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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erster Theil.

scheint dem Scharfsinne der Regierung gänzlich entgangen zusein, daß dieses Argument, aus dem Gesichtspunkt allgemeinenHandelsvortheils betrachtet, nicht für, sondern gegen die Ansichtder Opposition spricht; denn wenn man die Zahlungen für roheSeide in wollenen und anderen Manufacturwaaren leistete, sowürde, wenn man diese an Material und Arbeit inländischer Pro-dukte — zu größerer Menge und besserer Qualität gesteigert — alsZahlung für verarbeitete Seide, zu einem viel hohem Ertrageausgebracht haben. Es würden, zum Austausch für fertige Sei-dcnwaaren, mehr andere Manufacturerzeugnisse erforderlich, undverlangt worden sein. Bei der inländischen Industrie bestehtder größere Werth in dem Arbeitslöhne, bei Seidenarbcit in demrohen Material, welches sehr theuer ist. Auch wenn wir diethätigen Weber berücksichtigen, so würde ihr Ungemach, bei einersolchen neuen Gestaltung der Industrie, dem nicht zu vergleichensein, das in solchen Fällen gewöhnlich die Handwerker trifft.Sie würden zu einer Beschäftigung übergegangen sein, zu wel-cher sie, durch frühere Gewohnheit und erlangte Fertigkeit vor-bereitet waren, und würden diejenigen Stoffe und Tücher gewebthaben, nach denen jedes Mal Nachfrage gewesen wäre. DieRichtigkeit dieser Ansicht hat sich neuerlich bei der Umgestaltungder Baumwollen- in Seidenwebereien zu Manchester und Mac-clessield bewährt.

Als später, im September 1786 ein Handelsvertrag zwi-schen den Hafen von Frankreich und England wirklich abgeschlos-sen ward, nach welchem, mit gegenseitiger Liberalität, die Ein-fuhr vieler Produkte in beiderseitige Staaten gestattet, und die-selben nur mit einer mäßigen Steuer (ml Valoren,) belegt wa-ren, sind für die englischen Manufacturen durchaus keine nach-theilige Folgen daraus hervorgegangen.

Dieser Vertrag blieb in Kraft, bis 1793 die französischeRepublik England den Krieg erklärte; doch gingen, während derganzen Zeit seiner Dauer von 6 Jahren, die englischen Kauf-leute täglich und stündlich nach Frankreich, um ihre Einkäufe zumachen. Es fanden sich in den englischen Waarenlagern eben soviel französische, als inländische Artikel, und in keiner Periodehaben, nach unsern kommerziellen Jahrbüchern, sich die englischenManufacturen eines so ununterbrochenen Gedeihens erfreut; denn,wenn sich in dem englischen Verbrauch auch eine Vorliebe kürfranzösische Fabrikate zeigte, so wandte sich in Frankreich dage-gen der Strom der Mode den englischen zu, und die Waaren-