die würzigen Samen und Wurzeln werden für tonisch und gut gegen die Entzündungen gehal-ten. Das frische Fruchtmark riecht nach Veilchen, schmeckt herbe und gibt ein Getränk, Las gegenFieber gebraucht wird. Wir bilden in % natürlicher Größe einen Zweig ab; a ist eine Frucht;b dieselbe geöffnet, beides in 1 j 3 natürlicher Größe.
Ot0bstlld)CClt. Eine natürliche Familie bet Gamopetalen. Der Stengel ist am Grundebeschuppt und mit Wurzeln versehen, vermöge deren die Pflanze meist mit andern Gewächsenzusammenhängt, auf denen sie schmarotzt. Die ganzen Individuen sindgleich gefärbt, blaßbraun,röthlich, gelblich, weißlich. Anstatt der eigentlichen Laubblätter finden sich Schuppen. Der B üten-stand i t traubig, indem über Deckblättern Blüten stehen. Diese Haben ab und zu Dorblätter,wodurch sie in die Reihe der Trugdolden eintreten. Die Bluten sind m der Regel vollstand,gund zwitterig, allein es kommen auch eingeschlechtliche Formen vor. ^.er Kelch ,,t bleibend, funf-spaltiq sünftheiliq oder viertheilig oder geschlitzt oder zwe,blatter,g oder glockig. D,e Blunw stehtuns dem Blütenboden und zuletzt bei der Fruchtreife löst sie sich Derart , daß ihr tiefster Grundabgeschnitten stehen bleibt, wie bei Hsotoroloxlrns, Onbura. Sre ist lippenformig, hat auf derLippe in der Regel zwei aufgetriebene Buckel und bleibt sehr lange stehen. L,e vier Staubgefäßestehen dem Rohre eingefügt und sind eingeschlossen oder vorragend allemal zweimachtig D.eFäden sind stielrundlich, oben verdünnt. Die Staubbeuwl sind zwe>fächerig , der Lange nach mtSpalten an springend, auf dem Gipfel oft mit Zotten. Der Fruchtknoten ist frei und hat um sich°ber doch sei sich an e uer Stelle eine Andeutung von einer Erhebung des Blntenbodens. Die»WÄ LV^nLig-n Samenträger tragen zahlreiche auatrope Samen nospen. DerRiffel ist einfach und hat eine große kopsig zweilapp.ge Narbe. D.e Kap,elsprmgt an derSpitze oder ganz mit zwei Klappen auf. Die Samen sind zahlreich, haben e.ne ziemlich dickeSamenhaut und einen Eiweißkörper, worin em fester sehr kleiner Kemilmg. Die Orobancheensind den Maskenblütlerir sehr -,ahe verwandt, unterscheiden sich aber durch d.e wand,taud,genSanienträ^er Man bat sie mich zu den Gentiauaceen gestellt, denen ,,e jedoch kaum anders al»durch die bleibende Blumenkrone vergleichbar sind. Sie gehören besonders dem mittelländischenGebiet- r>ie,venoe .. .. Mallen auffindet. Die Sommerwurz, Orobanche L. und
^elipae^p ^"en metzle Men, welche imSüden --nd selbst in Mitteldeutschland ganz bedeu-ten Schadm anrichten Auf Taback- und Hanffeldern erscheint I' rnmosu 0°8o. plötzlich mgroßen Masten und saugt die Pflanzen so aus, daß sie entweder geschwächt oder ganz vernichtetwerden 0^n.ba7vo°iosaVO. (pruinosa Lap.) vernichtet ganze große Bestände von Erb en,K-chern vdeO^SaubohiwnO/obDie Schuppenwurz, I-atstraea sgnamama I-., ist emer der ersten
^Orseille" Ebie'aänre Reihe von Flechtenarten zeigt die Eigenthümlichkeit, durch eine Artt Gärung-'mit ammoniakastschen Flüssigkeiteni und bei hinreichendem^
Farbstoff zu liefern, welcher entweder als feuchter Teig (Orseille, Arch l) oder ms trockenesPulver (Persio Cudbear) in den Handel gebracht rmd m Färbereien v.el gebrauch wird Am«giebigsten ist liooosUa tinetoria, namentlich d,e Bar.etat K. Montagnei die Angola,lochte,welche an den Felsenküsten des Mittelmeers, der Capverd-schen und Eananschen Inseln, am Cap"Üb in Südamerika häufig vorkommt; ihr folgen an Reichhaltigkeit d.e Pertusam commums,welche auf den Pyrenäen, den Alpen und den Basalten des Rhöngebirges massenhaft gesammeltwird, und Lecanora tartarea und Parelia, die man namentlich auf den britischen Inseln, mSchweden und Norwegen gewinnt. Die in ganz Europa gemeine Euernia Prunastri wnb tue^arzugZweise im hohen Norden verbreitete Gyrophora pustulata sind am ärmsten. Die Kunst,'"lttels Flechten roth zu färben, war schon den Alten bekannt; sie blühte während des Mittel-