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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erster Theil.

Osten zugekommener Künste nicht behauptet werden, vondenen viele in China, einem Staate von großer Kunstvollkom-menheit, ihren Ursprung haben. Dieses ist besonders mit demGegenstände der gegenwärtigen Forschung der Fast.

Es ist nicht möglich, genau die Zeit anzugeben, wo derMensch die Chrysalis (erste Verwandlung des Insekts) seinerWohnung entkleidete und die Entdeckung machte, daß der kleinegelbe Ball, welcher an den Blattern des Maulbeecbaums an.klebt, ein dünnes Gespinnst enthielt, welches abgewickeltwerden konnte und ein Gewebe von unendlicher Mannichfal-tigkeit und Schönheit lieferte. Von einem gewissen Zeit-punkte an vermögen wir die auf einander folgenden Verbesse-rungen der Seidenverarbeitung anzugeben; vergebens aber forschenwir nach authentischen Quellen über ihren ersten Ursprung, undda wir genöthigt sind, das Verdienst der Entdeckung den Chi-nesen zuzuschreiben, so können wir nicht angeben, welchen Gradder Vervollkommnung jene Kunst bei ihnen erreicht haben konnteals das Dasein des Materials zuerst im Westen bekanntwurde; jedoch liegt in dem Grade der Cultur der hinläng-liche Beweis, daß deren Ursprung nicht neu war. Künsteund Handwerke gelangen nur sehr allmählich zur Vollkommen-heit. Verbesserungen, welche durch Erfindung entstehn, find we-sentlich verschieden von Nachahmung, schreiten nur langsam fort,Und wenn dieses als ein allgemeiner Grundsatz angenommenwerden kann, so ist derselbe noch bestimmter für die Arbeiten an-wendbar, welche ohne irgend ein anderes Hülfsmittel, als daseiner unvollkommnen Maschinerie, durch ein Volk gefertigt wer-den, welches, so weit wir davon unterrichtet sind, nur sehr ge-ringe Hülfe von den Wissenschaften entnehmen konnte.

Ungeachtet dieses unvortheilhaften Zustandes brachten dieChinesen in dem frühesten Zeitalter Zucker, Seide und vieleandere Manufacturgegenstände in einem Grade von Trefflichkeithervor, welcher selbst jetzt kaum übertreffen wird. Dennochsind sie stehen geblieben, wahrend andere Nationen vorschritten. Aus-geschlossen vom allgemeinen Verkehr, weniger durch die Hindernisse,welche sie dem Eindringen der Fremden entgegenstellen, als durch ihreEigenthümlichkeit, ihre Eitelkeit, ihre unrichtige Würdigung an-derer Nationen, blieb dieses außerordentliche Volk auf die Hülfs-quellen seines Scharfsinns allein hingewiesen, bei den wichtigstenEntdeckungen beschränkt und verfolgte dieselben mit der ausdau-erndsten Industrie zum nützlichen Ziele. Ihre Industrie Meö