Fünftes Capitel.
73
Bedarf es noch eines Arguments, um die Richtigkeit derAnsicht zu beweisen, daß das Abweichen von einem System lästi-ger und beengender Besteurung heilbringend sei, so ist es dieWahrnehmung, daß, wahrend alle Industriezweige Englands mitRiesenschritten in der Bahn der Verbesserung vorwärts schritten,der Seidenhandel in einem Zustande kleinlicher Unthätigkeit blieb.Und endlich möge der Beweis in der Zollhausberechnung gefun-den werden. Wäre der daraus entlehnte Beleg das Ergebnißnur einiger Jahre, so könnte man glauben, es sei trüglich oderunrichtig, denn die nächste Periode, die nach der Erschütterungeines Systems folgt, ist nicht die, wo die Wirkung, welche dieVeränderung hervorgebracht, als bestimmt erwiesen angesehn wer-den darf. Es ließe sich sogar denken, daß der Handel in den,der Abschaffung der hohen Steuern zunächst folgenden JahrenUne unhaltbare Ausdehnung gewonnen habe.
Diese Ansicht aber findet keine Anwendung bei einem fünf-jährigen Durchschnitt, denn in einem solchen Zeitraum würdeeiner unnatürlichen Erregung im Handel die natürliche Erschlaf-fung haben folgen müssen. Aus diesem Grunde möge alsGrundlage einer richtigen Beurtheilung ein Zeitraum von dennächsten fünf Jahren vor der Aushebung des Steuersystems undden unmittelbar darauf folgenden verglichen werden. —
Wir finden als vergleichende Uebersicht, daß in dem Jahre1819 die Einfuhr an roher Seide betrug
1,480,000,990 Pst.gewickelte Seide 301,588 —
1,782,578 Psd.
1820 rohe Seide —- 1,702,416 Pst.
gewickelte — — — 309,953 —
2,012,369 Pst.
1821 rohe Seide- 1,940,516 Psd.
gewickelte — — — 350,209 —
2,290,725 Pst.
1822 rohe Seide-— 2,037,415 Pst.
gewickelte — —- — 370,273 —
2,407,688 PstI
1823 rohe Seide — — — 2,085,972 Pst.
gewickelte — — — 370,273 —
2,432,286 Pst.