Ortolan Otter 779
wendbarkeit desielben möglich; in der Mehrzahl der Fälle ist sogar eine ziemlich vollständige Ge-brauchsfähigkeit zu erreichen. Sehr selten aber und nur in leichten und frischen Fällen gelingteine völlige Gleichstellung des verkrümmt gewesenen Gliedes mit deni entsprechenden der andernSeite; der harmonische Eindruck einer tadellosen Wohlgestalt wird immer vermißt werden. BeiLähmung der Beine wird die Orthopädie nicht nur für richtige Einstellung derselben, sondern auchfür künstliche Stützen zu sorgen haben.
Auch diese Art orthopädischer Euren läßt sich nur unter Concurrenz besonders günstiger Um-stände in der Privatpraxis durchführen und wird meist nur innerhalb orthopädischer Heilanstaltengelingen können.
Die bekanntern orthopädischen Heilanstalten in Deutschland sind: zu Berlin, Dr. Berend,berühmt durch seine großen Erfahrungen und Leistungen auf dem Felde der Contracturen; Dr.Eulenburg und Dr. Neumann, schwedische Gymnastik; zu Bonn: Dr. Parow; zu Breslau:Dr. Kivpsch, hauptsächlich chirurgische und Maschmenbehandlung; zu Cannstadt: Dr. Heine,mit reichen Erfahrungen, besonders über spinale Kinderlähmung (die älteste der hier genanntenAnstalten); zu Leipzig: Dr. Schildbach (früher Dr. Schieber), hauptsächlich für Rückgratsver-kcümmungen (die nächstälteste Anstalt); zuWien: Dr.Lorinser und Dr.Aürstenberg; Dr.Melicher,schwedische Gymnastik. Dazu kommen noch die von Nichtärzten geleiteten Anstalten zu Bcnn-berg: Wildberger, ausschließlich Maschmenbehandlung; zu Dresden. Nitzsche, Maschinen undschwedische Gymnastik; zu Jena: Helmke.
Es ist hier nicht der Ort, die Vorzüge der einzelnen Anstalten gegeneinander abzuwägen;alle Anstalten aber müssen im Interesse ihrer Patienten voin Publikum fordern, daß es im Be-ginn des Leidens jedenfalls vor dessen völliger Ausbildung, Hülfe suche, daß ferne For-derungen und Erwartungen der Leistungsfähigkeit der Orthopodie anbequeme, und daß esGeduld habe
Ortolan (Emberiza hortulana) wird ziemlich allgemein die settammer genannt, von derschon im Ammer die Rede war. t
„ Otter, Kreuzotter, Viper, Kupferschlange (Pelias berus) Tre bekannte, m der gemäßigtenZone der Alten Welt wohnende Giftschlange, die selbst noch m dem ;udlichen Schweden vorkommt,r« der großen artenreichen Familie der Vipern gehörend, die aus kurzen dicken, gedrungenenschlangen besteht, welche echte Giftzahne im Oberkiefer und keine äußern Gruben zwischen Auge
/^DE stets^Am^Weibchen der Kreuzotter wird höchstens 3 Fuß das Männchen 2 FußS; der Kopf ist breit, fast dreieckig, sehr stumpfschuauzig, scharf von dem Hafte abgesetzt und''Ut kleine,i Schildern bedeckt, der Bauch dick, der Schwanz denn Marmchen drcker und anger oJ»b°im Weibchen Das Auae ist, besonders im Zorne, außerordentlich lebhaft, prachtvoll goldgelb.
<Ct£'e kechsAt sehr von! hellsten Silbergran durch Braungelb und KnpsEhlich bisru tiefem Grauschwarz, doch ist das Weibchen stets dunkler und tiefer gefärbt alo das Männchen.LharakteejstUch fa a„a dunkeln, meist braunen oder schwarzen Rautenslecken zusammengesetzte^'ckzacklinie, ^die über den'ganzen Rücken bis zum Schwänze lauft und im Nacken beginnt. Zu-
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a) von oben.
Fig. 1 . Kopf der Kreuzotter (kelias veruZ).
b) von der Seite.
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zweiin der
C,? i erttf)ren stch die Flecken in der Mittellinie nicht vollständig. Auf dem Hinterkopfetle StecJen, die sich nur selten in Form eines Kreuzes oder zweier plumper Halbmonde i"tte berühren.
M indolentes, träges, apathisches Thier, hält sich die Kreuzotter nur in trockenen Gegenden,äh^""igen Halden mit Gebüsch und Steintrümmern, auf trockenen Wiesen, Erdbecrschlägen undCjx. ,Orten auf, wo sie oft tagelang, regungslos ausgestreckt, wie todt in der Sonne liegt,^iau ^^psi sich in Mauslöchern unter Steinhaufen, in Spalten und Ritzen von Felsen undei ' n ' sucht aber stets trockene Orte und kommt niemals bei Regenwetter hervor; verkriecht sich