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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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772
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772 Orleanbaum

Zellengewebe enthält. Ein viel besseres Product liefert das Verfahren, welches nach Boussingault «Bericht in Santa - Fö de Bogota üblich ist. Dort werden die Samen nur unter Master schaugegeneinander gerieben; der oberflächlich haftende Farbstoff vertheilt sich im Master und wüdurch Dekantiren und Trocknen gewonnen. In einem so dargestellten Orlean, welcher alsin trockenen Täfelchen zum Verkauf kommt, fand man 9 —14 Proc. Wasser, über 40 $ r0C 'Farbstoff und nur 4 — 6 Proc. Asche.

Der Orlean des Handels bildet einen tief orangerothen dicken Brei oder rothbraune hauStücke. Er ist frisch von salzig-bitterlichem Geschmack und schwachem Veilchengeruch; da erindeh-um das Austrocknen zu verhüten, von den Händlern häufig mit Urin befeuchtet wird, so istst^Geruch meist ekelhaft ammoniakalisch. Das Pigment ist in Wasser wenig, in Alkohol undfast ganz mit rothgelber Farbe löslich; alkalische Flüssigkeiten geben eine rothbraune Lösung,welcher der Farbstoff durch Säuren in Flocken gefällt wird. Fette und ätherische Oele lösenebenfalls, concentrirte Schwefelsäure liefert damit eine indigblaue Flüssigkeit, welche indeß dagrün, dann violett wird. Nach Cheupeul's Untersuchungen enthält der Orlean zwei Farbstoff'einen gelben, in Wasser, Alkohol und Aether löslichen, welcher mit Alaun gebeizte Wolle g elfärbt, und einen harzartigen, rothen, in Wasser sehr schwer löslichen. e

Im Handel kommen verschiedene, im Aeußern und nach ihrem Werth sehr abweichs^

Orleansorten vor. Der Orlean von Cayenne, welchem der von Guadeloupe nahesteht,

viereckige, in Pisangblätter gehüllte, ziemlich trockene, dunkclrothe Kuchen oder einen gelbrow^Teig; der brasilische ist weich, braunroth, riecht nach frischem Brot. Rollenorlean hak ,Form von harten, trockenen, außen dunkeln, innen rothen Stangen; ostindischer bildet diE'trockene, dunkelrothe Kuchen. Alle diese Sorten sind sehr häufig verfälscht; man setzt ihnen mlich gefärbte Mineralfarben, wie Bolus, Ziegelmehl, Mennige, auch wol Krappulver,Curcume u. dgl. zu. Organische Beimengungen sind nur durch das Mikroskop zu entdeck^Mineralzusätze findet man am leichtesten durch Einäschern. Guter Orlean hinterläßt dabei8—13 Proc. einer hellgrauen oder gelblichen Asche; in verfälschter Waare findet man oft50 Proc., deren meist dunkelrothe Farbe einen Eisengehalt verräth. Anwendung findet^Orlean fast nur in der Seidenfärberei. Eine alkoholische Lösung desselben ertheilt der Seide D ’weitere Beizmittel eine schön goldgelbe Farbe, welche durch Säuren in ein lebhaftesübergeht. Auch Mischfarben auf Wolle und Seide werden mit Hülfe von Orlean dargemebenso grundirt man thierische Faser, welche scharlachroth gefärbt werden soll, vorher mit dEPigment. Baumwolle, welche mit einem Thonerdesalze gebeizt worden, wird durch ^gelb; die Farbe ist indeß sehr unbeständig und wird wenig benutzt. ^

Mit Metalloxyden liefert das Pigment des Orleans lebhaft hochgelbe oder orangcrothe ^färben. Kocht man die käufliche Waare mit reinem Master, versetzt die geklärte Abkochung

Pottasche und kocht mit überschüssigemAl^

so fällt ein gelber Lack; wird dagejst" ,,Orlean mit alkalischen Lösungen ausg^"-^und darauf mit Alaun oder Zinnsast, ^ t ,parirt, so entstehen orangerothe 9 l,c ,jschlüge. Ein Auszug des getrockneten tfein zerriebenen Farbstoffs mit AlkoholTerpentinöl eignet sich als färbender 2*zu fetten und Lackfirnisten. . a h.

Orleanbaum. Die Gattung iC (ist der Typus der natürlichenBixaccen. Sie besteht aus amerikanstckb ^pischen Bäumen, deren Blätter lang 9 CI £,jcunversehrt, länglich spitz dreieckig-Blütenstände sind trugdoldig, die fünf ^blätter dreieckig, die Blumenblätterder Knospenlage dachziegelig,gefäße außerorventlich zahlreich. Da»hat einen länglichen Fruchtknotenständigen Samenträgern, einen l <pi<Griffel mit zweischenkeligcr ^

Der Orleanbaum (Nix- orei,.i«.i). - Frucht ist eine zweiklappig austpr'