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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Fünftes Capitel.

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Und jede Verbesserung hemmen, steht, ist von dem ersten Au-genblick ihrer Einführung nach Europa, ganz dieselbe geblieben.Die glänzende Weiße — der größte Vorzug der chinesischenSeide — soll durch ein besonderes, dort einheimisches Produkthervorgebracht werden, dessen Anwendung auch nur daselbstgekannt ist. Ein großer Theil der aus China kommenden Seidewird zu Webereien von Strümpfen, Handschuhen und derglei-chen gebraucht, in welchen Artikeln die Engländer, nach allge-meinem Urtheil, schon langst die Franzosen weit übertreffen ha-ben, wovon die Ursache wahrscheinlich in dem besser eingerichte-ten Maschinenwesen liegt.

Die bengalische rohe Seide ist durch zwei BenennungenUnterschieden: die eine heißt inländisches Gewinde (countr^^ounrl), die andere, Maschinen-Seide (KIsture). Die erstereSorte wird durch Herumstreiser gewonnen, welche sich der un-vollkommensten Methode beim Abwickeln der Cocons bedienen;b>e zweite Sorte wird durch die Diener der ostindischen Compag-nie, nach der besten europäischen Methode, behandelt.

Verschiedene Grade der Feinheit werden von der bengalischenCompagnie mit den Buchstaben L. tl. bezeichnet. Seide von 3^-5 Cocons N. -Nr. 1. genannt; 6 — 8 Cocons N. M. 2; 8 —10 Cocons-S. N>. 1.; 10 —12 Cocons N. Nr. 2.; von l2—14,Nnd von 16 —18 Cocons N. Nr. 3., von 18 — 20 Cocons 6.N-. 1. Die von den Eingebornen mit der Hand abgewickelte^eide ist weit schlechter und mit den Buchstaben N. 6. D."'zeichnet. Zugleich muß man wohl beachten, daß die SeideNr. i. von einem Distrikt, sehr verschieden von der, mit glei-A'M Zeichen versehenen, eines andern Distrikts sein kann, daArt, wie die Seidenmltur betrieben wird, die ganze Behand-Ung des Wickeln- u. s. w. ihre Güte bedingt. So bringt Bau-'ah feinere Seide hervor, als Radnagore und Cossimba-^r, doch wird sie wieder von der, in Gonatea und Comer-^°lly gewonnenen, übertreffen. In den, an letztgenannten^tten bestehenden Spinnereien ist durch die wissenschaftliche^ildung und Energie des Residenten der ostindischen Compag-kürzlich ein System eingeführt worden, wodurch den CoconsEhrend dem Abwickeln, durch Dämpfe der erforderliche Hitzegrad8,'geben wird. Der Entwurf, wie die Ausführung dieser Ein-"chtung, zeigen für die Fähigkeit der dabei gebrauchten Arbeiter.'"so mehr, als in der von Europa entfernten Lage schwer zu'stitigende Hindernisse lagen.

Seidenmanufactur. L