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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Fünfter Capitel.

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gefährden, ist nichts Ungewöhnliches. Gegen die Sache einge-nommen, und durch ihren Standpunkt und die Umstände ver-hindert, anders, als einseitig, den Gegenstand ins Auge zu fas-sen, sind sie leicht geneigt, einen nützlichen Plan mit Chimärenanzugreifen und vor selbst geschaffenen Phantomen zu erbeben.Dagegen ist es wahrhaft überraschend, daß diejenigen, deren An-sichten nicht durch mangelnde Fähigkeiten und die genanntenEinflüsse mißleitet sind, dennoch bei dieser Gelegenheit nicht wahr-genommen haben sollten, daß die Frist, welche den einheimischenManufacturisten bewilligt ward, auch von den fremden benutztwerden würde, um eine Menge fertiger Waaren bereit zu halten,Und diese, in dem Augenblick, wo die Acte in Kraft trat, aufdie englischen Markte strömen zu lassen. Diesen Weg schlugenauch wirklich die Franzosen ein, und als die nahe Aussicht aufdiese Überschwemmung für die englischen Manufacturisten einUeuer Gegenstand des Schreckens ward, griff man zur Anwen-dung eines Palliativs, welches, in sofern es unsern Nachkurenschadete, der Liberalität, und in sofern es uns betraf, der wah-ren Politik entgegen war. Die französischen Weber hatten vonjeher die Stücke ihrer Seidenstoffe von einer bestimmten Längegemacht; um nun alle, in Verrath zur Einfuhr nach Englandbereit gehaltenen Waaren dazu untauglich zu machen, erließ dasParlament ein Gesetz, das nur diejenigen Seidenzeuge für zuläs-sig erklärte, welche eine bestimmte Länge der Stücken habe, unddie das übliche Längenmaß der französischen Fabrikate nicht er-dichte. Auf diese Weise wurden alle Seidenwaaren, die Frank-*kich mit der Aussicht zur Einfuhr nach England producirt hatte,^»tauglich zum legalen Absatz. Daher die Folge war, daß diestanzösischen Manufacturisten sofort ihre Seidenzeuge von dem^stimmten Längenmaß einrichteten, die früher gefertigten aber^ herabgesetzten Preisen in die Hände von Käufern übergingen,die dieselben einschmuggelten und verkauften; und somit tratend^se Waaren, mit ihren geringern Preisen, um so wirksamer in^vncurrenz mit den englischen. Es ist niemals möglich gewe-bt, durch ein Ausschlicßungssystem dem Eontrebande-HandelKiit Seidenwaaren vorzubeugen.

Die französischen Zeuge und Bänder hatten, wegen ihrergrößeren Schönheit, stets den Vorzug bei den englischen Frauen.Dieser verbotene Handel wurde ganz systematisch betrieben. AlleArten von Scidenzeugen wurden in Frankreich angekauft, dieVerkäufer übernahmen die Gefahr, bis zur Ablieferung in das